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geschrieben von StefanS am Donnerstag, 29. Dezember 2016 (7608 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Independent, Manga, Star Wars und vieles mehr


Comic-Jahrbuch 2017 Seit dem Jahr 2000 gibt der Interessenverband Comic e.V. (ICOM) jährlich das „Comic-Jahrbuch!“ heraus. Fertig geworden ist es Ende 2016, dennoch trägt es die Jahreszahl 2017 im Titel, um im kommenden Jahr nicht veraltet zu wirken. Trotz aktueller Betrachtungen zum japanischen und dem US-Markt 2016, einem informativen Bericht zum Comic-Salon-Erlangen 2016 und ausführlicher Vorstellung der ICOM-Preisträger, blicken die Autorinnen und Autoren auch dieses Mal über den engen Tellerrand der Tagesaktualität hinaus und wärmen etwa erneut „Hellagate“ von 2014 auf. Ein bunter Mix Sekundärliteratur über und vor allem für die Comicszene.


Hella von Sinnen konnte wenig mit dem Manga von Martina Peters anfangen, das sorgte für Unmut bei der Autorin und war eine Randnotiz der Max-und-Moritz-Preisverleihung 2014. Im aktuellen Jahrbuch wird Peters nochmal ausführlich dazu angehört und die Frage gestellt, ob sich die deutsche Manga-Szene von der restlichen Comicszene ausgegrenzt fühlt – grundsätzlich ein guter Ansatz, um die Szene zu einen. Dieser Beitrag ist dennoch ein gutes Beispiel dafür, woran es dem Comic-Jahrbuch generell mangelt: statt sich zu sehr an Zeichner und Autoren zu wenden, wäre es sinnvoll auch ganz normale Comicleser stärker zu berücksichtigen und somit das Jahrbuch bekannter und attraktiver zu machen. Welche Comics, Independent und Mainstream, waren 2016 besonders empfehlenswert, welche Comicveranstaltungen wird es 2017 geben etc. Solche Themen interessieren Comicleser mehr als zu Skandalen hochstilisierte Patzer der eigenwilligen Moderatorin Hella von Sinnen, die auch bei der diesjährigen Preisverleihung in Erlangen mit ihrer aggressiven rheinischen „Fröhlichkeit“ schrill und laut das Publikum bespaßte. Und was ist mit dem, für Leser und Comicschaffende gleichermaßen relevanten und topaktuellen Thema 2016, der Flut der Comic-Cons im deutschsprachigen Raum? Darüber lässt sich kontrovers diskutieren, ist der extrem kommerzielle Ansatz doch gleichermaßen abstoßend als auch sinnvoll, um sonst viel zu oft unterbezahlten Künstlern die Chance zu bieten, Geld dazuzuverdienen und anders als bei den etablierten Comicveranstaltungen nicht in der Masse unterzugehen und endlich mal ein ganz neues Publikum zu treffen, das von Filmen, Games und TV-Serien zu den Comics gefunden hat. Das solche Themen im Jahrbuch 2017 fehlen ist bedauerlich.

Comic-Jahrbuch 2017

Nicht mehr zeitgemäß wirken die Cover der ICOM-Publikation. Anders als Alfonz – Der Comicreporter, Comic Report, Sprechblase oder Comixene vermitteln die Titelbilder eher den Eindruck einer Schülerzeitung als das sie einen Kaufreiz auslösen. Das passt natürlich zum Schwerpunkt deutsche Independent-Künstler, aber das was Künstler wie Bela Sobottke oder Lukas Kummer im Buch zeigen ist professionelles Zeichnen und ansprechender als es das Cover befürchten lässt. Ebenfalls ein Manko ist die fehlende Farbe beim Großteil der Abbildungen im Buch. Durchgehend zu illustrieren ist gerade beim Thema Comic löblich und sinnvoll, aber die Bilder dann nur in s/w sehen zu können ist ein Dämpfer.

Ansonsten gibt es nichts zu bekritteln, sondern viel zu loben. Als regelmäßiger Leser des „Star Wars“-Comicmagazins ist es eine große Freude den ausführlichen Bericht über Matthias Kringe zu lesen, zumal er mit Farbbildern untermalt ist. Seine Funnys mit Darth Vader und Co. gehören, so zumindest meine Meinung, zu den aktuell lustigsten deutschen Comicstrips.

Ebenfalls erfreulich ist es mehr über Annette Köhn und ihren rührigen Jaja Verlag zu erfahren. Dafür gab es den Sonderpreis der Jury für eine bemerkenswerte Comicpublikation.

Harald Havas hat einen berührenden Nachruf auf Manfred Deix verfasst. Christian Muschwecks Interview mit Achim Dressler von Bocola bietet spannende Einblicke in die Aufbereitung von Comicklassikern wie „Prinz Eisenherz“ und zeigt wie kurz der Weg vom Comichändler zum Verleger sein kann. Heiner Lünstedt informiert über Filme, Klaus Voormann erinnert sich an seine Arbeit für die Beatles, zehn Jahre Splitter Verlag werden gewürdigt, Uli Stein wird zum 70. Geburtstag interviewt und vieles mehr – reichlich gehaltvoller und unterhaltsamer Lesestoff für Comic-Begeisterte. Und das alles für kleines Geld.

Comic-Jahrbuch 2017

Stefan Svik

Wertung: 76 %

COMIC! - Jahrbuch 2017
Softcover, 264 Seiten, farbig, 29,5 x 21 x 1,1 cm
ISBN: 9783888349478
15,25 Euro




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(c)opyright der Abbildungen mit freundlicher genehmigung: Beim jeweiligen Autor/Künstler 2016
 
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