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Smalltown Boy :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
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geschrieben von HeHe am Freitag, 07. Mai 1999 (3838 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Früher war alles besser...



CoverAndreas Michalkes Abschied vom autobiographischen Comic

Der Smalltown Boy ist das Alter Ego von Andreas Michalke. Aufgewachsen in einem Dorf bei Hamburg, ist er bereits Ende der 80er Jahre bekannt geworden mit Comics für die Punk-Magazine "Trust" und "Zap". Die Nähe zur Musikszene zog sich durch alle Arbeiten des Zeichners: Bandplakate, Platten-Cover und schließlich auch jene Comic-Serie "Artige Zeiten", die er gemeinsam mit Minou Zaribaf seit 1991 produziert hat.

Keine Story endete ohne den Live-Mitschnitt eines Konzertes, keine Reise in die Heimat des Ami-Hardcore ohne bildliche Dokumentation. Mit Andreas Michalke schwappte die Welle der autobiographischen Comics nach Deutschland. So spezialisierten sich ganze Verlage, wie z.B. Reprodukt, auf die graphischen Jugend-Erinnerungen.



Heute sagt der Über-30-Jährige: "Da wurde ziemlich viel Wind drum gemacht - eigentlich ist aus der Richtung hier doch gar nicht so viel erschienen!".



Mit dem Album "Smalltown Boy" will Michalke nun der eigenen Geschichte einen Schlußpunkt setzen. Vorlage
des Librettos waren alte Briefe, 1984 auf einer USA-Reise entstanden, an die daheim gebliebene Freundin gerichtet. Dem "Wild und Gefährlich" eines lauen Florida-Sommers stand damals der "Sturm und Drang" einer jungen Liebe gegenüber: Teenager-Depressionen, wie sie jedem peinlich bekannt sein dürften, der
schonmal in eigenen pubertären Hinterlassenschaften zu blättern wagte.



BeispielZunächst wollte der Zeichner eigentlich nur ausgewählte Sequenzen bearbeiten. Ermutigt, den kompletten schonungslosen Briefwechsel zu präsentieren, wurde er von seiner heutigen Freundin Julia Tägert (der Schwester seines Kumpanen Phil). Und sie hatte Recht in ihrem Comic-Sachverstand, bestätigt der Protagonist. Denn auch er hatte längst selbst kein Interesse mehr an "diesem Typen, der sich seine verklärte Vergangenheit als ganz was Cooles vorführt".



Belanglos, wie Michalke fast entschuldigend im Vorwort befürchtet, ist die Geschichte deshalb nicht geraten. Der doppelte Textlauf liest sich fesselnd ohne rührend zu werden, beschreibt lakonisch das Nahesein und Fremdwerden, die Reise-Erlebnisse durch die Ostküsten-Hardcoreszene und die Sehnsüchteleien nach daheim.



Teile der Story waren bereits für "Artige Zeiten" angefertigt worden. Neuere Parts zeigen einen ganz anderen, skizzenhaften Michalke-Strich. Doch das graphische "Hin und Her" strukturiert die Geschichte eher, als dass sie dadurch auseinanderfällt. Aus dem Smalltown Boy wurde also der schneidigste Stehschlagzeuger Berlins. Von wegen: Früher war alles besser! (hehe)



Smalltown Boy

Text & Zeichnungen: Andreas Michalke

48 Seiten, DIN B5

Reprodukt, 14.90 DM

März 1999

 
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