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geschrieben von Maqz am Montag, 17. November 2014 (1437 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Züricher Gekritzeltes


10 Fragen an Leo Leowald über seinen schweizer Stadtführer und seinen neuen Gustav #3
Das i in ZürichUnd wieder einmal schaffen der Autor Haimo Kinzler und der Zeichner Leo Leowald ein neues (drittes) Buch ihrer Gustav-Reihe. Nicht, dass man hier mit einer Asterixischen Riesenauflage rechnen muss, aber die erstaunliche Tatsache, dass dieses Mischung aus Comic und Kinderbuch es in die dritte Ausgabe geschafft hat, zeugt meiner Meinung nach von der guten Qualität dieser Unternehmung, die beim Stromboli Verlag seine verlegerische Heimat gefunden hat.
Doch vor Gustav 3 hat Leo in diesem Jahr noch mal mit einem (interaktiven) Zürich-Reiseführer-Comic im Handy-Format zugeschlagen. Wir fragen ihn heute kurz und schmerzlos zu beiden Themen aus...

ComicRadioShow: Hallo Leo, nun ist es also (schon längst) kein Geheimnis mehr: Der dritte Gustav kommt. War aber wohl nicht die Sensationsmeldung auf der (lange vergangenen) Frankfurter Buchmesse 2014, oder doch?

Stimmt. Wir verlegen weiterhin in unserem Geheimverlag Stromboli.

CRS: Gustav 3 erscheint ja voraussichtlich Ende Oktober. Und im November geht es direkt auf Vorlesetour. Wie kam es denn dazu?

Nachdem ich ein paar musikalische Gustavlesungen mit Harald "Sack" Ziegler gemacht hatte, habe ich die Lesung Käptn Book vorgeschlagen. Käpt'n Book ist ein alljährliches Kinderbuchlesefest an vielen Orten im Rheinland und mit vielen Autorinnen und Autoren. Und als dann im Sommer rauskam, dass ich da gleich für fünfzehn Lesungen gebucht bin, haben Haimo und ich beschlossen, schnell noch einen dritten Band zu machen.

Gustav

CRS: Nun sind ja Comic-Kinderbücher bei Eltern, wie bei Buchhändlern schwer in die jeweiligen Regale einzuordnen. Wie konntest Du und Haimo sich trotzdem durchsetzen?

Wir hatten ein paar gute Besprechungen. Die in der FAZ hat den Verkauf sogar ein paar Tage lang angekurbelt. Tatsächlich reichte unser Vertrieb aber nur in die Comicläden und die durch Reprodukt bereits angefixten Buchhandlungen, der Rest ist Mundpropaganda. Man kann sich den Verkauf also sehr übersichtlich vorstellen. Dafür sind die Kinder und Eltern, die die Bücher gelesen haben, uns immer gleich verfallen.

CRS: Um was gehts denn im dritten Band überhaupt?

Anders als die ersten beiden enthält der dritte Band vier Geschichten. Gustav geht wie immer zur Schule und erlebt dort wundersame Dinge. Diesmal rostet er, wird verzaubert und muss auf den Ponyhof. Seine betörende Lehrerin Frau Meier-Greulich verhindert aber stets das Schlimmste. Das Buch hat wieder ganz viele Bilder, aber deutlich mehr Text als die Vorgänger, Gustav ist jetzt gefühlt zwei Grundschulklassen weiter. Man könnte es als unser Lustiges Taschenbuch bezeichnen.

Gustav

CRS: Du bist ja mit diversen Projekten in der letzten Zeit beschäftigt gewesen. (Erklärfilmchen für den WDR, Zürich-Reiseführer, grimmenominierter Kanzlersimulator) Wie schüttelst Du/Ihr so ein Kinderbuch nebenbei aus dem Ärmel?

Die Geschichten für das neuen Buch waren schon halbwegs fertig. Die hatten wir damals für die Gustavwebsite geschrieben. Haimo hat die Texte überarbeitet und ich habe etliche neue Bilder dazugezeichnet und mit einem befreundeten Grafiker zusammen die Buchgestaltung übernommen. Wäre nicht alles schon so gut vorbereitet gewesen, hätten wir uns eine so sportliche Buchproduktion sicher nicht zugetraut. Und nur, weil ich drumherum so viele andere Sachen machen kann, für die ich bezahlt werde, kann ich mir den dritten Gustavband überhaupt leisten. Das war mit Zwarwald ähnlich. Ich versuche immer, eine Mischung hinzubekommen, bei der die Auftragsarbeiten Raum für solchen Luxusunfug lassen. In diesem Fall ist es so, dass ich mit den Lesungshonorare von Käptn Book meinen Teil der Gustavdruckkosten finanziere.

Gustav
Insiderinfo: der superhase, der auf der buchrückseite fliegt ist eine kleine randfigur aus
einer der illustrationen im buchinneren. als das cover fertig war, ist haimo und
mir aufgefallen, dass es ja schon einen zeichner gibt, der ein superhasi
zeichnet. mawil fand uns auf nachfrage süss und die ähnlichkeit der hasen nicht
zu gross.



