
Der vierte Band der Bunte Dimensionen-Westernserie "Galgenvögel" bringt den fulminanten Abschluss des Handlungszyklus. Das große Plus der Serie ist das richtig gute Szenario. Im jetzt vorliegenden vierten Teil mit dem Titel "Kansas River", dem für mich bisher besten Album der Serie, schaffen es die Szenaristen Capuron & Duval, eine durchgehende Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten: mit dem großen Knall zum Ende des Bandes. Und das ist sehr wörtlich zu nehmen. Denn zum Schluss geht alles den Bach runter. Und auch das ist wörtlich zu nehmen. :-)
Endlich! Durango kehrt zurück. Nach einer Odyssee durch diverse Verlage, die diese Serie in ihrer deutschsprachigen Ausgabe hinter sich hat, startet Kult Editionen nun mit einer Neuausgabe der Bände in einer einheitlichen Hardcover-Reihe. Autor dieser herausragenden franko-belgischen Western-Comic-Serie ist der Belgier Yves Swolfs (geb. 1959). Insgesamt 14 Durango-Bände sind bisher erschienen, in denen Swolfs berühmter Revolverheld gegen Korruption und Unterdrückung kämpft.
Wir schreiben das Jahr 2008: Blueberry reitet noch immer für seine Fans. Seit 45 Jahren führen die Blueberry-Autoren uns in eine Phantasiewelt und wir haben gestaunt, geträumt und mit den Helden gezittert. Hoffen wir, dass Blueberry noch lange den Schurken und Halunken des Wilden Westens das Handwerk legen möge!
Inspiriert durch eine Reise durch den amerikanischen Westen schufen Autor Jean-Michel Charlier und Zeichner Jean Giraud 1963 einen Westerncomic, der aufgrund seiner atemberaubenden Plots und ausdrucksstarken Illustrationen, die von Kritikern als "Verwirklichung des Breitwandkinos mit grafischen Mitteln" bezeichnet wurde, zum wichtigsten Klassiker seines Genres wurde.
Was sagte GIR in der Sendung Moebius Redux: „Bei PILOTE habe ich Jean-Michel Charlier kennen gelernt. Er schlug vor, einen Western zu machen. Ich stimmte zu und wir haben sofort mit Blueberry begonnen. Mir fiel der Name Blueberry ein. Ich hatte so etwas wie einen Geistesblitz. Ich habe ihn nach dem Vorbild von Belmondo gestaltet. Ich ahnte, dass ich eine Figur erfunden hatte, die es im Comic so noch nicht gab. Eine Figur mit animalischer und sexueller Kraft, wie es die anderen so nicht hatten. Wir waren sofort so erfolgreich, dass die Figur überlebt hat: Blueberry ist immer noch da!“
Die Serie „Galgenvögel“ ist eine neue begeisternde Western-Reihe aus dem Hause Bunte Dimensionen. Der Publikationsrythmus ist zügig, so dass bereits der 3. Band der Serie vorgelegt werden konnte. Die Serie Galgenvögel schildert das Schicksal der einst vermögenden Plantagenbesitzer-Familie Granger aus dem Staate Tennessee, die durch den Sezessionskrieg ruiniert wurde. Anhand des Schicksals einer Handvoll Figuren verarbeiten die Alben auf verschiedene Weise den großen Mythos „Wilder Westen“. Es herrscht der Geist von „Vom Winde verweht“. Und natürlich ist die Serie auch eine Hommage an den Western und seine Meister, John Ford, Anthony Mann, Sergio Leone oder auch Clint Eastwood.
Die Blauen Boys von Salleck Publications gehören für mich zu den schönsten Semi-Funny-Comic-Serien, die aktuell in Deutschland zu haben sind. In „Aufruhr in New York“ brennen die Autoren wieder ein Feuerwerk an Gags aber, wie man sie in dieser Fülle in einem Album nur selten erleben kann. Die gleichzeitig Naivität des diensteifrigen Sergeant Cornelius Chesterfield und die gewitzte Schlauheit und Pfiffigkeit von Corporal Blutch sorgen für unglaublich komische Situationen, über die man nur lachen kann.
In der Ehapa Comic Collection erschien jetzt bereits der 7. Band der ultimativen Blueberry-Werksausgabe. Egmont setzt damit zügig die beliebte Gesamtausgabe mit drei weiteren Alben aus dem Blueberry-Universum fort.
