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geschrieben von AndreasDierks am Donnerstag, 24. Dezember 1998 (4221 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Die Wurzel des Hasses



CoverIm Aufnahmebereich des Krankenhauses ist der Bär los, Notfallpatienten werden eilig durch den Flur gerollt, Blutspritzer am Boden, überall stehen Patienten, die geduldig auf eine Behandlung ihrer Verletzungen warten. Zwei Pfleger halten einen alten Mann fest, der wirre Parolen ruft: "Nein, ich werde mich niemals für die Vereinigten Staaten entschuldigen! Mich interessieren die Fakten nicht!"

Der lange, weißhaarige, heruntergekommene Mann trägt eine über dem Knie zerrissene, gestreifte Hose in den Farben der US-amerikanischen Flagge. Man wirft ihn hinaus. Mürrisch und aufgewühlt läuft er durch die Straßen einer amerikanischen Großstadt, vorbei an Pennern, einer offenbar gerade niedergestochenen Frau, bis er in einer Mülltonne etwas Eßbares findet. Böse zitiert er einen Ausspruch des amerikanischen Präsidenten Herbert Hoover, der 1932 davon redete, dass die USA näher am Sieg über die Armut seien, als jemals zuvor irgendein Land.

Und in diesem Stil geht es weiter: mit Ausdauer zählt Steve Darnall auf, was das amerikanische Gewissen belastet. Da wird auf die unmenschliche Behandlung der Indianer, der Schwarzen, der Soldaten eingegangen, wird der Umgang mit Gewerkschaftlern, Gefangenen, Einwanderern angeprangert und die befremdlich aufwendigen Wahlkampagnen vorgestellt, eine Generalabrechnung mit der amerikanischen Geschichte und Gegenwart versucht.

Neben der Hauptfigur, von der bereits oben die Rede war und die das amerikanische Gewissen verkörpert, bedient sich Darnall weiterer Symbole: da steht die Frau Bea für die amerikanischen Ideale, ein an J.R. (Soap-Opera Dallas) erinnernder Wahlkämpfer deutet auf das Intrigenspiel dieser Zunft hin, ein Antiquitätenladen führt in die amerikanische Geschichte zurück.

Beispiel:Alex Ross malt alles in erstaunlich realistischer Weise, so wie man das von ihm kennen und schätzen gelernt hat (s. auch "Kingdom Come"). Enorm. Insgesamt ist diese zweibändige Serie recht beachtenswert, ihr fehlt aber eine Story in dem Sinne, dass außer einem aufrüttelnden Zug durch die Geschichte noch irgendetwas anderes passiert. So entstand ein schönes Gemälde, aber keine erzählerische Glanztat. Zu direkt, zu angereiht. (ad)

U.S. Uncle Sam - 2 Bd.
Text: Steve Darnall
Zeichnungen: Alex Ross
48 Seiten, Softcover
DC Vertigo, 5 US$
Band 1: 1997, Band 2: 1998

U.S. Uncle Sam kommt in Deutschland bei Speed raus:
46 Seiten, Softcover
9.95 DM

 
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