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geschrieben von ReinholtReitberger am Donnerstag, 21. Dezember 2000 (7116 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht
Cover

Lustiges Börsenspiel?

Dagobert Duck als Inkarnation des Gottes Mammon führt den Leser in die Geheimnisse des Aktiendschungels ein. Von Titel und Aufmachung her macht "Onkel Dagobert - Der Dax der Ducks" richtig neugierig. Comics sind als vorzügliches Lehr - und Lernmedium bekannt, aber wer ist hier die Zielgruppe?

Die Unterzehnjährigen werden von der Jagd auf den Dax (ja, uralt, ich weiß) wenig Sinnvolles erfahren, denn wenn sich Dagobert hier in der Titelgeschichte entschließt, an die Börse zu gehen, ist im Handumdrehen sein Geldspeicher mit Aktien statt mit Talern gefüllt. Nicht jedes Detail der ersten Geschichte in diesem Buch ist wirklich lehrreich. Immerhin werden viel Börsenbegriffe in dieser Geschichte erläutert.
Aber vielleicht ist dieses, mit 14.80 DM leicht überteuerte Taschenbuch ja eher für Jungbörsianer gedacht, die sich zwischen Baisse und Hausse kurz entspannen wollen. Die geschäftstüchtigen Schwaben vom Ehapa Verlag bieten hier jedenfalls einen Schnellkurs der Comicmarktgesetze: Sie haben kurz vor dem Umzug nach Berlin schnell noch elf alte bis uralte Dagobert-Geschichten aus Italien zusammengefasst und mangalike als 400-seitiges Taschenbuch auf den Markt geworfen. Aber gerade mal 37 Seiten von diesen 400 halten, was Umschlag und Titel versprechen. Etwas wenig. Ein bekennender Alt-Barks-ianer wie ich es nun einmal bin, fängt da an zu nörgeln.
Dagobert badet in Aktien und fühlt sich wie ein YuppieErfreulich und ehrlich sind die Quellenangaben am Ende des kleinen Wälzers. Obwohl sich unter den Zeichnern gar Comiclegende Luciano Bottaro (Von "Heiterer Fridolin" bis Kauka) befindet, sind neun der elf Geschichten schlicht belanglos. Die älteste Story ist von 1966, die jüngste von 1996. Alle drehen sich wie bei Dagobert üblich schon im weitesten Sinne ums Geld, passen aber trotzdem nicht zum Titel und den hypeartigen Versprechungen auf dem Rückumschlag. Der Originaltitel der italienischen Ausgabe war übrigens "Dollars und Goldklumpen", was natürlich den Leser viel weniger in die Irre führt.
Nun gut, hierzulande ist so eine Nasführung des Käufers wohl notwendig. Lesenswert und genial gezeichnet in diesem Buch ist allein die letzte Story "Die Hochzeit von Dagobert Duck". (Szenario und Zeichnungen von Massimo de Vita). Die Italiener haben ja das Barks'sche Universum um einen ganz eigenständigen Kosmos erweitert. Hier nun hechelt Gitta Gans nicht gans, äh ganz, zeitgemäß hinter Dagobert her, wie weiland Lois Lane hinter Superman. Aber es ist lustig zu lesen, wie Gitta Gans, die wie Daisy allerdings eine Ente ist, (wieso nicht "Gitta Glitzah"?) den alten Geizkragen bis zum Traualtar, wenn auch nicht weiter, zerren kann.
Die Beinahe-HochzeitDie Grundidee mit dem kleinen Grundstück, das Dagobert unbedingt benötigt, geht natürlich auf Barks zurück. Damals war Gustav Gans der störende Eigentümer. Allein diese Geschichte entschädigt ein wenig für den schwachen Rest des äh, Werkes.
Fragt sich eigentlich nur noch, woher bei dieser ersten Auflage von "Der Dax der Ducks" die Jubelzitate auf dem Rückumschlag stammen. Hat die "Zeit" das vernachlässigbare Buch wirklich als "unverzichtbares Vergnügen" eingestuft und stand wirklich in der "Bunten", dieser Comic wäre "lehrreich und witzig"? Die Macher von Ehapa werben gar mit: "Der vergnügliche Parforceritt durch die Hypes und Crashs der internationalen Finanzwelt"!! Vielleicht haben sie ja ihr eigenes Buch nicht gelesen und bei "Bunte" und der "Zeit" versteht man nichts von Comics. Damit wäre einiges erklärt, aber nicht entschuldigt. (rr)
PS: Das erste Disney Paperback "Duckanchamun" war übrigens auch nicht so 100% überzeugend. Aber verkaufen tun sich beide wie blöd. Mal sehen, wie's weiter geht. (svl)
Disney Paperback Band 2: Onkel Dagobert - Der Dax der Ducks
Text: Paolo Crecchi, Rodolfo Cimio, Romano Scarpa, Fabio Michelini, Luciano Bottaro, Giorgio Pezzini, Massimo de Vita
Zeichnungen: Paolo Crecchi, Romano Scarpa, Lucio Leoni, Luciano Bottaro, Giovan Battista Carpi, Lara Molinari, Giorgio Cavazzano, Massimo de Vita
400 Seiten, Taschenbuch
Ehapa Verlag, 14.80 DM, 108.- öS
Dezember 2000
ISBN-No. 3-7704-1191-9


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Der Dax der Ducks | Benutzeranmeldung | 1 Kommentar
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Re: Der Dax der Ducks (Wertung: 1)
von ComicKopf am 16.04.2002, 17:01 Uhr

(Benutzerinformation | Nachricht senden) http://www.comicheaven.de
Anscheinen ist das einzige, was sich an diesem Buch lohnt das überaus schöne Cover :)