Sam Zabel in: Der König des Mars :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
21.10.2017, 19:21 Uhr
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geschrieben von Micha am Sonntag, 15. Februar 2015 (1234 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Die magische Feder


Sam Zabel in: Der König des Mars Der neuseeländische Comiczeichner Sam Zabel, zurzeit an akuter Schreibblockade leidend, hat sich soeben unabsichtlich in einen Comic eines Kollegen mit dem Titel „Der König des Mars“ hineingeniest. (Ja, hineingeniest; wie sich später herausstellt, wäre es allerdings auch mit Pusten gegangen.) Leider landet Sam an einer sehr ungünstigen Stelle des Comics, weil gerade der Angriff eines gigantischen Marsmonsters ansteht. Während Sam sich noch fragt, ob dies ein Traum, eine Halluzination oder doch real ist, erscheint das militante Manga-Mädchen Miki, rettet ihn und bringt ihn zu den Marsmenschen. Die warten auf einen „zeichnenden Gottkönig“ und stecken Sam in den königlichen Harem, wo er von wunderschönen halbnackten jungen Frauen mit seelischer und körperlicher Liebe überschüttet wird. Wie nur konnte Sam in diese Männerphantasie hineingeraten?

Des Rätsels Lösung: Zabels Kollege hatte seinen Comic mit einer magischen Feder gezeichnet, die das Gezeichnete real werden lässt. Man muss nur auf das Bild oder dessen Abdruck pusten – ihm Atem einhauchen – und schon ist man drin. Über Jahrhunderte ging die magische Feder durch viele Zeichnerhände, und die Zeichner haben dann halt ihre Phantasien gezeichnet... meistens ihre sexuellen, in die sie sich dann hineingepustet haben.

Wie seine Figur Sam Zabel hat sich Dylan Horrocks während jahrelanger Arbeit an US-Mainstream-Comics wie „Batgirl“ gefühlt, als stecke er in der Sehnsuchtsphantasie anderer Leute fest. Er durfte nur klischeehafte Erwartungen bedienen, und seine eigene Kreativität blieb auf der Strecke. Das führte ihn in eine echte Depression, aus der er sich durch die Arbeit an „Sam Zabel and the magic pen“, wie der Band im Original heißt, herausholt hat. Die Figur Sam Zabel, die Horrocks in seinem legendären Werk „Hicksville“ einführte, muss für den Broterwerb an „Lady Night“ arbeiten, einer Serie, die vor Jahrzehnten sehr poetisch war und nun zu Standard-Superhelden-Sex-and-Crime verkommen ist. „Für die kommerzielle Comicindustrie zu arbeiten, war eine faszinierende Erfahrung, aber sie hat mich als Comiczeichner beinahe vernichtet“, sagt Horrocks auf der Reprodukt-Website. „Ich habe einige Jahre gebraucht, um wieder zu einer gesünderen Beziehung zu Comics zurückzufinden.“ Die Arbeit hat sich letztendlich über ein Jahrzehnt hingezogen, zuletzt als Blog auf seiner Website. Mitunter hat Horrocks den Comic für die Druckausgabe entschärft, wie an dieser alternativen Seite 61 zu sehen ist.

Sam Zabel in: Der König des Mars


Neben den autobiographischen Bezügen setzt sich Horrocks in „Sam Zabel“ mit künstlerischer Verantwortung auseinander. Haben wir eine moralische Verantwortung für unsere Phantasien? Für den Bereich der verschiedenen Comic-Genres lotet Horrocks das hier aus. Sollte sich alllerdings jemand den Band wegen der sexuellen Phantasien kaufen wollen: Horrocks hat ihn nicht mit der magischen Feder gezeichnet, ich hab's ausprobiert.


Sam Zabel in: Der König des Mars
von Dylan Horrocks,
Egmont Graphic Novel, 224 Seiten, 19,99 Euro


Am Besten kauft man sich das Comic beim Comichändler seines Vertrauens
...jedoch...
Sam Zabel in: Der König des Mars könnte man auch hier kaufen


(c) der Abbildungen: Reprodukt Verlag 2015

 
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