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geschrieben von Anonym am Montag, 01. Oktober 2001 (5345 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Leseprobe


Copyright Heike Clausen

1



Inmitten einer wunderbaren Hügellandschaft

weit weg von der Stadt, in

der du lebst, liegt, umgeben von Wiesen,

Feldern und kleinen Waldgruppen

ein kleines Dorf.

Die Menschen dort leben seit Generationen

in Harmonie und Liebe miteinander,

und einer ist für den anderen da.


Es gibt dort keine Unterschiede wie zum

Beispiel 'Arm und Reich'.

In diesem kleinen Dorf sind alle Menschen

gleich. Und wenn es wirklich einmal

vorkommt, dass irgend jemand ein

Problem hat - egal welcher Art -, dann

wird es sofort 'gemeinsam' gelöst.

Die Kinder gehen in einen Kindergarten

oder in eine Gemeinschaftsschule. Und

wenn es das Wetter zuläßt, wird das

Lernen und das Spielen nach draußen unter

freiem Himmel in die freie Natur verlegt.

Denn durch den direkten Kontakt mit der

Natur lernen die Kinder das, was wirklich

wichtig ist im Leben, und erkennen dabei,

was 'Recht' und 'Unrecht' ist.

Seit vielen Jahren ist den Menschen in

diesem Dorf klar, dass die Natur so, wie

sie von Gott erschaffen wurde, der beste

Lehrmeister ist, den man sich für

das Leben nur vorstellen kann.

Die Lehrer der Gemeinschaftsschule und

die Kindergärtnerinnen haben nur ein Ziel:

Gute Wegbegleiter für die heranwachsenden

Jugendlichen und Kinder zu sein.

Wegbegleiter, die ihnen die Chance geben,

selbst zu entscheiden bzw. selbst

zu 'erkennen', was richtig und falsch ist,

damit aus ihnen später einmal Erwachsene

werden, bei denen die Liebe zum

Nächsten ihr Tun bestimmt.

Damit auch die Kinder es an ihre Kinder

weitergeben können.

Also 'sinnvoll' leben und egal. was auch

geschieht, sich eines bewahren: 'Im

Herzen Kind zu bleiben.'

Jeder, der dort lebt, ist mit seinem

Lebensablauf glücklich und zufrieden.

Wenn es einmal vorkommt, was äusserst

selten geschieht, dass die Gemeinde Zuwachs

erhält, das heißt neue Mitbürger,

so werden diese sofort herzlich in die

Gemeinde aufgenommen.

Es ist nicht wichtig, wer sie sind, was

sie sind oder woher sie kommen. Ohne

Vorurteile werden sie angenommen, und

jeder hilft ihnen, damit sie sich in der

Gemeinde wohlfühlen.

Doch was wäre solch ein kleines Dorf

ohne eine 'uralte' Sage, die von Ge-neration

zu Generation überliefert wird?

Es gibt dort keinen, nicht mal ein Kind,

der nicht die Sage von der 'alten Weisen',

jener großen schneeweißen Eule,

die drüben beim alten Sennehaus in der

alten mächtigen Buche lebt, kennt.

Von ihr erzählt die Sage, dass die Eule

schon da war, bevor das Dorf entstanden

ist, und alles gesehen hat, was im

Laufe der Zeit geschah.

Die alten Leute im Dorf erzählen von

ihr, dass sie die 'Hüterin der Welt' sei

und in die Herzen der Menschen schauen

könne.

Einmal im Jahr, nämlich zur Jahreswende,

verwandelt sich diese Eule in ein

menschliches Wesen.

Sie tut dies, um die Dorfbewohner zu

überprüfen, ob ihre Liebe und ihr Glaube

an das Gute noch stark genug sind,

um dem 'Bösen' zu trotzen.

Wenn sie erkennt, dass ein Mensch im

Herzen überschäumt vor Liebe, erfüllt

sie ihm einen Wunsch.

Auch das alte Sennehaus, das am Waldrand

steht, hat sein Geheimnis, von dem

die Dorfbewohner jedoch nichts wissen.

Denn seit jenem tragischen Ereignis vor

zwei Jahren ist niemand mehr dort gewesen.

Deshalb weiß auch keiner, dass

das Sennehaus gar nicht so unbewohnt

ist, wie jeder glaubt.

In diesem Sennehaus lebt der Geist als

Wesenheit des kleinen Benjamin, der vor

zwei Jahren in diesem Haus auf tragische

Weise umgekommen ist.

Als Benjamin starb, war er gerade sechs

Jahre alt. Benjamins Eltern zogen kurz

nach seinem Tod fort, weil sie einfach

nicht vergessen konnten, durch welche

Umstände dies alles geschah.

Benjamin und seine Eltern waren erst

aus der Stadt in das Dorf gezogen, als

Benjamin vier Jahre alt war.

Er stammte also nicht direkt aus die-sem

kleinen Dorf.

Da die Eltern nicht wußten, dass der Geist

von Benjamin noch nicht im Himmel war,

da er sich von diesem wunderschönen

Stück Erde nicht trennen konnte, verließen

sie schon kurz nach seinem Tode das

Haus und zogen in die Stadt zurück.

Sie ahnten beziehungsweise sie wußten

nicht, dass mit dem Tod nicht alles zu

Ende geht, sondern der Geist des Verstorbenen,

wenn er will, bleiben oder

immer zurückkehren kann.