Die Ehapa Comic Collection präsentiert Band 8 der Blueberry-Werksausgabe erneut in einer sehr schönen bibliophilen HC-Ausgabe mit diesmal allerdings nur 110 Seiten. Dieser Band enthält die Fortsetzung des legendären Zyklus um das Südstaatengold mit den Alben „Vogelfrei“ und „Angelface“. Dazu kommen aber besonders viele redaktionelle Seiten (13 an der Zahl).
Wie anders könnte man den Zweierzylus DIE VERGESSENE GOLDMINE und DAS GESPENST MIT DEN GOLDENEN KUGELN bezeichnen? Diese insgesamt 98 Seiten lange Story muss als herausragendes Meisterwerk der Comic-Literatur gewertet wird. Die Sage über eine geheime Mine mit einem unfassbar großen Goldschatz inspirierte bereits zahlreiche Schriftsteller und ist ein amerikanischer Mythos, der bis heute anhält und immer noch Abenteurer in die Superstition Mountains in Arizona treibt, um ihr Glück zu suchen.
Willkommen, liebe Comic-Fans, im Comic-Western der Jahre 1951/52. In dieser Zeit hat es Lucky Luke in „Die Gesetzlosen“ (frz. „Hors la loi“) mit Widersachern eines ganz besonderen Kalibers zu tun: den berüchtigten Daltons.
Mit den Blueberry Chroniken veröffentlicht die Ehapa Comic Collection die von Fans lange erwartete Blueberry Werkausgabe. In dieser Reihe werden in zwölf Bänden alle Abenteuer, an denen Jean Giraud beteiligt war, im Hinblick auf die Handlung chronologisch zum Abdruck gebracht. Jeder Band enthält 2-4 Alben sowie einen ausführlichen redaktionellen Teil, in dem zahlreiche Hintergrundinformationen sowie bisher unveröffentlichtes Material abgedruckt wird.
„Die Galgenvögel“ aus dem Hause Bunte Dimensionen verfügt über alle Zutaten eines guten Westerns: Intrigen, Action und ein überraschender Handlungsverlauf, - das Ganze zudem auf sehr schöne Art gezeichnet. Kleine Besonderheit am Rande: die tragenden Personen der Serie sind zunächst weiblich. Und natürlich ist die Serie auch eine Hommage an den Western und seine Meister wie John Ford, Sergio Leone oder auch Clint Eastwood. Den Kennern werden die Anspielungen auf dieses einzigartige Filmgenre nicht verborgen bleiben. Klassischer Western für alle Freunde des Western-Genres.
Die Ehapa Comic Collection präsentiert Band 4 der Blueberry-Werksausgabe erneut in einer sehr schönen bibliophilen HC-Ausgabe mit diesmal gleich 206 Seiten. Dieser Band enthält den legendären Zyklus um den Eisenbahnbau mit den Alben „Das eiserne Pferd“, „Steelfingers“, „Die Fährte der Sioux“und „General Gelbhaar“. Also gleich 4 Alben (!!!) warten auf den Western-Fan, der den Helden im Kampf gegen feindliche Agenten und Indianer erlebt. Und auch dieser Band wird redaktionell durch die Comixene begleitet, in der exklusiv ein weiterer „Tombstone Epitaph“ mit interessanten Artikeln rund um die Blueberry-Chroniken erscheinen wird.
Seit der neue Splitter Verlag mit seiner Marlysia #6-Figuren Edition für einiges Interesse in der Szene gesorgt hat, hat der Verlag Bunte Dimensionen mit einer Angela-Sonderaktion nachgelegt. Und man muss schon sagen: Geile Sonderaktion! So muss man sich die Figur zum Comic vorstellen!
1963 betrat ein neuer Held die Bühne der franko-belgischen Comic-Kunst, der das Western-Genre revolutionieren sollte: Mike S. Donovan alias Blueberry. Der von den Comic-Autoren Jean-Michel Charlier und Jean Giraud entworfene Edel-Western "Blueberry" gehört seitdem zu dem populärsten Serien auf dem Comic-Markt.
In der Ehapa Comic Collection erschien jetzt der von den Fans lange erwartete erste Band der ultimativen Blueberry-Werksausgabe.
