Webcomics - Einführung und Typologie :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
18.11.2017, 01:44 Uhr
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geschrieben von Maqz am Montag, 01. Dezember 2014 (2820 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Erforschung von Online-Bilderwelten - Im Gespräch mit Björn Hammel

Webcomics - Einführung und TypologieEin wissenschaftliches Büchlein (118 Seiten in Postkartengröße) zum Thema Webcomics. Ja darf man das denn? Man darf, und Björn Hammel hat es zusammen mit dem Bachmannn Verlag so umgesetzt. Er führt (...)durch die Geschichte und Entwicklung amerikanischer und deutscher Webcomics von Ihrer Entstehung bis heute." Dabei formuliert er (laut Klappentext) erstmals eine umfassende und anschlußfähige Typologie des Webcomics, die auch die technologischen Bedingungen des Internets miteinbezieht. Die ComicRadioShow hat Björn Hammel mal gefragt, was das alles bedeuten soll...

CRS: Herr Hammel, was hat das alles zu bedeuten?

Das bedeutet, dass ich versucht habe die verschiedenen Erscheinungsformen der Webcomics so zu sortieren, dass möglichst viele Menschen damit etwas anfangen können, z. B. Comicforscher, Medienwissenschaftler, Sprachwissenschaftler, Informatiker und eben auch Webcomic-Zeichner und Fans. Außerdem bringt es meine Überzeugung zum Ausdruck, dass die Medialität der Webcomics stark von den technologischen Bedingungen ihres Trägermediums Computer geprägt wird. Sie lesen Klappentexte? (Anm. des Interviewers: Eigentlich zitiere ich sie nur... ;-))

CRS: Warum Webcomic-Forschung. Was hat Sie an dem Thema gereizt?

Für meine dem Buch zugrunde liegende Thesis im Fach Informatik, das ich berufsbegleitend studiert habe, wollte ich meine Leidenschaft für Comics gerne mit dem Studienfach verbinden. Da lagen Webcomics ganz nah, zumal ich selber um die Jahrtausendwende mit einigen Freunden einen sehr ambitionierten Webcomic veröffentlicht habe (TearTalesTrust).
Besonders spannend finde ich die Frage, die auch ein bisschen der rote Faden des Buches ist, worin sich Webcomics, vom Trägermedium einmal abgesehen, überhaupt von gedruckten Comics unterscheiden können. Meiner Einschätzung nach weisen Webcomics so viele Besonderheiten auf, dass es sinnvoll ist, sie als ein eigenständiges Untersuchungsobjekt zu behandeln.

CRS: Wie kam es zu diesem Büchlein, mit diesem sehr speziellen Thema.
Wie konnten Sie den Verlag von der Publikation überzeugen?

Nachdem mein Thema an der Hochschule angenommen wurde, habe ich schnell festgestellt, dass eine Webcomic-Forschung bisher noch nicht existiert. Also habe ich mich daran begeben, diese Lücke zu schließen, bzw. zumindest mal einen ersten Aufschlag zu versuchen.
Beim Chr. A. Bachmann Verlag, der schon vorher mein Lieblingsverlag in Sachen Comicforschung war, habe ich einfach angefragt: „Könnt Ihr Euch das vorstellen?“. Die Antwort lautete „Ja.“. Soweit die Kurzfassung. Die Langfassung ist natürlich viel spannender, passt aber leider nicht hier hin. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass das Thema gerade in einem positiven Sinne virulent ist.

Chr. A. Bachmann Verlag

CRS: An wen richtet sich Ihr Buch in erster Linie? Wissenschaftler oder
interessierte Webcomic-Konsumenten?

Ich glaube, das passt für beide Zielgruppen gut. Die erwähnte Anschlussfähigkeit macht es für Wissenschaftler interessant. Zudem bilden Definition, Geschichte und Typologie meiner Einschätzung nach eine ganz aufgeräumte Grundlage, von der aus das Feld weiter wissenschaftlich erkundet werden kann.
Die Geschichte der Webcomics, viele konkrete Beispiele und die Beschreibung der besonderen Möglichkeiten von Webcomics bieten aber auch den interessierten Webcomic-Konsumenten einigen Lesestoff. Wer sich nicht so sehr dafür interessiert, wie Comics funktionieren, steigt am besten direkt bei der Geschichte der Webcomics ein und überspringt die Grundlagen.

CRS: Wie würden Sie selber die aktuelle Situation der Webcomics in
Deutschland beschreiben und wie Bewerten?

