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geschrieben von jochen am Mittwoch, 07. März 2012 (2691 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Einsam im Meer



Die wahre Geschichte vom Untergang der Alexander KiellandDas beim Hamburger Carlsen Verlag ein Comic erscheint der in der Nordsee spielt passt. "Die wahre Geschichte vom Untergang der Alexander Kielland" ist der etwas lange Titel, was im Gegensatz zur Geschichte steht, die sich eher etwas kurz anfühlt. Auf 64 Seiten illustriert Vincent Burmeister die von David Schraven geschriebene Geschichte. Besonders ist das Format, der Band erscheint im quasi albengroßen Querformat. Die Weite der Nordsee auf solch breiten Seiten darzustellen ist eine sehr gute Wahl. Darüberhinaus schaffen Text und Bild ein gutes Zusammenspiel und verstärken gegenseitig ihre Qualitäten.

Eigentlich ist auch die Erzählweise ungewöhnlich, denn es redet und erzählt nur einer: der Ich-Erzähler, der uns von den Geschehnissen auf der Alexander Kielland berichtet. Das dies gut gemacht ist, merkt man daran, dass man die fehlenden Dialoge eigentlich gar nicht merkt. Die Zeichnungen sind so lebensnah, das der Leser zusammen mit dem Bericht ganz nah bei den Personen und deren Handlungen ist.

Die wahre Geschichte vom Untergang der Alexander Kielland

Die Situation hat man so oder ähnlich wohl schon mal gelesen oder gesehen. Eine Gruppe von Männern sind für eine gewisse Zeit von der Außenwelt abgeschnitten. Denn im Winter geht kein Helikopter-Verkehr mehr zwischen der Bohrinsel und dem Festland, für die Zeit bleiben die Männer mehr oder wenig auf sich gestellt. Wobei, es sind nicht nur Männer, eine Frau ist quasi mit dem letzten Flug als neue Ingenieurin dazu gekommen. Und diese gefällt dem Erzähler ganz offensichtlich, und umgekehrt, eine Beziehung nimmt ihren Anfang. Das dies irgendwas mit dem Untergang der Alexander Kielland zu tun haben wird überrascht sicherlich nicht. Wie und was passiert dagegen schon eher, aber das Ganze ist durchweg glaubhaft erzählt, ja, so könnte es gewesen sein.

Die wahre Geschichte vom Untergang der Alexander KiellandDas ist der Gesamtleistung des Teams Schraven und Burmeister zu verdanken. Die Texte sind knapp gehalten, im Durchschnitt vielleicht ein Satz pro Seite. Aber man hat eigentlich den Eindruck mehr gelesen, gehört und erfahren zu haben. Das liegt viel an den Zeichnungen, die eindrucksvoll Stimmungen und Gefühle darstellen. Da ist die schon erwähnte Weite des Meeres, aber auch die Einsamkeit der Männer, alleine dort draußen. Das äußerst arbeitsbetonte Leben, mit viel Routine, wo nicht viel passiert. In ruhigen Bildern beschrieben, aber wo immer mal die Wildheit und Gefährlichkeit des Meeres durchbricht. Es wird viel mit großen Bildern gearbeitet, oft auch Ganzseitig, selten mehr als 2-3 Panels. Wenn man sich als Leser nicht auf die Stimmung einlässt und sich keine Zeit für die Bilder nimmt ist man recht schnell durch den Comic durch.

Alles in allem ein sehr gelungener Comic, auf dessen Lesegeschwindigkeit sich aber nicht jeder einlassen dürfte. Lobenswert das Carlsen diesen Band rausbringt, der nicht gerade den gängigen Erwartungen entspricht, aber wohl gerade deswegen der Beachtung wert ist.


Die wahre Geschichte vom Untergang der Alexander Kielland
von David Schraven und Vincent Burmeister
Carlsen Comics
Hardcover, Querformat, 30,1 x 22,5 cm
64 Seiten, 19,90 Euro


Am Besten kauft man sich das Band beim Comichändler seines Vertrauens
...jedoch...
Die wahre Geschichte vom Untergang der Alexander Kielland kann man auch gerne hier kaufen.


Die wahre Geschichte vom Untergang der Alexander Kielland

(c) der Abb.: Carlsen Verlag und Autoren
 
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