Andy Morgan-GA 2 :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
22.09.2018, 04:16 Uhr
Hallo _GUEST
[ Noch kein Account? Registriere dich | Anmeldung ]

Online Comics

Online Comic Sammlung

Topics

Abenteuer Anthologien Biographisch Computerspiele Deutsch Die Disneys Erotik Fantasy Film und TV Frankobelgisch Grusel und Horror Humor und Cartoons Independent Kindercomics Krieg Kunst Mangas Mystery und Krimi Politik und Geschichte Schwarz-Weiss Science Fiction Superhelden Understanding Comics Western Die aktuellen Comics


Silent Movies

Alle Filme

CRS auf ZACK !

Comic Radio Show auf ZACK !
Das ComicRadioShow ZACK-Archiv : Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Clifton-Spezial Teil 6 Teil 7 Teil 8 Teil 9 Teil 10 Teil 11 Teil 12
Die Hefte
#200 - #150 - #149 - #148 - #147 - #146 - #145 - #144 - #143 - #142 - #141 - #140 - #139 - #138 - #137 - #136 - #135 - #134 - #133 - #132 - #131 - #130 - #129 - #128 - #127 - #126 - #125 - #124 - #123 - #122 - #121 - #120 - 10 Jahre Zack - #119 - #118 - #117 - #116 - #115 - #114 - #113 - #112 - #111 - #110 - #109 - #107 - #84 - #75 - #64 - #55 - #46 - SH #4 - #9 - #1

Mehr Wert



   

geschrieben von emha am Mittwoch, 29. November 2017 (1884 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Hermann Huppen im Kurzinterview: Das Leben hat es eigentlich doch ganz gut mit mir gemeint


Andy MorganAktuell präsentiert Carlsen Comics die Abenteuer von Andy Morgan und seinen Freunden in einer sehr schönen Gesamtausgabe. Band 2 der Gesamtausgabe von Carlsen Comics enthält die langen Abenteuer „Abenteuer in Manhattan“, „Oase in Flammen“ und „Das Gesetz des Taifuns“ sowie die Kurzgeschichten aus den Jahren 1969 bis 1973.


In Abenteuer in Manhattan stürzt eine täuschende Ähnlichkeit zwischen Andy Morgans Freund Barney Jordan und dem Ölmagnaten Gerdelsohn die Crew in ein gefährliches Abenteuer.
Für eine Hilfsorganisation transportieren Andy & Co. in Oase in Flammen eine Ladung Medikamente durch eine glutheiße Landschaft. Doch nicht nur Sonne und Sand machen den Freunden zu schaffen: In einer Oase erwartet sie ein gefährlicher Hinterhalt.
Eine Riesenmuräne, die in den Riffen vor einer Perleninsel ihr Unwesen treibt (Das Gesetz des Taifuns), hat bereits Taucher getötet. Andy Morgan, Barney Jordan und El Lobo haben einen Plan, wie sie die gefährliche Bestie vernichten können. Doch sie haben bei ihrem Vorhaben nicht die Interessen einiger Inselbewohner berücksichtigt.

Andy Morgan 4: Abenteuer in Manhattan
Beispiel aus: Abenteuer in Manhattan

Zu Andy Morgan muss man nicht mehr viel sagen. Es ist ein genialer Comic-Klassiker, für den Greg spannende und fesselnde Geschichten geschrieben hat. Hermanns kraftvolle und dynamische Zeichnungen sind beeindruckend. Ob menschliche Protagonisten, Tiere, Landschaften, Schiffe oder Flugzeuge: Hermann versteht es in Andy Morgan, diese perfekt darzustellen.

Die Gesamtausgabe beinhaltet neben den genannten Comics als Bonus für den Comic-Fan und Sammler zusätzliche Redaktionsseiten von Volker Hamann mit vielen Zeichnungen, Fotos, Cover und diversen Illustrationen. Sehr schön das Ganze!

Andy Morgan lebt natürlich von der verklärten Nostalgie der Jugendtage. Wie auch immer. Die alten Koralle-Helden stehen auch heute noch ganz oben in meiner persönlichen Comic-Rangliste.

Andy Morgan 5: Oase in Flammen

Für diejenigen, die noch nie etwas von Hermann gehört haben: Hermann Huppen (Jahrgang 1938) ist ein belgischer Comic-Autor, der in der Comic-Szene unter seinem Vornamen Hermann bekannt ist. 1964 schrieb und zeichnete er seinen ersten Comic für die Zeitschrift Spirou. Als der bekannte Szenarist GREG von 1966 an die Position des Chefredakteurs beim Comic - Magazin Tintin übernahm, brachte er frischen Wind in die Seiten des Heftes. In dieser Zeit kreierte er einige seiner berühmtesten Serien, von denen zwei Serien von Hermann, damals noch ein sehr junger und aufstrebender Zeichner, in Bilder umgesetzt wurden: ‚Bernard Prince’ (ab 1966, dt. Andy Morgan) und ab 1969 ‚Comanche’.