Hm, das kommt wohl ein bisschen auf die Perspektive an. Ich glaube, es bleibt weiterhin schwer, als unabhängiger Webcomic-Künstler zu finanzieller Unabhängigkeit zu gelangen. Auch wenn es für kreative Köpfe im Web sicherlich mehr Möglichkeiten gibt, auf sich aufmerksam zu machen, als das im Printbereich der Fall ist, so verdient auch im Netz nur Geld, wer den Mainstream bedient. Das sehe ich erst einmal ganz wertfrei. Wer besondere Kunst macht, kann nicht erwarten, gewöhnlichen Geschmack zu bedienen.
Andererseits hat die „Szene“ nicht zuletzt durch die Comic Solidarity einen echten Aufschwung erlebt. Es etablieren sich Vertriebsformate wie mycomics.de oder Kwimbi, es gibt sehr engagierte und rührige Persönlichkeiten wie Johanna Baumann, Sarah Burrini, Johannes Kretzschmar u.a. und auch die theoretische Auseinandersetzung mit Webcomics hat zugenommen. Entsprechend findet der heutige Nachwuchs schon ein paar Strukturen vor, die einen Einstieg leichter machen dürften, als das z. B. vor 10 Jahren der Fall war. Mein Eindruck ist zudem, dass die Webcomic-Community größtenteils einen sehr freundlichen und offenen Charakter hat.
Als Trend für die nächsten zwei bis drei Jahre sehe ich: fortschreitende Professionalisierung, weitere Vernetzung und in der Folge eine weiter steigende öffentliche Aufmerksamkeit – dafür stehen die Zeichen meines Erachtens sehr gut.

CRS: Sehen Sie sich selber eher als Beobachter und Chronist eines
erstaunlichen Web-Phänomens oder machen Sie lieber mehr Werbung für eine
Kunstform?

Ich bin von den besonderen Möglichkeiten der Kunstform Comic, Webcomics inbegriffen, so überzeugt, dass ich glaube, wissenschaftliches Beobachten und Beschreiben ist zugleich auch immer schon Werbung - zumindest sofern es gelingt, diese besonderen Möglichkeiten anschaulich darzustellen. Allerdings glaube ich auch, dass die gedruckten Comics schon ein bisschen weiter darin sind, das erzählerische Potential umfassend auszuschöpfen. Dafür bieten die besonderen erzählerischen Möglichkeiten in Folge der Digitalisierung meiner Einschätzung nach immer noch eine Menge ungenutztes Potential.

CRS: Welche Webcomics haben Sie bei der Recherche am meisten
beeindruckt? Und warum?

Es gibt eine ganze Menge Zeichnungen und Geschichten, die mir aufgrund persönlicher Vorlieben sehr gut gefallen. Bedingt durch meine spezifische Perspektive finde ich aber verschiedene Phänomene fast noch beeindruckender als einzelne, konkrete Comics.
Das sind zum einen experimentelle Formen, die sich trauen, neue Dinge auszuprobieren. Hier fällt mir spontan „The Church Of Cointel“von Hannes Niepold und Hans Wastlhuber ein, das schon einige Jahre alt ist. Zwar kommt „The Church Of Cointel“ in meinem Büchlein gar nicht so gut weg, weil ich das Experiment eines gleichzeitig hypertextuellen und interaktiven Comics, der von seinen Lesern weitergezeichnet wird, in manchem Punkten für missglückt halte. Dennoch finde ich die Idee dahinter immer noch großartig.
Zum anderen beeindruckt mich der Community-Gedanke, der, soweit ich das beobachten kann, in der deutschsprachigen Webcomic-Szene ziemlich ausgeprägt ist und recht produktive Ergebnisse zeitigt, seien es die ComicCollabs, seien es gegenseitige Urlaubsvertretungen oder sei es die Comic Solidarity, die auch ein gutes Beispiel dafür ist, wie Theorie und Praxis zusammenfinden können.

CRS: Hat sich die Arbeit zu Ihren eigenen Comics dadurch verändert?

Die eigentliche Arbeit an den Comics nicht. Ich habe mich aber dazu durchgerungen, ein bisschen an der Community teilzunehmen und tatsächlich einen Facebook-Account angelegt. Da ich tendenziell jeder Form von „Szene“ und ganz allgemein auch „Social Media“ gegenüber recht skeptisch eingestellt bin, ist das schon eine beachtliche Nebenwirkung (die ich übrigens noch nicht bereut habe! :-).

CRS: Sehen Sie selbst eine langfristige Trennung der analog produzierten
Druck-Comics zu den elektronischen und Web-Comics?

Eher nicht. Erstens gibt es viele Zeichnerinnen und Zeichner, die gezielt beide Bereiche bedienen und auch viele Comic-Künstler, die nicht als Digital Natives aufgewachsen sind, bewegen sich inzwischen recht sicher im Web. Zweitens versuchen die Verlage weiterhin und mit zunehmendem Erfolg beide Sparten zu bedienen. Ich glaube daher, dass die beiden Bereiche eng miteinander verknüpft bleiben werden.
Ich glaube aber auch, dass die Anzahl derjenigen Comic-Künstler, die ihre Comics ausschließlich für das Web konzipieren und planen und dabei die besonderen Möglichkeiten des Internets berücksichtigen, weiter wachsen wird.