CRS: Der schon erwähnte Zürich Reiseführer soll ja "interaktiv" sein. Was bedeutet das?

Man erreicht die höheren Level nur, wenn man selbst mit ihm durch Zürich geht. Ich wollte keinen typischen Reiseführer und auch keinen Reisecomic zeichnen, sondern ein Buch, das mit der Stadt und in der Stadt funktioniert.

CRS: Wie kam denn die Kooperation mit 25 Hours Hotel zustande?

Michael Dreher, ein Frankfurter Künstler, mit dem ich seit dem Studium befreundet bin, hat die beiden Frankfurter Hotels der Kette gestaltet und mich dempfohlen. Dann bin ich hingereist und habe wortreich mein Konzept für ein Buch darlegen und dann durfte ichs machen.

Das i in Zürich

CRS: Wie war denn die Schweiz in den "kalten Monaten" und kannst Du auch mal den Vergleich im Sommer machen (Variant-Band möglich?)

Im Sommer ist Zürich sehr schön, niemand verlässt ohne Badehose das Haus, weil man überall in den See und in die Flüsse springen kann. Fürs Buch hab ich mir das erzählen lassen und bei einigen Geschichten einfach Blätter an die eigentlich kahlen Bäume gezeichnet.
Während meiner Kurzaufenthalte hats ständig gegraupelt. Das war aber egal. Zwei meiner Schweizer Lieblingszeichner, Kati Rickenbach und Ruedi Widmer, haben mich vor Ort mit Tipps versorgt. Ähnlich wie Köln ist das Zürcher Zentrum flächenmässig klein. Ich bin also irrsinnig viel rumgerannt, hab immer abends in der Hotelbar alles notiert, ein paar Stunden geschlafen und morgens vorm Frühstück die Geschichten geschrieben. Ein Leben auf der Überholspur!

Das i in Zürich
Den Strapazincomic muss man so lesen: links oben, links unten, rechts oben,
rechts unten. so ist das nämlich im Buch. Nur, dass Zwarwaldleser nicht völlig
konfus werden. Ausserdem war das die einzige Geschichte, deren Pointe nicht ins
englische übersetzbar war. Da heisst das entsprechende Wort nämlich breast-feeding.



CRS: Ich persönlich fand Deinen niedrigauflagigen Wien-Reiseführer mindesten genauso lesenswert/unterhaltsam. Schon an eine Neuauflage für ein österreichische Hotelkette gedacht?

Klar, dran gedacht habe ich schon. Damals war ich auf Einladung des Kabinetts für Wort und Bild einen Monat lang in Wien und habe das mit einem Heft und eine kleine Ausstellung abgeschlossen. Dass ich eingeladen wurde, hat mich damals völlig umgehauen, weil ich immer dachte, für Witzezeichner gäbe es keine Stipendien. Die Situation in Wien war dann sehr entspannt, weil ich einfach nur das gemacht habe, was ich zu der Zeit sowieso gemacht habe: rumlaufen, jeden Tag einen Comic zeichnen und nachher daraus ein Heft machen. Ausserdem hatte ich das Gefühl, mit den Österreichern im Humor auf einer Wellenlänge zu sein. Die Schweiz fand ich schwieriger. Bei einem Fumetto-Zeichnerbattle habe ich mal live so eine Art Publikumsbeschimpfung gezeichnet. Ich fands lustig, die höflichen Schweizer wollten mir damals aber nicht so recht folgen. Das wollte ich diesmal geschickter anstellen und hab mich sehr viel mit Zürich und der Schweiz beschäftigt und auch den Humor sozusagen studiert.

Das i in Zürich
"Zueri uffruume" hätte ich zu gerne als Titel gehabt. Aber es gibt in der
Schweiz und auch hier ja schon die "Kunst aufräumen"-Bücher. Das fanden dann
alle zu nah dran.



CRS: Insgesamt ja ein Konzept, dass sich auf diverse Reiseziele ausweiten lassen könnte. Schon davon geträumt neben Kinderbüchern und TV-Filmchen auch mehr Reiseführer zu zeichnen?

Den jeweiligen Ort zu kapieren, würde für mich auch den Reiz bei einem weiteren Reiseprojekt ausmachen. Also: Na klar! Um es mit Udo Jürgens zu sagen: "Ich war noch niemals in New York!" Wyk auf Föhr wäre für den Anfang aber auch okay.

Das i in Zürich


CRS: Lieber Leo, vielen Dank für Deine Antworten.


Viele Grüße!
Markus

Und hier noch die Leseprobe

PS: Unterstützt die Gustav-Publikationen beim Stromboli Verlag! :-)

Gustav

(c) der Abbildung mit freundlicher Genehmigung: Leo Leowald & Edition Moderne 2014

 
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