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geschrieben von M.Hüster am Mittwoch, 10. Mai 2006 (6331 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Der große belgische Comic-Autor


Jean-Michel CharlierJean-Michel Charlier wird am 30. Oktober 1924 in Lüttich/Belgien geboren. Mit fünf Jahren entdeckt er das Magazin Tintin und kommt somit erstmals mit dem Medium Comic in Berührung. Er studiert Rechtswissenschaften an der Universität von Lüttich. Noch während seiner Studentenzeit arbeitet er ab 1945 für die Presseagentur World Press. Gründer der Agentur ist Georges Troifontaines, ein Vertreter der belgischen Druckerei- und Verlegergruppe Dupuis, deren Publikationen wie z. B. Spirou und Risque-Tout er hauptsächlich beliefert.

Bei World Press trifft der Jurastudent Charlier 1946 erstmals Victor Hubinon, mit dem er im gleichen Jahr im Rahmen der Serie Oncle Paul in Spirou die Story L’Agonie du Bismarck veröffentlicht. 1947 debütieren Charlier und Hubinon mit dem Flieger-Comic Buck Danny. Charlier schreibt das Szenario und zeichnet die Flugzeuge und Schiffe.
Inzwischen promovierter Jurist, wendet er sich aus Leidenschaft dem Comic zu. Er geht gemeinsam mit Weinberg und Hubinon nach Brüssel und teilt sich mit ihnen für die Dauer von drei Jahren eine enge Unterkunft. Obwohl zunächst nicht sehr begeistert, gibt Charlier auf Anraten seiner Freunde das Zeichnen auf und widmet sich nur noch den Szenarios.
Die Jugend von Blueberry
Charlier hat inzwischen neue Pläne: er möchte Pilot werden. Mit Hubinon richtet er ein altes Flugzeug her, das er in England entdeckt hatte. Er widmet sich dem Studium eines belgischen Fliegerhandbuchs aus der Vorkriegszeit und macht 1949 den Pilotenschein. Von nun an ändert sich das Leben für ihn: während in der Woche weiterhin an Comics gearbeitet wird, erfolgen am Wochenende Flugeinsätze.
Während des Korea-Krieges verpflichtet die belgische Fluggesellschaft Sabena Charlier als Kopilot für DC 3 und Convair. Nach einem Jahr kommt Charlier zu dem Ergebnis, das dass Handwerk des Linienpiloten stark dem eines Busfahrers ähnelt und quittiert den Dienst. Er zieht nach Paris und widmet sich verstärkt seinem Comic-Enthusiasmus.
1950 entsteht Tiger Joe für „La Libre Junior“ (Zeichnungen: Hubinon). 1951, Buck Danny ist bereits eine Erfolgsserie, kreiert Charlier neue Comics oder übernimmt bestehende Storys: La Patrouille des castors mit Mitacq, Marc d'Acier mit Paape, Mermoz und Surcouf mit Hubinon und Valhardi mit Gillain. Außerdem schreibt Charlier neue Szenarios für die Serie Oncle Paul.

Ebenfalls 1951, Charlier ist zu dieser Zeit künstlerischer Leiter bei World Press, begegnet er Goscinny und Uderzo, den späteren Asterix-Autoren. Gemeinsam mit Uderzo nimmt er dessen Abenteuerserie Belloy für die Tageszeitung La Wallonie wieder auf.
Ende 1955 und Anfang 1956 kommt es zu verschiedenen Treffen von Comic-Autoren, die bei den belgischen Verlagen Dupuis, Casterman oder Lombard unter Vertrag stehen. Gemeinsam beschließt man, die Arbeitsbedingungen im Comic-Handwerk zu verbessern und verfasst eine Charta, die dazu führt, dass ausgerechnet René Goscinny ohne ersichtlichen Grund von Troifontaines gefeuert wird. Charlier und sein Kollege Uderzo solidarisieren sich mit Goscinny und trennen sich von World Press/Dupuis.
Gemeinsam mit seinen Kollegen Uderzo, Goscinny und Jean Hébrard beschließt Charlier 1956, eine neue Existenzgrundlage zu schaffen und eigene Werbe- und Presseagenturen zu gründen: Edipresse und Edifrance.
Mit Uderzo entstehen einige realistische Comics. So produzieren sie z.B. komplette Storys für die Wochenzeitschrift Pistolin im Auftrag der Schokoladenfabrik Pupier und die Serie Clairette für die beliebte Wochenzeitschrift Paris-Flirt. Bereits im Sommer des Jahres 1956 unternimmt Edipresse einen ersten Versuch, ein eigenes Magazin auf den Markt zu bringen, für das Charlier und Uderzo die Fliegerstory Banjo 3 ne répond plus! beitragen. Der Versuch kommt über eine „Nullnummer“ nicht hinaus.
1959 kommt dann die große Stunde: Zusammen mit den Kollegen Goscinny und Uderzo sowie dem Werbefachmann Francois Clauteaux und dem Pressechef von Radio Luxemburg, Raymond Joly, gründet Charlier das Jugendmagazin Pilote.
Tanguy und Laverdure 19: In serbischer Gefangenschaft
Für Pilote erfindet Charlier gemeinsam mit Uderzo die Fliegerstory Tanguy & Laverdure, Barbe-Rouge mit Hubinon, Jacques le Gall mit Mitacq und Guy Lebleu mit Poïvet. Er schreibt außerdem Dialoge für Tanguy & Laverdure und den Teufel der Karibik für Radio Luxemburg. Nach einem furiosen Start von Pilote gerät das Projekt jedoch relativ schnell ins Schlingern. 1961 wird Pilote vom Verleger Dargaud übernommen und von den beiden Chefredakteuren Charlier und Goscinny wieder auf Kurs gebracht.
Ab 1962 unternimmt Charlier umfangreiche Reisen, u.a. in die USA. Diese hindern ihn aber nicht daran, gemeinsam mit Jean Giraud 1963 für Pilote die Westernserie Blueberry zu kreieren und diese bis zu seinem Tod im Jahre 1989 (und dem Album Arizona Love) fortzuführen.
Eine besondere Vorliebe des Autors gilt jedoch dem Fernsehen. Unter seiner Beteiligung entsteht die Serie Chevaliers du ciel.
1972 verlässt Charlier die Pilote-Redaktion und das Magazin. Im gleichen Jahr schreibt er die Dossiers noirs für La chaîne 3, eine Serie, die Persönlichkeiten oder Ereignissen gewidmet ist, die noch ein Geheimnis umgibt: die Affäre Stavisky, Al Capone und die Morde an J.F. Kennedy oder Martin Luther King.
Recherchen, Szenarios, Dreharbeiten, Interviews, Kommentare und anderes: Charlier macht mit dem ihm eigenen Talent und seiner besonderen Begeisterung alles selbst. Er arbeitet erneut eine Zeit lang für das Fernsehen, bevor 1976 mit Jean Giraud für das Magazin Métal Hurlant der Western Jim Cutlass entsteht.
Von 1976 bis 1978 übernimmt er die Chefredaktion von TINTIN. Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit TINTIN wechselt er mit seinen Serien zum deutschen Comic-Magazin ZACK. Gemeinsam mit Victor de la Fuente kreiert er die Western-Serie Los Gringos.
Die Jugend von Blueberry
Mit scheinbar unermüdlichem schöpferischen Einsatz schafft der begabte Autor ein Lebenswerk von insgesamt mehr als 450 Szenarios und Dialogen in den Bereichen Comic, Radio und Fernsehen. Der große belgische Comic-Autor Jean-Michel Charlier stirbt am 10. Juli 1989 im Alter von 64 Jahren.
 
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