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19.09.2018, 05:58 Uhr
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Der erste Mickey-Mouse-Film von Walt Disney, "Steamboat Willie" wurde in New York uraufgeführt.

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geschrieben von Maqz am Donnerstag, 05. Mai 2005 (8434 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Floyd Gottfredson zum 100. Geburtstag


Micky Maus Am 5. Mai feiert der "gute" Zeichner der Micky Maus seinen 100. Geburtstag.
Das wahre Wesen der Maus hat niemand so gut verstanden wie er: die schöne Freiheit des widerstrebenden Tiers, dem alle menschliche Identität immer wieder neu anerzählt werden muss. (Jens Balzer)
Natürlich gab und gibt es noch einige sehr gute Maus-Zeichner, aber Floyd war etwas besonderes. Darum hier einiges Wissenswertes zu Gottfredson, Micky Maus und Disney.
Viel Spaß beim Geburtstag feiern!

Er war der wahre Vater der Maus



mit freundlicher Genehmigung von

Jens Balzer

Der Mäuserich hat viele Väter besessen. Zum Menschen erzogen hat ihn nur einer. Bevor er unter die Fittiche Floyd Gottfredsons geriet, war Mickey ein anarchisches Viech aus einem Mäuseloch in Missouri; ein sadistischer und sexistischer Nager, der Mäusemädchen die Unterröcke entriss und skrupellos mit arglosen Tieren umsprang. Gottfredson hat ihn Manieren gelehrt und in Menschenkleider gehüllt. Aus der geschichts- und zukunftslos in sich kreisenden witzigen Type hat er eine universelle Abenteurerfigur erschaffen; eine Maus ohne Eigenschaften, die sich in den tollsten Kostümen und Heldenrollen glaubwürdig bewährte. Unter Gottfredsons Feder ist Mickey Mouse zum Cowboy geworden und zur High-Society-Maus, zum Flieger-As und Geheimagenten. Er hat sich in Gary Cooper verwandelt und in Cary Grant; als Mäuse-Valentino hat er die Frauen bezirzt, als Mäuse-Errol-Flynn die Weltmeere bereist. Besser und differenzierter, witziger und ernster als in den Comic-Geschichten von Floyd Gottfredson ist Mickey Mouse niemals gewesen.

Floyd Gottfredson (links) mit Carl Barks.

Geboren wurde der wahre Vater der Maus am Himmelfahrtstag vor einhundert Jahren, am 5. Mai 1905, in Kaysville im Staate Utah. Vor der Enge der mormonischen Heimat ist er früh geflohen: In Los Angeles schlug er sich zunächst als Kinovorführer durch, bevor er 1929 als Trickfilmzeichner zu Walt Disney kam. Dessen Studio befand sich nach den Erfolgen der ersten Mickey-Mouse-Filme "Steamboat Willie" und "Plane Crazy" gerade im Zustand einer enormen Expansion. Vor Jahresfrist noch als Zwei-Mann-Unternehmen betrieben, produzierte man mit einem unaufhörlich wachsenden Stab plötzlich ein Dutzend Filme im Jahr, warf körbeweise Merchandising-Ware auf den Markt und begann um die Jahreswende 1929/30 auch, Comic-Versionen der Zeichentrickfilme für amerikanische Zeitungen anzufertigen.

Dabei fiel es Disney allerdings schwer, seine vom bewegten Bild begeisterten Animatoren für den Job in der Comic-Disziplin zu gewinnen. Eine Weile schrieb der Studiochef die Strips lustlos selber; dann wurden sie Gottfredson übertragen - "aushilfsweise", wie man den ebenfalls comic-skeptischen Animatoren erst lockte. Er ist dann fast 45 Jahre dabei geblieben: vom 5. Mai 1930 bis zu seiner Verrentung am 15. Oktober 1975 hat er die werktäglich erscheinenden Mickey-Mouse-Comics gezeichnet und in seiner besten Zeit, den ersten knapp 20 Jahren, auch weitgehend selber getextet.

Schnell hat er sie von der bloßen Nacherzählung der Filmgeschichten befreit - und der im Kino eher eindimensional wirkenden Maus eine Vielzahl gleich glaubwürdiger, sich im Lauf der Jahre auseinander ergebender Identitäten anerzählt. Gleich in seiner ersten, noch von Disney begonnenen Geschichte "Mickey Mouse in Death Valley" muss Mickey monatelang einem verborgenen Schatz hinterherjagen und seine erste und einzige Liebe Minnie Mouse aus den Klauen des bösen Kater Karlo befreien. Später kämpft er als Geheimagent in der Wüste (in "Mickey Mouse in the Foreign Legion", 1936) oder hindert einen irren Wissenschaftler in seinem U-Boot an der Unterjochung der Welt. Mit seinen Freunden Goofy und Donald Duck versucht er sich als Zeitungsverleger (in "Editor-in-Grief", 1935); in "Mickey Outwits The Phantom Blot" (1939) verfolgt er einen maskierten Schurken: eine Story, die in Stil und depressivem Ambiente direkt aus der serie noir importiert sein könnte - und auch deren Brutalitäten zitiert. Immer wieder wird der Mäusedetektiv gefangen; immer wieder bastelt das Phantom komplizierte Geräte, um den Gegner langsam zu Tode zu quälen; immer wieder bangen die Leser wochenlang, bis sich Mickey aus den sadistischen Fallen befreit.

Den gesamten Artikel könnt Ihr hier lesen:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/dem-comiczeichner-floyd-gottfredson-zum-100--geburtstag-er-war-der-wahre-vater-der-maus,10810590,10281544.html



Mehr Infos gibt es auch hier: http://www.ehapa.de/comicnews/zeichner/floydgottfredson.html


 
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