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geschrieben von StefanS am Mittwoch, 21. Dezember 2016 (906 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Harley Quinn und Deadshot als wohltuendes Gegengewicht im ernsten DC-Film-Universum


Suicide Squad Extended Cut (Blu-ray)
Nachdem DC Comics die letzten Jahrzehnte die gelungenen Comicverfilmungen Marvel überließ, obwohl zumindest sporadische Versuche unternommen wurden Superman immer mal wieder neu zu starten und mit Christopher Nolans Batman-Filmen Meisterwerke entstanden, scheint es seit dem Erfolg von TV-Serien wie The Flash und Arrow sowie des Kinospektakels Batman V Superman nun erst richtig loszugehen mit dem Filmuniversum von DC. Suicide Squad zeigt, was man vom Konkurrenten Marvel gelernt hat.

Selbstmordkommando – wer zur Hölle würde sich so einem Team anschließen? Irre und Gefangene ohne andere Option zum Beispiel, also Schurken, die Batman sonst entweder nach Arkham oder Blackgate bringt. Diese bunt zusammengewürfelte Truppe um den bekannten Gegenspieler des Dunklen Ritters, Killer Croc, und Samurai-Kriegerin Katana werden von der US-Regierung rekrutiert und gemeinsam mit Elitesoldaten in die Schlacht gegen die seltsame Armee der Enchantress (Cara Delevigne) geschickt, die ganz wie es sich für eine Superheldengeschichte gehört, die Weltherrschaft anstrebt. In einer Nebenstory bemüht sich der Joker (Jared Leto, der eher Marilyn Manson ähnelt) darum seine geliebte Frau Doktor Harleen Quinzel alias Harley Quinn aus der Suicide Squad zu befreien.

Suicide Squad Extended Cut (Blu-ray)
Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje) endlich auf der Leinwand, Christopher Nolan fand die Figur für seine realistischeren Batmanfilme zu abwegig

Für Marvel-Fans lässt sich der Stil von Suicide Squad wohl am besten so beschreiben: der düstere Look des ersten X-Men-Films kombiniert mit dem Popkultur-Anarchismus des Deadpool-Kinoerfolgs. Es ist nicht mehr so pathetisch, ernst und überlang wie bei den Superman-Filmen, statt unecht wirkender Effekte wie bei Green Lantern und statt unfreiwilligem Humor gibt es tatsächlich funktionierende Gags. Trotzdem wirkt manches noch zu bemüht, etwa der zu exzessive Einsatz von Popmusik. Außerdem erscheint das Suicide Squad noch etwas steif, die Story erinnert eher an den ersten Ghostbusters-Streifen, der Einsatz des Jokers wirkt aufgesetzt und insgesamt ist es ein Film den man nicht in Gänze wiederholt sehen möchte, sondern nur wegen der Szenen mit den zwei alles andere überragenden Figuren: Deadshot (Will Smith), aber vor allem Harley Quinn (Margot Robbie).

Suicide Squad Extended Cut (Blu-ray)
Der Joker (Jared Leto) mal ganz anders als bisher im Kino zu sehen

Die zwölf Minuten, welche den Extended Cut von der Kinoversion unterscheiden, machen keinen großen Unterschied. Für Comicleser schon erheblich interessanter ist dagegen das Bonusmaterial. Zwar gibt es keinen Audiokommentar, dafür aber viele Szenen aus den Comics zu sehen (auch eine Einstellung, in der Robbie am Set einen Harley-Comic liest), es kommen Zeichner und Autoren von DC Comics zu Wort, etwa Geoff Johns. Interessant, dass erste Versionen der Suicide Squad bereits seit Jahrzehnten im DC-Universum herumschwirrten, dabei wurden sie bislang von den Massen genau so sehr übersehen wie Marvels Guardians of the Galaxy. Im Gegensatz zu Deadpool und eben den Guardians ist die Welt, in der sich die Squad bewegt, realistischer, drastisch düsterer und reichlich krank. Somit nur bedingt ein Wohlfühlfilm für die ganze Familie, eher ein Fest für Teenager und Twens, die mit Batman und Flash so gar nichts anfangen können – beide Figuren treten übrigens in Suicide Squad auf, wobei Bruce Wayne erneut von Ben Affleck gespielt wird.

Suicide Squad Extended Cut (Blu-ray)
Harley Quinn (Margot Robbie) und Diablo (Jay Hernandez)

Auch wenn sich im Bonusmaterial redlich bemüht wird, zu betonen wie nah dieser Film den Comics kommt und das etwa der Joker eine ganz neue Facette zeigen kann als in den bisherigen Filmen – Suicide Squad fühlt sich nicht richtig an. Wer zu einem Comic von Harley Quinn greift erhält leichte, lustige und sympathische Geschichten. Im Kino bleibt zwar die Erotik, der Witz und der Reiz der Figur erhalten, aber sie wirkt in dieser Welt so fremd und der Film insgesamt so unausgegoren. Unterhaltsam ist er allemal und gemeinsam mit Heath Ledger, Christian Bale und Christopher Reeves reiht sich Margot Robbie in die Reihe der bahnbrechenden Schauspieler ein, die eine Comicfigur perfekt auf die Leinwand gebracht und dem Vorhandenen etwas Wichtiges hinzugefügt haben – eine helle Freude diese Harley Quinn!

Wertung: 68 %

Suicide Squad Extended Cut
Studio: Warner Home
Land/Jahr: USA 2016
Regie: David Ayer
Darsteller: Will Smith, Margot Robbie, Jared Leto, Joel Kinnaman, Viola Davis, Jai Courtney, Jay Hernandez, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Ike Barinholtz, Scott Eastwood, Cara Delevingne, Karen Fukuhara
Ton (Blu-ray): Dolby Atmos (Dolby-True-HD-7.1-Kern): en // Dolby Digital 5.1: de, sp, fr, it
Ton (UHD): Dolby Atmos (Dolby-True-HD-7.1-Kern): de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 123/135
Codec (BD): AVC
Codec (UHD): HEVC
Real 4K: Nein (2K Intermediate)
FSK: 16
Extras: Wendecover, Verpatzte Szenen, Joker & Harley: Das IT-Pärchen der Unterwelt, Task Force X: Ein Team, eine Mission, Faktencheck u. a.


Suicide Squad Extended Cut (Blu-ray)
Harley und Deadshot (Will Smith)

Trailer Kinofilm: https://www.youtube.com/watch?v=kV4rLgNlUIQ
Trailer Extended Cut: https://www.youtube.com/watch?v=pimz7kmkW6o

(c)opyright der Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Warner Bros. Entertainment Inc. 2016
 
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