"Blueberry wurde am 31. Oktober 1963 auf den Seiten des Magazins Pilote geboren. Der fast fragil wirkende junge Grünschnabel ist auf dem Weg zum Fort Navajo. Niemand konnte ahnen, dass er zu einem der bedeutendsten Helden der populären Unterhaltungsliteratur, den Comics werden sollte. Dies verdankt er der Leidenschaft und dem Talent seiner geistigen Väter, Jean-Michel Charlier und Jean Giraud." (Zitat aus Blueberry-Band 37, Ehapa, Der Pfad der Verfluchten)
Der sage und schreibe 41. Blueberry-Band (dazu natürlich noch die Marshal-Bände) ist dieser Tage auf dem deutschen Comic-Markt erschienen, und welche Freude, es ist nun endlich der Abschlussband des Mister Blueberry-Zyklus. Natürlich entwickelt Giraud, seit dem Tod des genialen belgischen Szenaristen Charlier, Szenarist und Zeichner der Hauptserie in Personalunion, die Handlung dieses in und um Tombstone handelnden Abenteuers weiter. Aber wie auch bei Serien wie Peter Pan: Zyklen, die erst nach Jahren, ja nach Jahrzehnten zum Abschluss kommen, machen die Serie tot.
Jean-Michel Charlier wird am 30. Oktober 1924 in Lüttich/Belgien geboren. Mit fünf Jahren entdeckt er das Magazin Tintin und kommt somit erstmals mit dem Medium Comic in Berührung. Er studiert Rechtswissenschaften an der Universität von Lüttich. Noch während seiner Studentenzeit arbeitet er ab 1945 für die Presseagentur World Press. Gründer der Agentur ist Georges Troifontaines, ein Vertreter der belgischen Druckerei- und Verlegergruppe Dupuis, deren Publikationen wie z. B. Spirou und Risque-Tout er hauptsächlich beliefert.
Buddy Longway, mit einer Indianersquaw verheiratet, führt ein Leben zwischen den Welten der Weißen und Roten. Für sich und seine Familie versucht er, die Errungenschaften der Zivilisation mit dem uralten Wissen der Naturvölker Nordamerikas zu verbinden.
Realverfilmungen eines Kultcomics sind entweder gelungen wie "Spiderman" oder auch völlig daneben wie jener totale Flop "Popeye". Dazwischen gibt es ganz passable Ergebnisse wie "Asterix und Obelix" aus französischen Händen.
Die Vereinigten Staaten im August 1901: Eine Serie spektakulärer Morde und Selbstmorde erschüttert die Oberschicht der Vereinigten Staaten. Im Zentrum der Vorkommnisse steht die Stadt New York, in der das „Weird Enforcement Special Team“ (W.E.S.T.) seine Ermittlungen aufnimmt. Dieses Team verschrobener Einzelgänger verfügt über „unbegrenzte Mittel “, alle Vollmachten, ist bis an die Zähne bewaffnet und darf offiziell gar nicht existieren.
Der Verlag JNK (Jurgeit, Krismann und Nobst) sorgt mit dieser auf 999 Exemplare limitierten Blueberry-Sonderausgabe für eine „Weltpremiere“: Erstmals besteht für die Blueberrys-Fans die Möglichkeit, die ersten neun Jugendgeschichten in einem Band versammelt in der Form zu lesen, wie sie ursprünglich für die Taschenbuchreihe von „Super Pocket Pilote“ angelegt worden sind.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reitet ein Chinese über die unendlichen Prärien des amerikanischen Westens: Es ist John Chinaman.
In der Reihe „Die Jugend von Blueberry“ erlebt der Held, mit Ausnahme der Kurzgeschichte „Jagd in der Sierra“, seine Abenteuer während der Zeit des Sezessionskrieges (1861-1865). Seine Jugendabenteuer führen ihn zu allen wichtigen Kriegsschauplätzen und sind von militärischen Aktionen und Aufträgen geprägt.
Obwohl das Lucky Luke Album "Der Kunstmaler" schon seit einiger Zeit auf dem Markt ist habe ich es mir erlaubt, eine Rezension darüber zu schreiben und es zu bewerten. Wenn ihr es nicht schon besitzt kann euch dieser Text ja vielleicht zu einem Kauf bewegen...
Die kanadischen Mounties sind eine ganz besondere Spezies. In einer weitestgehend schwer zugänglichen Wildnis sollen sie für Recht und Ordnung sorgen und das dies oft kein Zuckerschlecken war zeigt uns die spannende Comic-Reihe Trent von Rodolphe & Léo.
Geboren am 1. Dezember 1923 als Maurice de Bévère in Courtrai (Belgien), begann er 1944 im Trickfilmstudio C.B.A. zu arbeiten und zeichnete ab 1945 für das belgische Magazin "Le Moustique" u.a. über 300 Titelbild-Illustrationen. Bereits 1947 erschien im "Spirou-Almanach" die erste LUCKY LUKE-Geschichte unter dem Titel "Arizona 1880".
