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22.01.2018, 20:48 Uhr
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geschrieben von M.Hüster am Dienstag, 26. Mai 2009 (2536 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

"Damian & Alexander: Der Grüne Jaguar"


Damien und Alexander Thilo Krapp wurde 1975 in Herdecke geboren und wuchs in Hagen auf. Im Alter von fünf Jahren zeichnete er Enten, die auf einer Wild-West-Lokomotive über eine Brücke des Grand Canyon fahren. Enten beschäftigen ihn überhaupt sehr, sie werden fortan in selbst ausgedachten Geschichten noch das Telefon erfinden, den Untergang der Titanic erleben oder Geisterhäuser bewohnen. Nach der Schule absolvierte er den Zivildienst bei der AIDS-Hilfe in Hagen. Danach ging es mit einer Freundin auf einen Kurztrip nach New York, um vor dem Studium noch einmal die große weite Welt zu sehen.
Beim Epsilon-Verlag erschien sein erster langer Comic-Band mit dem Titel "Damian & Alexander: Der Grüne Jaguar". Stilistisch erinnern viele Panels des Comics an Henk Kuijpers Franka. Kein Wunder, ist Thilo doch selbst ein großer Fan der Serie.

Wann entstand bei dir der Berufswunsch, Karikaturist, Zeichner oder Illustrator zu werden?

Thilo Krapp: Hm, mit Zwölf? Ich habe ja schon mit sechs Jahren irgendwelche Comics oder comic-ähnliche Bildergeschichten gezeichnet...

Damien und Alexander

Hast du eine künstlerische Ausbildung gemacht?

Thilo Krapp: Ich habe Kommunikationsdesign in Wuppertal studiert und mich innerhalb dessen auf Illustration spezialisiert. Es war eine sehr schöne Zeit, das Studium, ich hatte einen guten Lehrer.


Besteht deine Vorliebe für Ente weiterhin?

Thilo Krapp: Enten sind meine Lieblingstiere. Danach kommen sofort die Katzen, ich habe ja auch einen Kater, Tommy, der sehr süß ist und den ich sehr liebe. Aber Enten kann man eben nicht in der Wohnung halten. Tja, und früher war ich natürlich ein absoluter Fan von Donald Duck, den ich auch nachgezeichnet habe, klar. Ich habe dann als Kind auch meine eigenen Enten erfunden, die Abenteuer in Comicform erlebt haben.


Wie bist du Comic-Zeichner geworden?

Thilo Krapp: Wie ich Comic-Zeichner wurde? Ich habe zu meiner Jugendzeit regelmäßig Comic-Strips für eine Filmzeitschrift in meiner Heimatstadt gezeichnet. Dann habe ich ein Comiczeichner-Seminar in Erlangen besucht. Aber immer war ich noch nicht „reif“. Mein Debüt verschob sich also auf später. Damian & Alexander ist meine erste lange Comic-Geschichte, die von mir veröffentlicht wird.

Damien und Alexander

Wie entstand die Idee zum Comic "Damian & Alexander: Der Grüne Jaguar"?

Thilo Krapp: Ich liebe alte Wracks, ich liebe alte Ozeandampfer, und ich liebe Abenteuer-Geschichten. Ich wollte schon immer ein schwules Comic-Pärchen erfinden, das eher in klassische Abenteuer-Geschichten verwickelt wird. Da kam dann einfach eins und eins zusammen, und ich habe angefangen, zu schreiben und zu zeichnen. Erst ziemlich wild, dann mit System: Irgendwann auf einer Frankfurter Buchmesse habe ich mich hingesetzt (wie man auf so einer Messe dafür Zeit findet, ist mir heute schleierhaft), und habe die Geschichte geschrieben, das heißt, auch die Dialoge, im Großen und Ganzen. Dann ging es an das Entwerfen der Seiten, was auf welcher Seite passieren soll. Sehr schnell war mir klar: Das wird kein Kurz-Comic...
Eine Inspiration war sicherlich auch der Film „Titanic“, wegen dem Schiff und der tragischen Hintergrundgeschichte. Etwas Ähnliches, nur mit ganz anderem Ausgang, erlebt ja der Vorfahr von Damian, auf dessen Spuren er so ein bisschen wandelt.