CRS: Werden Comic Künstler/Zeichner/Produzenten sich in Zukunft auf
reine digitale Produktion von Comics konzentrieren müssen und sind
Bleistift und Tuschefeder alsbald (in 10 Jahren) überholt?

Hm. Weiß nicht so recht. Unter wirtschaftlichen Aspekten (geringer Verschleiß der Materialien, „Strg + Z“, leichte Reproduzierbarkeit, schnelles Lettering und schnelle Kolorierung) spricht natürlich einiges für die digitale Produktion und optisch braucht es häufig schon den Profiblick, um überhaupt erkennen zu können, ob eine Zeichnung analog oder digital entstanden ist. Zudem vermischen sich die Produktionstechniken häufig sowieso. Dennoch halte ich es noch immer für leichter, einer Zeichnung eine persönliche Note zu geben, wenn sie analog erstellt wird. Ich selber habe übrigens mehr Spaß daran, analog zu zeichnen als digital. Ich fühle mich dann näher an der Zeichnung. Für Digital Natives gehört so eine Aussage aber vielleicht in den Bereich der Esoterik.

CRS: Ich hatte beim Lesen mancher Passagen (z.B. bei "Webcomic und
multimediale Informationsvermittlung") den Eindruck Sie propagieren
(Web)Comics als nützliches Mittel um "Multimedia" zu lernen. Ein
Nebenaspekt?

Was ich darzulegen versuche ist meine Idee, dass Comics dort, wo sie die beiden Zeichensysteme Schriftsprache und Bild zu einem neuen Zeichensystem miteinander verbinden, im Prinzip multimedialen Charakter besitzen. Da sie darin auf eine über 100-jährige Erfahrung zurückblicken können, glaube ich auch, dass viele Arten multimedialer Informationsvermittlung von diesem Wissensvorsprung der Comics profitieren könnten. In Form der Webcomics findet dieses Wissen nun den Weg ins Web, dem Schmelztiegel multimedialer Informationsvermittlung überhaupt. Da muss doch was gehen!
In meinem Buch findet dieser Aspekt erst gegen Ende, im Kapitel „Ausblick“, Erwähnung und ist in diesem Sinne daher tatsächlich eher ein Nebenaspekt, der allerdings auch locker ein eigenes Buch füllen könnte.

CRS: Sie haben In Ihrem Buch verschiedenen Typen der Webcomics
beschrieben. Warum?

Die mir bekannten Versuche, das Gebiet der Webcomics systematisch zu beschreiben, sind für meinen Geschmack zu wenig darauf bedacht, mögliche Unterscheidungsmerkmale sinnvoll zu klassifizieren und stichhaltig zu begründen. Auf der Suche nach Eigenschaften, in denen sich Webcomics von gedruckten Comics unterscheiden können, finde ich ein solch systematischen Vorgehens jedoch naheliegend und zudem recht praktisch. So konnte ich diese Eigenschaften nicht nur benennen, sondern sie zugleich in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen voneinander abgrenzen. Solange ich Eigenschaften wie z. B. Multimedialität, Hypertextualität und Interaktivität nicht klar voneinander abgrenze, wird mein Erkenntnisgewinn so groß nicht ausfallen können. Betrachte ich eine Eigenschaft wie Interaktivität hingegen isoliert, dürfte es sehr viel leichter fallen, z. B. darüber nachzudenken, welches erzählerische Innovationspotential in dieser Eigenschaft steckt und inwieweit es einzelnen Webcomics gelingt, dieses Potential ausschöpfen.­

CRS: Kann das Webcomic durch seine technischen Möglichkeiten besser
seine Geschichte transportieren, als gedruckte Comics. Wo sehen Sie die
Chancen, wo die Grenzen?