An dem letzten Band dieser Serie (Bd.37: Der Pfad der Verfluchten) hat Heiner ja kein gutes Wort gelassen. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, aber jedem seine Meinung. Jedenfalls liegt jetzt die Fortsetzung dieser Geschichte vor und auch diesmal fühlte ich mich gut unterhalten.
Der Titel dieses Comics lautet eigentlich "Blueberry Band 37: Die Jugend 11" und das sagt schon so einiges. Ohne Codebuch (das in diesem Album immerhin als Anhang enthalten ist) blickt bei dieser Serie kein Mensch mehr durch.

Was ist, wenn in der Prärie Eisenbahn-Schwellen aufstehen und versuchen, die Schienen davon zu überzeugen bei der Rebellion mitzumachen. Was ist, wenn Farmermöbel ihre Besitzer zerquetschen und sich den Schwellen anschließen? Was ist, wenn Haushaltsgegenstände Journalisten mit alten Vorderladern in Schach halten?
Wer regelmäßiger Leser dieser Seiten ist, der hat inzwischen mitbekommen, dass ich ein Liebhaber der franko-belgischen Comics bin. Ich stürze mich auf so ziemlich alles, was mir von der Sorte zwischen die Finger kommt und bin immer wieder traurig wenn ich darüber nachdenke, dass es die vielen guten Comics dieses Genres heutzutage so schwer haben und größtenteils nur eine Randexistenz führen.
Der neueste Blueberry, der bei uns kurz vor der Albumausgabe in "Zack" abgedruckt wurde, präsentiert den dritten Teil einer vierteiligen Miniserie namens "Mr. Blueberry", die hauptsächlich im aus vielen Western bekannten Tombstone spielt.
Immer wieder sind es kleinere Verlage die dankenswerterweise Comic-Serien weiterführen oder abschließen, die größere Verlage (hauptsächlich Carlsen) einfach einstellten. So hat der kleine Pinneberger Epsilon-Verlag bereits 7 Bände der tollen holländischen Serie Franka" herausgebracht und Eckart Schott veröffentlicht zeitgleich mit dem Abschlussband der vierteiligen "Red Road"-Serie auch noch ein ebenfalls von Carlsen ignoriertes "Jonathan"-Album von Cosey.
Ja, ja, wenn man immer nur eine bekannte Serie fortsetzen darf und mit berühmten Charakteren arbeitet, dann setzt sich irgendwann der Wunsch durch, doch auch mal was eigenes zu machen. So gerade geschehen bei den beiden Lucky Luke-Machern Pearce & Léturgie.
Da ist er also wieder, unser geliebter Western-Held Lucky Luke zusammen mit seinem liebenswertenGaul Jolly Jumper in Album No.74. Doch diesmal stehen diese beiden nicht wirklich im Mittelpunkt, sondern mal wieder die Daltons und dazu kommt ein etwas zweilichtiger Prophet, der mit seinen Predigten für jede Menge Verwirrung sorgt. Erstes Opfer ist der verfressene Averell, der urplötzlich nicht mehr ans Essen denkt und seinem neuen Vorbild nun ohne Wenn und Aber folgt.
Schon seit Jahren gehören die Abenteuer von Lucky Luke, dem Westernhelden, der schneller als sein Schatten schießt, zu meinen Lieblingen. Zwar gab es immer wieder mal Ausfälle, aber im Durchschnitt liegt die von Morris und Goscinny zum Erfolg gebrachte Serie deutlich über dem Durchschnitt.
J.B.Bone ist ein gefährlicher Mann, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Auf der Fluch vor den Jägern bekommt er unversehens Begleitung: ein kleiner taubstummer Junge hängt sich an seinen Rockzipfel und was Bone auch tut, er wird ihn nicht los. So ist er nicht mehr allein bei dem Versuch die Leiche seines besten Freundes nach Kaiser Rock, Montana zu befördern, wo sie neben der Geliebten des Toten begraben werden soll. So beginnt ein spannender neuer Western aus der Feder von Foerster und Berthet (Pin-Up).
Die Ranch von Comanche wird von einer Gruppe Cheyennes überfallen, deren Stamm entgegen der geschlossenen Verträge nicht mit Lebensmitteln versorgt wird und deshalb die für die Eisenbahn-Arbeiter bestimmten Rinder auf der Ranch 666 stehlen wollen. Da nur der Häuptling mit ihnen über den Sachverhalt reden kann, begleiten Red Dust und Comanche den Trupp in das Reservat.
