Nackte Tatsachen aus Amazonien
Sex, Sex, Sex, Sex. Brüste, Hintern, ganz nackte Weiber! Keine Angst, dies ist nicht die neuste Ausgabe von "Peep dich durchs Internet", sondern nur der Aufreißer für diese Rezension von Denis Sire und Jean-Pierre Dionnets Comic "Die Insel der Amazonen", das als drittes in der Splitter-Serie "Das Beste aus Frankreich" erschienen ist. Das Szenario bedient sich aller Elemente der Spionagefilme der 40er Jahre: Die Amerikaner und die Russen wollen die Insel der Amazonen für ihr Land sichern. Da diese aber dem exzentrischen Millionär Charles Weiss gehört, schickt der CIA den amerikanischen Geschichtsprofessor Midnight (Jones war als Name schon vergeben!) und der KGB den jungen Offizier Ivan Volodine. Beide haben eine ausgeprägte Vorliebe für Frauen, die aus einem Bild von Rubens entsprungen sein könnten. Diese Vorliebe wird auf fast jeder Seite des Comics nachgegeben. (gähn - aks) Ivan schlachtet mit einem "Stoßtrupp" einige der Amazonen ab, während
Midnight mit Weiss um die Wette (in alten Rennautos) fährt, damit dieser das Geheimnis der Insel preisgibt. Nach einigem hin und her (sowie rein und raus) fragt sich der Leser bei welcher Seite eigentlich der Sinn dieser Geschichte verlorengegangen ist. (Welcher Sinn - svl) Schließlich endet die Insel in einem atomaren Knall und irgendwie, (fragt mich nicht warum!) überleben Ivan, die Amazonenkönigin und Midnight, der inzwischen zu einem insektenartigen Monster mutiert ist. Schließlich will Ivan (inzwischen unsterblich) mit seiner Amazonenkönigin plus Nachwuchs Präsident der Russischen Republik werden. Da erscheint Midnight und will sich rächen! Natürlich hat er auch JFK umgebracht, aber das ist in dieser Geschichte nur nebensächlich! Hauptsache Brüste, Hintern und ganz nackte Weiber! Witzige Nebenerscheinung: Miss Norma mit den Maßen der Marylin Monroe darf auch (vorwiegend nackt) mitspielen! Interessant ist "Die Insel der Amazonen" aber nicht nur für die Freunde nackter Tatsachen, sondern auch für die Liebhaber knalliger und besonders heller Farben, doch die können die Mängel der Geschichte schwer verdecken! Nachdem ich die ersten beiden Bände dieser Serie, "Windmädchen" und "Troll" eher gelobt habe, sehe ich mich hier leider gezwungen von "Die Insel der Amazonen" abzuraten! (mg) Splitter präsentiert: Das Beste aus Frankreich: Nr. 3 Die Insel der Amazonen Denis Sire/Jean-Pierre Dionnet (Text und Zeichnungen) 56 Seiten, Heft (Großformat) Splitter Verlag, 9.90 DM November 1997 |
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