Interview mit Lorenzo Pastrovicchio - Phantomias :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
21.07.2018, 23:01 Uhr
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geschrieben von BerndGlastetter am Donnerstag, 18. November 1999 (6845 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

"Ich würde gerne realistische Comics zeichnen"


Während der Comic Action '99 wuselten ja die "Big Four" überall rum und hielten Interviews links und rechts. Bernd Glastetter der Spl@shpages nutzte seine Sprachkenntnisse um zu erfahren, wie es denn Phantomias geht und was Italien an Disney Ideen denn noch alles parat hätte. Er nahm sich Lorenzo Pastrovicchio zur Seite, der für die Serie "Paperinik" bei Disney Italien zeichnet. Paperinik erscheint als Phantomias monatlich bei Ehapa.

PastrovicchioBernd Glastetter: Seit wann bist Du schon bei Walt Disney dabei?
Lorenzo Pastrovicchio: Ich begann 1993 mit einer Ausbildung an der Disney-Akademie. Das dauerte rund neun Monate. Das ist ein Kurs für Zeichner, die bereits gut zeichnen können und nun sich auf die Walt Disney-Charaktere spezialisieren wollen. Danach wurde ich für ein Jahr auf Probe eingestellt und habe danach erst richtig mit der Arbeit begonnen. Also 1995. Nun arbeite ich also seit vier Jahren voll für Disney.
BG: Zeichnest Du nur Phantomias, oder auch andere Charaktere?
LP: Ich begann zunächst mit den Fieselschweiflingen. Danach habe ich eine Geschichten für Topolino gezeichnet [Anmerkung: Das italienische Gegenstück zur Micky Maus]. Mit der dritten Geschichte bin ich dann schon bei Phantomias gelandet. 62 monatliche Seiten, an denen zu diesem Zeitpunkt und auch jetzt nur die besten Zeichner von Walt Disney Italien arbeiten.

BG: Arbeitest Du nur für Walt Disney, oder machst Du auch andere Comics?

Antwort: Derzeit bin ich Kontakt mit Dark Horse. Ich würde gerne realistische Comics zeichnen. Ich habe einige Probezeichnungen eingeschickt. Aber derzeit arbeite ich tatsächlich nur für Walt Disney.

BG: Wie ist der neue Phantomias eigentlich entstanden? Früher war er ja mehr in das "alte" soziale Umfeld von Entenhausen eingebunden. Jetzt gibt es das nicht mehr und neue Charaktere wurden ihm zur Seite gestellt.

Cover: Phantomias 11LP: Das Ganze ist dadurch entstanden, dass Walt Disney neue Wege gehen wollte. Mehr in Richtung Manga, realistischer gezeichnet. Phantomias erschien davor in einem monatlichen Sammelband und einem kleineren Format. Darin waren Geschichten, die einfach neu gedruckt wurden. Die Cover aber waren in einem neuen Design erstellt. Mit Computer-Kolorierung, sehr viel lebendiger. Unser Chefredakteur hat uns als gefragt: "Warum können wir solch schöne Cover machen und haben dann nur alte Geschichten in den Bänden? Versuchen wir doch etwas Neues zu machen." Das war der Startpunkt. Ein Studio wurde gegründet, eine neue Welt erschaffen. Phantomias wurde quasi neu erschaffen, auch wenn es ihn schon fast dreißig Jahre gab. Paperopoli [Entenhausen] war zuvor immer nur eine Art amerikanischer Vorstadt mit lauter kleinen Häusern. Wir haben uns also gedacht, dass diese kleinen Häuser zu den Vororten von Entenhausen gehören könnten und das im Stadtkern eine gewaltige Stadt mit Hochhäusern existieren könnte. So wurde auch eine Ausrede geschaffen, mit der Paperinik in eine andere Umgebung versetzt wurde, die realistischer wurde.

Da wurde dann der Ducklair Tower reingesetzt, den Onkel Dagobert gekauft hat.

BG: Nun fehlen also alle alten Charaktere. Daisy gibt es nicht mehr. Die Neffen sind quasi verschwunden...

LP: Naja, wir mußten zu Beginn einige Ausreden einführen, warum diese Charaktere nicht mehr auftauchen. Onkel Dagobert taucht auf, wenn es Probleme mit dem Tower gibt. Die Neffen haben wir auf eine Reise mit den Fieselschweiflingen geschickt. Allerdings dauert die natürlich jetzt schon etwas sehr lange... Aber es wird einigermaßen dadurch erklärt, dass Donald schon ab und zu nach Hause zurück geht. Die Charaktere sind noch da, aber sie spielen in seinem Leben als Phantomias keine große Rolle.


 
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