Die Disneys: Disney Paperback - No.1
Ausflüge nach Ägypten Edel sieht er aus, dieser dicke Wälzer, den uns Ehapa da vorsetzt. Ein strahlender Donald-Kopf mit einer ägyptischen Kopfbedeckung vor ein einem schönen blau-melierten Hintergrund, eine goldglänende Prägeschrift verrät, dass man die Abenteuer von Duckanchamon auf den weit über 400 Seiten finden kann. So weit, so verheissungsvoll.Innen drin geht es dann auch sehr schön los: Nach einem kurzen, etwas überraschten Blick aufs Inhaltsverzeichnis (erklär ich gleich) lernen wir den Pharao kennen, seinen Hofschreiber Papyrosis und seinen Schatzmeister Knauseris (niemand anders als Dagobert). Man erwartet eine Geschichte, in der diese Figuren die Hauptrolle spielen, aber oh Wunder! Stattdessen landet Donald alias Duckanchamon in einer kopfstehenden Pyramide, trifft dort auf den Erfinder Düsen-Triebis, und lässt sich an dessen Maschine für sprechende Hieroglyphen anschliessen. Und alles, was danach kommt, wird dem Leser als Phantasie des schläfrigen Herrschers verkauft, der an die Hieroglyphen-Maschine angeschlossen wird. Leider erst ganz am Ende treffen wir die Personen des Prologs wieder.
Alles was dazwischen kommt hat Ägypten zum Thema und zwischen 4 bis 39 Jahren auf dem Buckel. Die Geschichten stammen allesamt aus der italienischen Disney-Schmiede und sind von der Qualität her sehr unterschiedlich. Vor allem die Stories mit Mickey Mouse und Goofy fand ich sehr nervend. Diese dauernden Zeitreisen und die beknackte Verschwörung der Sekte von Osiris zogen sich ziemlich in die Länge und waren nur bedingt unterhaltsam. Die Geschichten um die Ducks dagegen waren kurzweilig und ich habe sie wirklich gerne gelesen. Ok, ich geb' zu, dass ich mit Mickey noch nie was anfangen konnte und Donald immer schon mein Favorit aus Entenhausen war; nach der ektüre dieses Taschenbuches weiß ich nun auch wieder wieso. Donald ist einfach nett, sympathisch und liebenswert, Mickey dagegen hat für mich keine Eigenschaft, die ich an ihm mag. Besonders mochte ich "Der Koloss von Abu Simbel" (1961) und "Donald und die Pyramide von Imhotep" (1996). In beiden spielen die Panzerknacker eine nicht unerhebliche Rolle und wie sie am Ende mal wieder verlieren, ist richtig nett erzählt. Schön war, dass die Geschichten nicht in zu hohem Tempo erzählt wurden; Abu Simbel ist 44 Seiten lang, Imhotep sogar 64. So kann man sich ganz auf die Entwicklung der Story konzentriern und wird nicht so schnell wieder in ein neues Abenteuer geworfen.
Insgesamt ist Duckanchamun ein Comic, der sich nur bedingt lohnt. Nur für Fans beider Figuren wird es ein erquickliches Erlebnis sein, alle anderen werden die eine oder die andere Hälfte der Geschichten voraussichtlich nicht mögen. (svl) Disney Paperback No.1: Duckanchamun - Im Tal der Enten Text:Brunno Enna, Claudia Salvatori, Giorgio Pezzin, Romano Scarpa, Rodolfo Cimino, Staff di Iff, Carlo Gentina, Maria Luisa Ciceri, Allessandro Bencivenni und Bruno Sarda Zeichnungen: Salvatore Deiana, Gian Paolo Soldati, Guido Scala, Romano Scarpa, Giorgio Cavazzano, Staff di Iff, Sergio Asteriti und Giampiero Ubezio 448 Seiten, Taschenbuch Ehapa, 14.80 DM, 108.- öS Oktober 2000 ISBN-No. 3-7704-1190-0 Den Comic sofort bei amazon.de kaufen. Mehr von Disney: Disney Paperback - No.2: Der Dax der Ducks Dagobert wird 50 Barks Library - Bd.40 Barks Library - Bd.45 Barks Library Special - Onkel Dagobert Bd.4 Barks Library Special - Onkel Dagobert Bd.16 Barks Library Special - Onkel Dagobert Bd.18 Don Rosa: Onkel Dagobert Bd.18 Don Rosa - Onkel Dagobert Bd.21 Don Rosa - Onkel Dagobert Bd.25 Duckanchamun - Im Tal der Enten Disney Weihnachtsalbum No.2 |
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Edel sieht er aus, dieser dicke Wälzer, den uns Ehapa da vorsetzt. Ein strahlender Donald-Kopf mit einer ägyptischen Kopfbedeckung vor ein einem schönen blau-melierten Hintergrund, eine goldglänende Prägeschrift verrät, dass man die Abenteuer von Duckanchamon auf den weit über 400 Seiten finden kann. So weit, so verheissungsvoll.
Und alles, was danach kommt, wird dem Leser als Phantasie des schläfrigen Herrschers verkauft, der an die Hieroglyphen-Maschine angeschlossen wird. Leider erst ganz am Ende treffen wir die Personen des Prologs wieder.
Besonders mochte ich "Der Koloss von Abu Simbel" (1961) und "Donald und die Pyramide von Imhotep" (1996). In beiden spielen die Panzerknacker eine nicht unerhebliche Rolle und wie sie am Ende mal wieder verlieren, ist richtig nett erzählt. Schön war, dass die Geschichten nicht in zu hohem Tempo erzählt wurden; Abu Simbel ist 44 Seiten lang, Imhotep sogar 64. So kann man sich ganz auf die Entwicklung der Story konzentriern und wird nicht so schnell wieder in ein neues Abenteuer geworfen.










Maqz(10)
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