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geschrieben von stephan am Dienstag, 21. November 2000 (4345 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Ohne Fleiß kein Preis



Cover
Das von weiten Teilen der Comic-Szene ignorierte Fachmagazin "Die Sprechblase" des Norbert Hethke Verlages ist mittlerweile bereits bei Ausgabe 174 angelangt. Obwohl dort neben furchtbar peinlichen Beiträgen aus der Fanszene wie "Mein Vater, der Sammler" auch lesenswerte und gut recherchierte Artikel wie "Die Marvel Comics des Williams Verlags" zu finden sind, wird schnell klar, dass "Die Sprechblase" in erster Linie ein Prospekt für die Produkte aus dem Hause Hethke ist.

Exklusiv für diesen Verlag zeichnet die 50er Jahre Ikone Hans Rudi Wäscher neue Geschichten im damaligen Stil. Dies und vor allem die Nachdrucke von alten Heften hat seinen Preis. Für neu aufgelegte Hefte von Wäscher-Serien wie "Falk", "Sigurd" und "Nick" muss bis zu 27.80 DM bezahlt werden. Allerdings stellt der Comic-Preiskatalog des Hethke Verlages für die eigenen Nachdrucke aus den 80er Jahren auch bereits Preise von bis zu 300,- DM in Aussicht.



Klar, dass derartige Preistreiberei (bzw. Geld-Wäscherei) von den meisten Comicfans bisher nicht allzu ernst genommen wurde. Zumal die meist recht ungelenken Hans Rudi Wäscher-Titelbilder des bereits seit 1976 jährlich erscheinenden Preiskataloges zusätzlich abschreckten. Doch dies könnte sich jetzt ändern, denn das Titelbild des neuen Kataloges ziert die Familie Duck. Das erinnert an den vor einigen Jahren erschienenen und recht schön aufgemachten Comic-Katalog des Überraschungseier-Experten Krägermann. An dieses mit Fachartikeln garnierte Werk hat sich Hethke jetzt optisch und inhaltlich angelehnt und das spricht durchaus für den neuen Comic-Preiskatalog.



So sind pro Seite immer drei farbige, streichholzschachtel-grosse Comic-Cover abgebildet (früher waren es mal zwei), die das Durchblättern durchaus vergnüglich gestalten. Über die Preisgestaltung, die in großer Fleißarbeit mit mehren (im Katalog durch Inserate vertretenen) Comicläden abgestimmt wurde, kann natürlich weiterhin gestritten werden. Abgesehen von den ohnehin nicht nachvollziehbaren hohen Wertsteigerungen der eigenen Produkte aus dem Hause Hethke will nicht so richtig einleuchten, warum z. B. recht aktuelle Hefte des Dino-Verlages, die auf Comic-Börsen noch zum Coverpreis angeboten werden, laut Katalog sehr viel weniger wert sind.



Ebenso bemerkenswert wie wohl auch bedauerlich ist der hohe Preis (bis zu 60.- DM) für die ersten Bände der Barks Library, die von Ehapa nicht neu aufgelegt werden und teilweise schon vergriffen sind.



Anhänge des Katalogs befassen sich mit dem bisher kaum beackerten Feld der Comics von 1846 bis 1945 und mit Comic-Sekundärliteratur. Während ein Standardwerk wie Reitberger/Fuchs "Comics - Anatomie eines Massenmediums" nicht aufgeführt wurde, sind immerhin die früheren Preiskataloge des Hethke Verlages vertreten. Die Ausgabe 1 aus dem Jahre 1976 soll angeblich bereits 160.- DM wert sein. Wer also recht pfleglich mit diesem Katalog umgeht, kann ihn vielleicht eines Tages mit großem Gewinn abstoßen. ;-)



PS: Den "Comic-Preiskatalog" gibt es neuerdings auch auf einer nicht sonderlich anwenderfreundlichen CD-Rom, mit zeitaufwändiger Suchfunktion und ohne die Möglichkeit sich eigene Listen für den nächsten Comic-Börsengang zusammenzustellen. Diese Ausgabe kann man sich definitiv sparen. (hl)



1. Allgemeiner Deutscher Comic Preiskatalog 2001

Text: Peter Skodzik

560 Seiten, Paperback

Norbert Hethke Verlag, 44.- DM/sFr, 320.- öS

Oktober 2000

ISBN-No. 3-89207-920-X




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