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21.04.2024, 04:47 Uhr
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geschrieben von Maqz am Donnerstag, 10. Juli 2008 (5111 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht
(*)

Die Rückkehr der Supermädchen


Supermädchen
"ComicKonsum 68" ist eine Comiclesung im Rahmen der Ausstellung "Berlin 68- Sichten einer Revolte"
//Donnerstag, 17.07.08// 19h// Märkisches Museum Berlin, Mitte//

Konsum verdirbt?! Das Comic "Supermädchen" erzählt die konsumkritische
Geschichte der Verkäuferin Jolly Boom mit einem fatalem Ende. Die
Comicstrips im Pop Art Stil von Alfred von Meysenbug aus dem Jahr 1968 werden
erstmals visuell und akustisch präsentiert.


Im Anschluss an die Comiclesung stellen sich der Günther Amendt (Autor/ Freund von A. v.
Meysenbug) und junge Konsumkritiker (u.A. von der Hedonistischen Internationale) Fragen nach alten und neuen Formen der Konsum- und Kapitalismuskritik. Der Abend wird von Jan-Frederik Bandel (Comicexperte) moderiert.
Supermädchen
Die Künstlerische Umsetzung erfolgt durch Schauspielstudenten der UDK. Idee und Konzept stammt von Studentinnen der FH Potsdam/ Studiengang Kulturarbeit.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin.

Eintritt: 3€/2€ ermäßigt

Hintergründe



Bei unserer Comiclesung wird der Comic „Supermädchen“. Die kleine Liebe und das große Geschäft der Verkäuferin Jolly Boom.“ (1968) im Mittelpunkt stehen.
Alfred von Meysenbug: pointiert darin eine zentrale Thematik der 68er: Konsum- und Kapitalismuskritik.
Die Helden seines „Bildungsromans“ bewegen sich in der Verkaufssphäre der kapitalistischen Distribution. Er zeigt den Einfluss der Bedingungen der Konsumwelt, der Käufer und der Ausbilder auf die hingebungsvolle Verkäuferin Jolly Boom. Seine Art der Umsetzung des Themas erhält eine besondere Brisanz durch die Verwendung von Werbesprache, Popartelementen und Zitaten unter anderem von Marcuse, dem Papst und aus dem Verkaufstechnik-Handbuch „Leichter, schneller, mehr Verkaufen“ (1968).

Supermädchen

Inhalt „Supermädchen“:
„Von der Schulbank weg lernt das Mädchen Jolly verkaufen. Jolly lernt es schnell, das hingebungsvolle Verkaufen in der bunten Welt der Waren. Ist Jolly nur eine kleine Verkäuferin im Warenhaus? Weiß Jolly, dass sie in Wirklichkeit den Stoffwechsel der gesellschaftlichen Arbeit unterhält, wie es Marx im dritten Kapitel des „Kapitals“ ausdrückt?
Jolly verkauft von Erfolg zu Erfolg. Jeder Verkauf ein Sieg- nicht über den Kunden, sondern über die Ware. Doch wenn der Käufer erschöpft und befriedigt geht, erkennt Jolly, dass sie noch nicht von Kopf bis Fuß Verkäuferin ist. Sie beschließt, ihre karrierehemmende Unschuld endlich an den Nagel zu hängen. Als es soweit ist, begeht sie den für eine Verkäuferin unverzeihlichen Fehler: sie verschenkt sich.
Die Folgen bleiben nicht aus. Über der Lektüre philosophischer Bücher entdeckt sie, dass das wahre Glück in der allseitigen Befriedigung liegt. Jolly geht auf die Straße und tut, was sie gelernt hat und was sie immer getan hat: sie verkauft sich gut beim ersten Mal. Sie wird sich immer gut verkaufen.“
– Alfred von Meysenbug („Supermädchen“ Ausgabe 1968)

Bzgl. der Diskussion interessiert uns vor allem der konsum- bzw. kapitalismuskritische Aspekt. Der Comic soll als ein Medium aus dem Jahr 68 dazu als Aufhänger fungieren. D.h. über Meysenbugs gewählte Art und Form Konsum- (und Kapitalismus)kritik zu üben wollen wir auf weitere Arten und Formen kommen, die damals verwendet wurden. Und dann vor Allem auch einen Bogen zu den heutigen Formen und Arten schaffen.
Ein Aspekt auf den wir eingehen ist z.B., dass Hardcore-68er der Meinung waren, dass jegliche Kritik innerhalb des Systems unnütz sei ("Marcuse: "affirmativer Charakter der Kultur") oder aber dass Kritik nicht mit Spaß in Verbindung gebracht werden dürfe. Mit Beidem scheint Meysenbug nicht konform gewesen zu sein. Und auch die hedonistische Internationale kritisiert bestimmte bestehende Verhältnisse, der Spaßfaktor ist dabei aber von großer Bedeutung.
D.h. neben dieser Ebene, wollen wir auch auf die inhaltliche Ebene, also was wurde/wird denn eigentlich kritisiert und dann auch auf die formal-ästhetische Ebene zu sprechen kommen: Warum hat sich Meysenbug für einen Comic entschieden, warum für die PopArt? Was gab es zu der Zeit sonst für Formen? Wie machen es unsere Konsumkritiker heute? Sprich: Wie haben sich die Formen der Konsumkritik im Laufe der Zeit verändert? Welchen Anspruch und welche Ziele der Kritiker verbergen sich dahinter? Und: Wie wurden/werden diese von der Masse rezipiert? Dabei interessieren uns auch Stimmen aus dem Publikum.

Info über UDK:
Es werden sechs Schauspielstudenten des ersten Semesters unter Leitung ihres Professors Karl-Ludwig Otto lesen, singen und Geräusche produzieren. Bei der Ausarbeitung der Lesung hatten sie völlige künstlerische Freiheit.

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