Schildere doch bitte kurz Hintergrund und Inhalt von "Damian & Alexander: Der Grüne Jaguar" …

Thilo Krapp: Erst einmal war da die Idee: war schon mal jemand in meiner Familie schwul? Zugegeben, für das hier und jetzt und für mich eigentlich eine eher unerhebliche Frage, aber nicht minder interessant. So kam die Idee, das Damian einen Großonkel hatte, der mit einem Schiff, dass ein New Yorker Playboy in den dreißiger Jahren gechartert hatte, um damit sei-ne Kreuzfahrten zu machen, unterging. Und das von diesem Großonkel nun Tagebücher auftauchten, die eindeutig auf eine Zeit nach dem Untergang datieren. Das wäre alles noch gar nicht mal so spektakulär, wenn der Onkel darin nicht den „Grünen Jaguar“ erwähnen würde, eine kleine Jadestatuette, der man magische – eher böse magische – Kräfte nach-sagt. Man weiß, dass sie sich als Fracht auf dem Schiff befand, weil der New Yorker Playboy sie kaufte, aber sie wurde nie darin gefunden...
Das Wrack der „Victoria Luise“ liegt – als eine Art Super-Ausflugsziel von Wracktauchern – in erreichbarer Tiefe vor einem kleinen Küstenort namens Santa Croce (Italienische Riviera). Aufgrund dieser Tagebücher hat das ozeanographische Institut Kiel Grund zur Annahme, die Statuette vielleicht in der Kabine von Damians Großonkel und dessen Freund zu finden. Die Geschichte spaltet sich also in eine Parallelhandlung auf: Die Frage, was mit Damians Großonkel weiter passiert ist (denn darüber geben die Tagebücher keinen Aufschluss), und die, wo der „Grüne Jaguar“ denn nun wirklich zu finden ist. Wie sich herausstellt, ist der Tauchlehrer, der die Expedition leitet, auch mit Vorsicht zu genießen und nicht ganz koscher, außerdem macht er Alex, Damians Freund, hübsche Augen. Hinzu kommt, dass Damian jetzt durch diese Bücher weiß, dass dieser Onkel schwul war und nun auch, warum er immer totgeschwiegen wurde. Es ist auch eine sehr persönliche Geschichte für ihn.

Damian & Alexander: Der grüne Jaguar

Gibt es Comic-Autoren-Vorbilder für dich?

Thilo Krapp: Ich glaube, nicht wirklich, aber Comic-Serien, in denen Figuren vorkommen, die ich immer gerne mochte. „Sammy & Jack“ eben oder schon auch ein bisschen „Spirou & Fantasio“. Dann mochte ich die Stimmung und den Gehalt der Geschichten in „Asterix“ immer sehr gern. Das waren Geschichten, da konnte man wirklich drin versinken, weil sie auch so menschlich waren. Eine Serie, die mich sehr geprägt hat, war „Franka“ von Henk Kuijpers. Deswegen ehrt es mich auch sehr, jetzt neben dieser Serie im gleichen Verlag Seite an Seite zu erscheinen.

Liest du selbst auch Comics?

Thilo Krapp: „Franka“ eben und immer wieder „Sammy“, gerne auch im Original. Außerdem verfolge ich sehr gerne die Comics hierzulande, und alles, was sich in der Berliner Comicszene tummelt. Und schließlich natürlich die Graphic Novels.

Thilo, vielen Dank für das Interview!


Rezension zu Thilo Krapps "Damian & Alexander: Der Grüne Jaguar"
 
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