Jacques Tardi erhält Max-und-Moritz-Preis 2006 (+ weitere Nominierungen) :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
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geschrieben von Maqz am Donnerstag, 20. April 2006 (9302 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Tardi ausgezeichnet und Spezialpreis für Ralf König

Jaques Tardi Der französische Comic-Künstler Jacques Tardi erhält in diesem Jahr für sein Lebenswerk den Max-und-Moritz-Preis. Die Auszeichnung wird ihm während des Comic-Salons am 17. Juni in Erlangen verliehen. Der 59 Jahre alte Comic-Künstler gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen Comic-Kunst. In seinen oft schwarz-weiss gehaltenen Erzählungen beschäftigt er sich immer wieder mit dem Grauen des Krieges.

Ralf König Karikatur zum KarikaturenstreitDer Spezialpreis der Jury geht an den deutschen Comic-Zeichner Ralf König. Die Jury würdige damit Königs Zeichnungen, mit denen er im Streit um die Mohammed-Karikaturen künstlerisch Stellung für die Pressefreiheit bezogen habe. Sie seien unter anderem in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" abgedruckt worden. Beide Preise sind undotiert.

Der 12. Comic-Salon findet vom 15. bis 18. Juni statt. Er gilt als eine der renommiertesten Comic-Messen im deutschsprachigen Raum und dient Künstlern und Verlagen als wichtige Diskussions-Plattform.


Weitere Nominierungen Max und Moritz-Preis 2006:



Kategorie 1
Bester deutschsprachiger Comic-Künstler
Flix: Sag was (Carlsen)
Nicolas Mahler: Das Unbehagen (Edition Moderne)
Volker Reiche: Strizz (C.H. Beck)

Kategorie 2
Bester Comicstrip
Doonesbury von Garry Trudeau (New York Times u. a.)
Käpt'n Blaubär von Johann Kiefersauer (diverse deutsche Zeitungen)
Rezession & Frohsinn von Gábor Zádor / Tillmann Prüfer Financial Times Deutschld. /
Egmont vgs)

Kategorie 3a
Bester deutschsprachiger Comic
Das Malträtieren unvollkommener Automaten von Katz & Goldt (Rowohlt)
Schiller! von Horus (Egmont vgs)
Das Unbehagen von Nicolas Mahler (Edition Moderne)

Kategorie 3b
Bester internationaler Comic
baobab von Igort (Avant-Verlag)
Isaak der Pirat von Christophe Blain (Reprodukt)
Die Unschuldigen von Gipi (Avant-Verlag)

Kategorie 3c
Bester Manga
Adolf von Osamu Tezuka (Carlsen)
Barfuß durch Hiroshima von Keiji Nakazawa (Carlsen)
20th Century Boys von Naoki Urasawa (Panini)

Kategorie 3d
Bester Comic für Kinder
Jónas Blondal von Jens F. Ehrenreich (Epsilon)
Monster Allergy von F. Artibani / A. Barbucci u. a. (Egmont vgs)
Novotopia von Rod Espinosa (Eidalon)

Kategorie 4
Bester Szenarist
Jean Giraud: Leutnant Blueberry (Egmont vgs)
Max Goldt: Das Malträtieren unvollkommener Automaten (Rowohlt)
Manu Larcenet: Der alltägliche Kampf (Reprodukt)

Kategorie 5
Spezialpreis der Jury
Ralf König für seine künstlerische Stellungnahme im Streit um die Mohammed-Karikaturen

Kategorie 6
Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk
Jacques Tardi: Die Macht des Volkes (Edition Moderne)
 
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Jacques Tardi erhält Max-und-Moritz-Preis 2006 (+ weitere Nominierungen) | Benutzeranmeldung | 1 Kommentar
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Spezalpreis für Ralf König: Die Begründung (Wertung: 1)
von Maqz (mg@comicradioshow.com)
am 21.04.2006, 09:26 Uhr
(Benutzerinformation | Nachricht senden) http://www.comicradioshow.com
"Der „Spezialpreis der Jury“ geht an den bekanntesten deutschen Comic-Zeichner, Ralf König, „für seine künstlerische Stellungnahme im Streit um die Mohammed-Karikaturen“. Seine Zeichnungen, mit denen er eindeutig Stellung für die Pressefreiheit bezog, wurden u. a. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht. Tardi und König werden ihre Auszeichnungen am 17. Juni 2006 im Rahmen der Max und Moritz-Gala persönlich entgegennehmen. "

"In seinem 350-seitigen Comic-Roman „Dschinn Dschinn“ (Rowohlt 2005/2006), beschäftigte sich Ralf König mit dem Phänomen des Islamismus – noch bevor der Streit um die Mohammed-Karikaturen die Öffentlichkeit erregte. Als Anfang Februar die Bilder von brennenden Botschaften die Nachrichten beherrschten, griff Ralf König wieder zum Stift und zeichnete eine Reihe von Karikaturen und Comic-Strips, mit denen er leidenschaftlich dafür plädiert, freiheitliche Grundwerte nicht unter dem Druck islamistischer Extremisten preiszugeben.

„Wie soll man im Moment als Kulturschaffender noch an das Thema Islam herangehen, wenn alles auch anders gedeutet werden könnte? Ich frage mich, schreibe ich jetzt Reizwörter wie ‚Islam’, ‚Koran’ oder ‚Allah’ in die Sprechblasen? Kann ich mir das hier mitten in Europa erlauben oder nicht? (...) Ich finde nicht, dass man in der jetzigen Situation noch provozieren und Öl ins Feuer gießen sollte. Aber: Man muss als Folge der Empörung der islamischen Welt jetzt weniger über die Grenzen der Pressefreiheit nachdenken, sondern über die zu verteidigenden Werte unserer Demokratie.“ (Ralf König) "

Quelle: Aus unserem Forum