Erich Kästner / Isabel Kreitz: Der 35. Mai als Comic :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
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geschrieben von Peixe am Samstag, 22. November 2008 (7328 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Eine Köstlichkeit an Fantasie und Witz


Erich Kästner / Isabel Kreitz:  Der 35. Mai als Comic Erich Kästners vor Humor überquellendes Meisterwerk „Der 35. Mai“ ist von Isabel Kreitz für Comic-Fans erschlossen worden. Und dies ist ganz wunderbar gelungen. Text und Geschichte stammen aus Kästners „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“. Diese mit Fantasie und Humor vollgestopfte Geschichte bietet sich einfach hervorragend für eine farbige Colorierung und fantasievolle Bilder an.



Erich Kästner / Isabel Kreitz:  Der 35. Mai als Comic
„Der 35. Mai“ erzählt von dem Jungen Konrad, der weil er in der Schule so gut rechnen kann, die Hausaufgabe erhält, einen Aufsatz über die Südsee zu schreiben, um auch einmal Fantasie zu entwickeln. Glücklicherweise besucht Konrad just an diesem Tag seinen Onkel, den Apotheker Ringelhuth, und wunderbarerweise ist es der 35. Mai, an dem bekanntlich immer mehr passiert als man sich vorher auszumalen vermag. Und so begegnen Onkel und Neffe einem sprechenden Pferd, das sie auf einer abenteuerlichen und überschäumend chaotischen Reise zur Südsee begleitet. Für einen Aufsatz erlebt die Gruppe mehr als genug, so dass Konrad am Abend glücklich lächelnd einschlafen kann und Onkel Ringelhuth von Konrads Eltern für geisteskrank erklärt wird. (Sagt mal, kennt Ihr die Geschichte etwa nicht? - Unverzeihlich!) Und wer glaubt, die Geschichte ist nur für Kinder, sollte sich darauf einstellen, dass er zwischen einem Feuerwerk an Fantasie, respektloser Überzeichnung und dem Spaß an ganz anderen Verhältnissen mit einem Zwinkern ins Nachdenken geschubst wird über Arbeitslose, die großen Kriegsherren dieser Welt, Erziehungsmethoden und die Automatisierung durch Technik.
Erich Kästner / Isabel Kreitz:  Der 35. Mai als Comic
Von Isabel Kreitz sprechen die Herausgeber protzig als „Deutschlands bester Comic-Zeichnerin“. Ob dem so ist, will ich gar nicht einschätzen, aber 1997 wurde sie als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin ausgezeichnet und „Der 35. Mai als Comic“ ist tatsächlich ausgesprochen köstlich umgesetzt. In der Comic-Szene ist Isabel Kreitz bestens bekannt durch eine Reihe an Publikationen seit Anfang der 90er-Jahre, zuletzt Die Sache mit Sorge – Stalins Spion in Tokio. Als Zeichnerin bei Erich Kästner widmet sie sich der Übersetzung ins Comic-Format mit viel Hingabe und als Hommage an Walter Trier (+1951), der die Bücher Kästners mit Bildern schon damals ansehnlicher machte und 1936 wegen der nationalsozialistischen Politik nach London auswanderte. Ihren Stil passt Kreitz dem Triers ganz bescheiden an und erreicht dadurch, dass man sich als Kenner der früheren Buchausgaben sofort heimisch fühlt und das Gefühl bekommt, die Zeichnungen von damals sind auferstanden, neu lebendig und farbig geworden. Ein feiner Zug!
Erich Kästner / Isabel Kreitz:  Der 35. Mai als Comic
Dem Text Kästners bleibt sie treu, nur ein Detail macht die Hommage an Trier in der Geschichte ausdrücklich sichtbar. Ich muss es gestehen: Ich lese Kästner unheimlich gerne und empfehle niemandem, auf seine Textfassung zu verzichten, weil sich darin jede Menge Wortwitz und zusätzliche Ausführungen finden, die den Comic zu lang gemacht hätten. Aber es gibt durchaus Witz, der durch Kreitz' Bilder subtiler überkommt, weil man ihn in ihren Bildern in Details und Nebensächlichkeiten entdecken darf, während Kästner ihn im Lesefluss direkt präsentieren muss. Von daher gibt es eigentlich nur dreierlei: „Der 35. Mai“ als Buch und Comic besorgen, sich auf einen vergnüglichen Abend freuen und anschließend selber die Fantasie ohne Denkverbote wirbeln lassen.


Der 35. Mai als Comic
Zeichnungen: Isabel Kreitz
Text: Erich Kästner
100 Seiten, Hardcover
Cecilie Dressler Verlag, Hamburg, 16,90 Euro


Bilder/Pages: Cover, 40-41, 66-67


Der 35. Mai als Comic kann man auch gerne hier kaufen



(c) der Abb.: Kreitz und Dressler Verlag

 
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