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Funny Cuts in Stuttgart :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
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geschrieben von Maqz am Donnerstag, 09. Dezember 2004 (8041 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht
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Die Schwaben entdecken die Kunst im Comic



Funny CutsDie Staatsgalerie Stuttgart präsentiert einen breit angelegten Überblick über die Auseinandersetzung mit Bildwelten aus Cartoons und Comics in der zeitgenössischen Kunst. Etwa einhundert Arbeiten von knapp vierzig internationalen Künstlerinnen und Künstlern zeigen die vielfältigen Einflüsse auf, die jene »trivialen« und kommerziellen Bild-Text-Geschichten auf die Kunst seit den 1950er Jahren haben.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die jüngsten Beispiele der künstlerischen Beschäftigung mit Comics sowie ihrem japanischen Pendant, dem Manga (in den Sammlungsräumen im Obergeschoss).



Alles mit Bildern auch nachzulesen bei: http://www.staatsgalerie.de/

Pop Art: Die Konfrontation von High & Low

Die wechselseitigen Einflüsse von bildender Kunst und dem Medium Comic waren seit dem ersten Erscheinen von Comic Strips am Ende des 19. Jahrhunderts vielseitig. In den 1950/60er Jahren setzt jedoch mit der britischen und amerikanischen Pop Art eine künstlerische Auseinandersetzung ein, die im Aufsehen erregenden Zitieren von Comic-Motiven der bildenden Kunst neue Ausdrucksmöglichkeiten hinzugewinnen möchte.
So plädiert Richard Hamilton dafür, die »Trivialkunst [zu] plündern«, um das »visuelle Material« des Künstlers zu bereichern. In seiner Collage »Just what is it that makes today’s homes so different, so appealing?« verdrängt der »Bildermüll« der Unterhaltungskultur das traditionelle Tafelbild. Die Faszination des visuellen Fundus der (vornehmlich amerikanischen) Konsumgesellschaft vermittelt sich auch in Eduardo Paolozzis Collagen seit den 1940er Jahren, die er 1972 im Portfolio »BUNK« (dt.: Quatsch, Unsinn) publizierte. Während die Kritik an Comics als Lesestoff für Kinder Mitte der 1950er Jahre immer lauter wurde und international entsprechende Zensurmaßnahmen getroffen wurden, rückte Peter Blake deren kindheitsprägenden Bildkosmos in den Mittelpunkt seines Gemäldes »Children Reading Comics«. In die vorderste Bildebene gerückt, teilt sich dem Betrachter die Suggestionsmacht jener Hefte innerhalb der Welt der Kinder ganz unvermittelt mit.

Auch Mel Ramos’ Gemälde feiern die Idole seiner Kindheit, die Superhelden aus der Blütezeit des amerikanischen Comics in den 1940er Jahren. Der pastosen Malweise korrespondiert die physische Präsenz der Figuren, die dem Betrachter frontal gegenübertreten und die Leinwand fast zu sprengen drohen. Roy Lichtenstein konzentriert sich zur gleichen Zeit auf Einzelbilder (Panels) aus »anonymen« Comics, oftmals mit dramatischen Kriegs- oder Liebesszenen. Er verändert die Vorlagen inhaltlich und formal so weit, dass seine Werke zu einer allgemeingültigen, »klassischeren« Form gegenüber den Comic-Vorbildern finden. Vereinzelung und Ästhetisierung führen insofern hier wie bei Ramos zur »ikonenhaften« Aneignung der Comic-Bildwelten.

Prägnante Umrisslinien und monochrome Flächen übersteigern in den Bildern von John Wesley die grafischen Merkmale des Comic Strips. Die dargestellten Figuren entstammen Blondie bzw. Popeye, seit den 1930ern die populärsten Familien-Strips in den USA. Ihre Vertrautheit wird jedoch durch die extreme Stilisierung ins Unheimliche gewendet. William Copleys Zeichnungen erzählen mit einem gleichbleibenden stilisierten Figurenrepertoire, verwandt dem des Comic Strips, Geschichten voll subversiv-sexueller Anzüglichkeit.

Die Künstler der Narrativen Figuration in Frankreich zitieren Comics und andere Medienbilder mit einem gesellschaftskritischen Anspruch. Hervé Télémaque nimmt in seinem Gemälde »One of the 36 000 Marines over our Antilles« auf ein konkretes politisches Ereignis Bezug. Er vereint eine Fülle unterschiedlicher Motive mithilfe klarer Konturen und großflächiger Monochromien, die der »Ligne claire« des belgischen Comic-Zeichners Hergé Referenz erweisen. Die visuelle Reizüberflutung in der Konsumgesellschaft thematisiert Erró in seinen malerischen Collagen. »Comicscape« versammelt zahllose, fröhlich-anarchische Comic-Charaktere, die hier ihren eigenen, scheinbar unendlich fortsetzbaren Kosmos begründen. Nicht zuletzt spiegelt das Werk die französische Begeisterung für die »Bandes dessinées« wider, deren Einfluß auf die Narrative Figuration bereits 1967 in einer Pariser Ausstellung gewürdigt wurde.


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