Das ist medienwissenschaftlich betrachtet eine sehr komplexe Fragestellung. Zunächst einmal ganz pauschal formuliert: Ich glaube, wir können uns unbesorgt davon verabschieden, entscheiden zu müssen, ob analoge oder digitale Comics das bessere oder schlechtere erzählerische Potential besitzen. Ich glaube jede Form von Medialität besitzt spezifische Eigenschaften, die ich als Autor kennen muss, um ihr erzählerische Potential virtuos ausschöpfen zu können. Ein Beispiel: Die wunderbaren Möglichkeiten einer Doppelseite in einem gedruckten Comic stehen einem Webcomic natürlich nicht zur Verfügung, dafür eröffnet aber die Loslösung von gedruckten Seitenformaten ganz eigene, neue Möglichkeiten, wie z. B. den im Buch beschriebenen One-Page-Effect oder die von McCloud beschriebene unendliche Leinwand. Für Comic-Schaffende geht es darum, die spezifischen Eigenschaften eines Formates zu kennen und frühzeitig bei der Konzeption von Comics zu berücksichtigen. Im Printbereich gibt es für meinen Geschmack eine ganze Menge Comics, die das so gut machen, dass es ihnen an nichts mangelt und das wird sich auch nicht ändern, nur weil Webcomics weiterhin neue Möglichkeiten entdecken und ausprobieren werden, wovon ich auf jeden Fall ausgehe. Im Unterschied zum Buch ist die Entwicklung des Trägermediums Computer aber noch lange nicht am Ende, so dass Veränderungen und in deren Folge narrative Experimente noch auf lange Sicht Bestandteil digitaler Comic-Kultur sein werden. Da besteht also die Chance, auf bislang noch nicht entdeckte, neue Formen der Erzählens zu stoßen.

CRS: Ihr Fazit sieht die Zukunft des Webcomics stark mit der technischen
Weiterentwicklung des Web verknüpft. Haben Sie schon eine Vision für Ihr
nächstes Buch wohin die Reise gehen kann, oder gar muss?

In einem zeitgleich im Comic! Jahrbuch 2015 erschienenen Artikel habe ich diese Frage u. a. Scott McCloud, Daniel Merlin Godbrey und Ozge Samanci gestellt. Ich schließe mich deren Einschätzung an, dass insbesondere die technologischen Eigenschaften mobiler Endgeräte die weitere Entwicklung der Webcomics in naher Zukunft beeinflussen werden.
Sollte ich selber die Zeit für ein weiteres Buch finden, würde ich den Bogen aber gerne etwas weiter spannen und der Frage nachgehen, inwieweit die vorgeschlagene Typologie so oder ähnlich auch auf andere Formen der Informationsvermittlung übertragbar ist. Die immer noch häufig vorgenommen Trennung von Bild, Text, Bewegtbild und Ton wird den Besonderheiten digitaler und insbesondere multimedialer Informationsvermittlung meiner Einschätzung nach nicht mehr gerecht. Wenn wir für Comics als Verbindung von Bild und Text oder auch als sequentielle Bildfolge postulieren, dass sie mehr als die Summe ihrer Teile darstellen, dann dürfte das auch auf andere Formen der multimedialen Informationsvermittlung zutreffen. Welche neuen Formen hier entstehen oder vielleicht auch schon entstanden sind, das finde ich eine ausgesprochen spannende Frage.
Ein anderes Thema, das mich sehr interessiert, wird in der Regel unter dem Stichwort der Medienkompetenz verhandelt. Auch hier finden die technologischen Bedingungen des Trägermediums Computer bislang zu wenig Berücksichtigung. So gibt es zahlreiche Versuche, sich dem Thema entweder moralisch oder aber mit praktischen Handlungsanweisungen zu nähern, ohne überhaupt die Frage gründlich beantwortet zu haben, mit welcher Art Werkzeug wir es hier eigentlich genau zu tun haben. Leider habe ich viiiiiiel zu wenig Zeit, mich mit diesen spannenden Themen zu beschäftigen.

CRS: Herr Hammel, wo kann man Ihre Comics im Web bewundern?

„Kater + Köpcke“, diverse Cartoons, Informationen zum Webcomics-Buch und anderes mehr gibt es auf meiner Website:
www.badham.de

Der ursprünglich als Webcomic erschienene Comic „TearTalesTrust“ von Harald Lieske und mir wird dieser Tage in einer vollständig überarbeiteten gedruckten Fassung ausgeliefert. Dafür gibt es eine eigene Website:
www.teartales.de

CRS: Haben Sie noch einen Link für unsere Leser, den noch nicht jeder
Webcomic-Fan kennt, aber unbedingt kennenlernen muss?

Das kennen vermutlich schon viele Webcomic-Fans, ich empfehle es dennoch immer wieder gerne: das Webcomic-Verzeichnis unter http://www.webcomic-verzeichnis.de/. Es bereitet mir einige Freude, von dort aus Reisen in die Welt der deutschsprachigen Webcomics vorzunehmen und mich dabei überraschen zu lassen, was ich alles noch nicht kenne.­


CRS: Herr Hammel, vielen Dank für das Gespräch!


Am Besten kauft man sich das Comic beim Comichändler seines Vertrauens
...jedoch...
Webcomics - Einführung und Typologie kann man aber auch hier kaufen

Webcomics - Einführung und Typologie



(c)der Abbildungen beim Ch. A. Bachmann Verlag 2014 und den jeweiligen Künstlern
Das Interview führte Markus Gruber via Mail in 11/2014

 
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