Benjamin hatte einfach nicht vergessen

können, was er in der kurzen Zeit in

dieser Dorfgemeinde erlebt hatte.

Zu schön waren seine Erinnerungen an

die Zeit, wo er noch voller Spaß, Abenteuerlust

und Übermut durch Haus,

Garten, Wald und Felder tobte.

Die vielen Streiche, die er seinen Eltern

spielte, und das Glücksgefühl, das ihn

überkam, wenn er im hohen Gras lag und

zum Himmel schaute, während die Sonne

warm über sein Gesicht streichelte.

Was hat er in seinen Tagträumen, wenn er

im Gras lag, für tolle Abenteuer erlebt!

Doch so schlitzohrig, lausbubenhaft und

voller Streiche, die er gerne ausheckte,

Benjamin auch war, so hilfs-bereit, voller

Liebe und Wärme war er auch, wenn

es darum ging, anderen, speziell Tieren

in einer Not, zu helfen.

Und gerade dies war es, was Benjamin

zum Verhängnis geworden war.

Als er nämlich versuchte, einen jungen

Fuchs, der, hilflos treibend, im Wildbach

schwamm, zu retten, rutschte Benjamin

am schlickigen Ufer aus und fiel

selbst kopfüber ins Wasser.

Zwar schaffte es Benjamin, den Fuchs

zu packen und sich mit ihm wieder ans

Ufer zu retten. Doch durch die Kälte des

Wassers und des abklingenden Winters

sowie wegen des langen Fußweges anschließend

nach Hause erkrankte Benjamin

an einer schweren Lungenentzündung,

von der er sich nicht mehr erholte.

Benjamin starb nach einer Woche.

In der ersten Zeit, nachdem Benjamins

Seele seinen Körper verlassen hatte,

wollte Benjamin es nicht wahrhaben, dass

er gestorben war.

Er versuchte laufend, seinen Eltern begreiflich

zu machen, dass, auch wenn er

tot ist, er trotzdem bei ihnen sei.

Als er nach einer gewissen Zeit die Sinnlosigkeit

seiner Versuche, sich bemerk-bar

zu machen, erkannte, weil seine Eltern

auf keines seiner 'Zeichen' reagierten,

wurde ihm bewußt, dass er ein 'Geist'

war und in einer Welt existierte, die von

den 'Lebenden', wenn sie nicht sensibel

genug sind, niemals wahrgenommen

wird.

Nachdem Benjamin dies bewußt geworden

war, lief er aus dem Haus, in den

Garten - zur alten Buche -, schmiß sich

ins Gras und weinte bitterlich.

Er kam sich so unendlich allein und

verlassen vor.

Doch urplötzlich in sein Weinen hinein

vernahm Benjamin auf einmal eine wohltuende,

warme und liebevolle Stimme,

die ihn seinen Schmerz urplötzlich ver-gessen

ließ.

"Benjamin, Benjamin - weine nicht!

Es wird alles gut, denn es kommt alles

so, wie es im 'Großen Buch des Lebens'

geschrieben steht.

Noch ist es schwer für dich zu begrei-fen,

dass das Leben nach dem Tode

weitergeht.

Du bist nicht allein, denn viele Wesenheiten

in dem Reich, in dem du jetzt

lebst, werden zu dir kommen, wenn du

bereit bist, dieses Leben als Geist zu

akzeptieren.

Du mußt nur jetzt lernen, 'neu' zu leben.

Zu leben in einer Welt, die den Lebenden

so lange verborgen bleibt, bis sie

erkennen, dass es keinen 'Tod' gibt."

Die Sonne schien blendend hell, und

Benjamin konnte nicht so genau sehen,

nachdem er die ganze Zeit geweint hatte.

Doch als er in die Richtung blickte, aus

der die Stimme kam, die so sanft war

und so klar - wie Musik klang sie ihm in

den Ohren -, erblickte er die große weiße

Eule, die ihn mit weisen liebevollen Augen

anschaute.

"Du?" rief Benjamin erstaunt. "Es ist also

wahr, was sich die Menschen aus dem

Dorf über dich erzählen?"

Lächelnd erwiderte die Eule auf Benjamins

erstaunte Frage: "Ja, Benjamin. Sie sind

näher an der Wahrheit, als sie es sich

vorstellen können.

Doch bis zum absoluten Erkennen ist es

noch ein langer Weg für sie."

"Sage mir, Weise, - so heißt du doch, oder?"

fragte Benjamin vorsichtig und hielt ein. Als

die Eule lächelte und mit ihrem Kopf nickte,

fuhr Benjamin mit seiner Frage fort, "Sage

mir doch bitte, warum du so heißt."

Wiederum lächelte die Eule, als sie auf

seine Frage antwortete:

"Weißt du, Benjamin, die Menschen gaben

mir diesen Namen, weil sie Gott einen

Namen gaben, so, wie sie allem, was für

sie geheimnisvoll und unerklärlich ist, ei-nen

Namen geben, damit es für sie erklär-bar

wird.

Erst wenn sie reif sind und die Wahrheit

erkennen, erkennen sie das Unerklärliche

und sich selbst sowie ihren Weg und ihr

Ziel, und begreifen, dass das Leben in

vielfältigen Formen existiert."

"Gut", meinte Benjamin, obwohl er ihre

Worte nicht verstand - noch nicht, "dann

erkläre mir doch, bitte, warum mußte ich

sterben?


 
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