Hermann Huppen
Ab 1977 schrieb Hermann auch eigene Szenarien und realisierte die sehr erfolgreiche, bis heute erscheinende Serie „Jeremiah“. 1983 kam noch die im Mittelalter angesiedelte Serie „Die Türme von Bos-Maury“ hinzu. Die bekanntesten Werke des Zeichners und Szenaristen sind dann auch Comanche, Andy Morgan, Jeremiah und Die Türme von Bos-Maury. Neben den Serien entstanden diverse Einzelbände. Nicht selten arbeitet Hermann mit seinem Sohn Yves Huppen zusammen, der dem berühmten Vater schon diverse Szenarien geliefert hat.


Michael Hüster: Wenn Sie die Möglichkeit hätten, Ihr Leben noch mal neu zu beginnen, würden Sie wieder Zeichner werden wollen oder hätten Sie etwas ganz anderes gemacht?

Hermann: Gute Frage. Ich glaube, ich würde gar nicht mehr eine neue Chance haben wollen. Das Leben war hart genug. Die eine Möglichkeit, etwas aus meinem Leben zu machen hat mir voll und ganz gereicht. (Lacht)
Nein, mal im Ernst. Was soll ich mich beklagen. Das Leben hat es eigentlich doch ganz gut mit mir gemeint. Ich habe einen sehr annehmbaren Lebensstandard entwickelt und es geht mir gut. Sollten meine Alben mal nicht mehr so gut laufen, hätte ich die Möglichkeit, Originalseiten zu Geld zu machen oder was auch immer. Die Antwort ist also nein. Vermutlich hätte ich es wieder so gemacht. Ich bin mein eigener Chef, und das ist viel wert.


Michael Hüster: Können Sie sich noch an Ihre Koralle-ZACK-Zeit erinnern?

Hermann: (Schmunzeld) Ja. Natürlich! Das war eine sehr schöne Zeit damals da oben in Hamburg. Vor allem Ralf Kläsener, Gigi Spina und Gisela Prüfer habe ich noch gut in Erinnerung. Die haben mich gleich nach St. Pauli geschleppt, diese sündige Meile in Hamburg, und sagten zu mir: Mach was du willst, geht alles auf Kosten des Hauses. Ich frage mich noch heute, warum ich dieses großzügige Angebot damals nicht genutzt habe … (lacht)

ZACK hat ja damals mit einer an sich genialen Idee versucht, den europäischen Comic-Markt zu erobern. Einer der wichtigsten Figuren war damals de Kesel. De Kesel hatte hervorragende Verbindungen zu den großen Verlagshäusern wie Dargaud, Lombard und Dupuis. Die Grundidee war, alle Rechte an diversen Serien auf einen Verlag (Koralle) zu konzentrieren und dann zentral durch verschiedene Magazine wie Wham, SuperAS und eben ZACK in mehreren Ländern zu vermarkten.
Ich denke, an dem Projekt waren einfach zu viele Leute beteiligt. Und natürlich wurden damals auch sehr hohe Seitenpreise an die Comic-Szenaristen und Comic-Zeichner gezahlt. Da wurde damals eine Unmenge Geld verbrannt!


Hermann Huppen

Michael Hüster: Sehen Sie Unterschiede im geschäftlichen Umgang zwischen Verlagen und Autoren in Deutschland bzw. Frankreich/Belgien?

Hermann: Sagen wir mal so. Bei den Franzosen/Belgiern gehst du erstmal zusammen essen. Du unterhältst dich nett, trinkst was und verbringst den Abend zusammen. Irgendwann merkst du: Oh, ist ja schon ganz schön spät. Lassen wir dass mit den Verhandlungen und verschieben wir es auf den nächsten Tag. Dann triffst du dich am nächsten Tag, besprichst die Konditionen und unterschreibst den Vertrag.
Die Deutschen sind da (meist) anders. Zunächst mal kommt das Geschäftliche. Du triffst dich im Büro, besprichst die Konditionen, machst den Vertrag und dann geht’s zum Essen.

Michael Hüster: Ich bin positiv von Ihrer doch sehr offenen Art überrascht. Das ist nicht bei allen Ihrer Kollegen so...

Hermann: Tja, was soll ich machen. Ich bin keiner von denen, die durch die Gegend kokettieren, sich irgendwo in die Ecke setzten und sagen: Nun lasst mich mal alle in Ruhe! Von diesen Kollegen gibt es auch einige, die sind nicht nur Stars, die verhalten sich auch so, wenngleich sie in der Minderheit sind. Ich nehme das Leben wie es kommt und ich mag den Austausch. Das macht ja auch mir Spaß, andere Leute kennen zu lernen und andere Meinungen zu hören.

Andy Morgan


(c)opyright der Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Carlsen Verlag 2017
 
verwandte Links

· mehr zu Abenteuer
· Beiträge von emha




Andy Morgan-GA 2 | Benutzeranmeldung | 0 Kommentare
Wir sind nicht verantwortlich für Kommentare unserer Benutzer