Schon ziemlich schwer da noch durchzublicken, denn der 35. Blueberry-Band präsentiert nun schon das zehnte Jugendabenteuer. Nachdem die erfolgreiche Euro-Westernserie Anfang der sechziger Jahre von Jean-Michel Charlier und Jean "Moebius" Giraud gestartet wurde, produzierten die beiden auch noch einige erheblich gröber gezeichnete Abenteuer des jungen Südstaatlers Blueberry.
Irgendwann, vor einigen Jahren, erblickte ein häßlicher, dummer Hund das Licht der Welt in den Seiten von "Lucky Luke". In unregelmäßigen Abständen tauchte dieser Hund namens Rantanplan (was für ein selten dämlicher Name)(es ist eine Verballhornung von rintintin, du Nase! - aks - So what? Außerdem kennt den Namen hier keiner- svl) dann in der Serie auf und sorgte für Chaos und Vergnügen, wo immer er seinen faulen Körper hin bewegte.
Nach den letzten Lucky Luke-Abenteuern und den katastrophalen Rantanplan-Soloalben war zu vermuten, dass das neusten Abenteuer mit dem mittlerweile ja nur noch Strohhalm-rauchenden Cowboy eine ähnlich lustlose Angelegenheit werden würde. Doch der willige Leser wird angenehm enttäuscht.
Als ich das Cover sah, dachte ich erschreckt: "Hilfe, hier will einer Blueberry kopieren!". Die Ähnlichkeiten sind wirklich frappierend. Während die Zeichnungen auch im Heft eine Ähnlichkeiten mit denen von Giraud haben (man gewöhnt sich dran), wendet sich die Geschichte glücklicherweise nach einem kurzen Abstecher in den wilden Westen anderen Orten und Zeiten zu. Einen ernsthaften Kopierversuch hätte ich auch nicht ertragen.
Irgendwo in den unendlichen Weiten des Wilden Westens hält ein pferdeloser Cowboy eine Kutsche an um zur nächsten Stadt zur gelangen. Der einzige Passagier beginnt einen Streit mit dem Cowboy und verliert das anschließende Duell gegen den Rothaarigen. Bei dem Toten handelt es sich um einen Auftragskiller, der in Greenstone für den Juristen Cathrell die neue Besitzerin der Ranch 666, Comanche, und deren Vormann aus dem Weg räumen sollte.
Es gibt einige leuchtende Sterne im Comic-Universum und "Der Stern der Wüste" von Desberg & Marini ist ein solcher! Western und Action-Thriller in einem. Neben der fesselnden Western-Atmosphäre, gibt es eine spannende Geschichte, die im vorliegenden zweiten Teil noch besser wird. Ein Umstand der nicht oft zu finden ist!
Aber hallo, ein neuer Western aus Frankreich, der wirklich voller frischer neuer Ideen steckt:
Pünktlich zur Buchmesse in Frankfurt wird auch wieder unser aller Lieblings-Cowboy aus der Versenkung geholt der dann im "OK Corral" ein neues Abenteuer erleben darf.
Warrens Schwur zu beschreiben ist gar nicht so einfach. Die Geschichte ist so vielschichtig und komplex, so dass sie sich einer schnellen Inhaltsangabe entzieht. Das Schicksal von Vater und Sohn Wednesday (beide heißen Warren) wird nicht in einer einfachen Chronologie erzählt, sondern in mehreren Ebenen parallel. Die beiden Macher wechseln bei der Beschreibung der Erlebnisse der Protagonisten dauernd die Erzählperspektive und springen zwischen den Zeiten hin und her.
Der erste Teil dieser neuen, auf fünf Bände angelegten Serie, erzählt die Geschichte einer Rache. Warren Wednesday, Anführer einer Navajo-Gruppierung, wird 1967 wegen Mordes zum Tode verurteilt und ein Jahr später in der Gaskammer hingerichtet.
Er sieht aus wie Sean Connery und ist die zentrale Figur in Stephen Desbergs und Enrico Marinis neuer Western-Serie "Der Stern der Wüste". Er heißt Matthew Montgomery, ist ein Mann in den besten Jahren, mit Frau, Tochter und Büro-Verhältnis, doch sein Leben wird durch eine grausame Tat erschüttert. Seine Tochter und seine Frau werden vergewaltigt und ermordet. Der einzige Hinweis ist ein Stern, den die Täter der Tochter mit einem Messer in die Haut geritzt haben.
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