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geschrieben von stephan am Freitag, 28. Juni 2002 (9252 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Empörung und Aufregung bei Manga-Fans



SpannenderDa haben die Autoren aber ganz schön daneben gegriffen. In einer Ausgabe des kulturSPIEGEL, einer Spiegel-Beilage für Abonnenten, wurde unter dem Titel Mango Chutney ein sehr seltsames Bild von Mangas und ihren Lesern/Fans gezeichnet. Kennt man keine Mangas, so hat man nach der Lektüre des Artikels das Gefühl, dass es dabei IMMER und NUR um Sex und Gewalt dreht und das man sowieso alle Mangas sofort verbieten sollte. So einen Schwachsinn habe ich und haben Tausende von Manga-Lesern schon lange nicht mehr gehört.

Das erschreckende an diesem dummen Artikel ist nicht nur, dass er bei Leuten, die sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt haben, ein völlig falsches und überzogenes Bild produziert, sondern dass er an einigen Stellen sachlich falsch ist. Nicht nur dumm, die Autoren, sondern auch noch zu faul für eine anständige Recherche.



MangaVerständlich, dass sich nicht nur die Fans aufregen, sondern auch die Verlage, die mit dem Verkauf von japanischen Comics eine Menge Geld verdienen. So haben sowohl Joachim Kaps, Verlagsleiter von Carlsen, als auch Georg Tempel, bei EHAPA für Mangas und Animes verantwortlich, in offenen Briefen an den Spiegel zum Thema geäußert. Nur eine offizielle Stellungnahme des Spiegel war bisher nicht zu finden.



Wer sich weiter darüber informieren möchte, findet bei den Splashpages eine umfangreiche Linkliste und ein Special zum Thema. Aber natürlich dürft ihr auch bei uns in aller Ausführlichkeit darüber diskutieren. (svl)
 
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kulturSPIEGEL verunglimpft Mangas | Benutzeranmeldung | 6 Kommentare
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Re: kulturSPIEGEL verunglimpft Mangas (Wertung: 1)
von Aleks_A (aksATcomicradioshow.com)
am 28.06.2002, 15:10 Uhr
(Benutzerinformation | Nachricht senden) http://www.lessmann-consulting.com
Ich kann zwar die Empörung ob des grotten schlechten Artikels verstehen, aber erstens ist der Spiegel seit Anfang der 90er nur noch ein Schatten seiner selbst, zweitens hat der Spiegel NIE eine Ahnung populärer Kultur gehabt.

Sprich: so ein Artikel ist nur ein weitere Beweis meiner Meinung, dass sich der Spiegel längst zu sehr FOCUSsiert hat.

Wenn ich etwas über Comics wissen will, lese ich die Comic Radio Show :-)

gelle?
Aleks


Re: kulturSPIEGEL verunglimpft Mangas (Wertung: 1)
von Melec am 29.06.2002, 09:59 Uhr

(Benutzerinformation | Nachricht senden)
Ist es nicht schlim das früher wie auch heute fast jeder kreative, neue Gedanke der nicht genau in die Norm past, von ´´möchtegern´´ gebildete, mit fadenscheinigen Argumenten,sofort von unserer besserwieserichen Geselschaft, mit den ´´einfallsreichten´´mitteln unterbunden wird? was bringt ihnen das? Ist die Angst vor dem neuen immernoch so groß?


Re: kulturSPIEGEL verunglimpft Mangas (Wertung: 1)
von eis62 am 02.07.2002, 15:06 Uhr

(Benutzerinformation | Nachricht senden)
Kann man aus Manga lernen? Ja! Denn in diesen asiatischen Comics gibt es nicht nur Gute und Böse, es gibt vor allem "Dazwischen". Fast wie im richtigen Leben. Und so ist der Spiegel-Artikel auch nicht nur schlecht. Trotz der Bedeutung der Manga für unsere derzeitige Comiclandschaft sollte man sich einige Gegebenheiten dieser Literatur vor Augen führen:
-Das Frauenbild ist nicht unkritisch und vor allem die Akzeptanz der Nacktheit von Frauen als etwas Alltäglich ist unserer westlichen Kultur eher fremd (und das gilt nicht nur für Hentai, auch Dragonball hat blanke Titten und geile alte Böcke, die unter Röcke schauen).
- Die Darstellung der Gewalt (ja ich weiss, Schweinchen Dick war auch nicht ohne) hat eine andere Klasse als die bisherigen Massenprodukte aus Amerika oder Frankreich und dergleichen. Auch da wird es härter, Zeitzeichen oder Reaktion?
- Und mein Lieblingspunkt: Mangas erziehen. Der Mensch muss im Team funktionieren, egal ob nackt, verleibt, verletzt, Aussenseiter ...

Vieleicht wäre ein "grauer" Artikel mal von nöten. Lasst uns von Manga(s) lernen und nicht nur schwarz/weiss sehen und trotzdem Spaß an der Sprechblase haben.