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geschrieben von tigerrider am
Donnerstag, 15. Mai 2014
(3054 Aufrufe)
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Eine unglaubliche Frechheit leistet sich der Martin Perscheid da wieder!
Wie kann ein einzelner Mensch nur soviel Boshaftes ausbrüten? Wahrscheinlich redet er sich im nächsten Interview damit raus, es seien ja alles nur Erlebnisse von entfernten Bekannten gewesen, die ihn da wieder inspirierten...
Es ist doch absolut verständlich, dass man als normaler deutscher Gartenbesitzer diese blöden Blätter vom Grundstück pusten muss, oder? Und da braucht man halt ordentlich power, denn die Dinger pappen, wenn sie nass sind, ganz gut am Boden. Also besorgt man sich einen starken, nein, noch besser: einen sehr starken Laubbläser. Und dann klappt's auch! Und was was macht der? Der Hörr Perscheid? Einen Witz daraus! Boshaft sowas...
Frauen und Autos. Frauen und rechts und links. Man glaubt nicht, dass da auch nur noch ein einziger neuer Kalauer möglich wäre, aber doch: Die Szenerie- eine hohe Bergstraße, eine Frau kommt in der Kurve von der Fahrbahn ab, und telefoniert noch mit ihrem ehemaligen Fahrlehrer. Doch zu spät, fehlende Leitplanken und offenbar viel zu früh erteilte Fahrerlaubnis besiegeln das Schicksal der Fahrerin. Tragisch sowas...
Und dann das allseits beliebte smartphone. Offenbar versteht Hörr Perscheid nicht, wie weh das tut, wenn man cartoons über zerschmetterte displays liest. Es ist allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken, es geht einfach gar nicht mehr ohne. Nein! Nie mehr!!
Und SUVs. Oh Mann. Penislängenprobleme, Wildunfälle, zu niedrige Einfahrten in Parkhäuser... Warum nur so unausgewogen, Herr Cartoonist, wohl noch nie im Winter im Schnee stecken geblieben mit dem Miniluposmart, wie? Einfach immer feste druff auf die armen Förster, Lehrer, Hausfrauen, Väter, Dummen, Alten usw.
Auch im weiteren schlägt der Autor wild um sich und lässt keine Bevölkerungsgruppe ungeschoren, kein Tabuthema unangetastet wie Sex, HD, Furzen, Gehhilfen, Porno, Mobbing im Altenheim, nein, auch nicht religiöse Fanatiker und Zigeuner. Und Sinti. Und Roma...
Fazit:
Und dann, dann findet man doch noch einen Gag, der so platt ist, das man, ja, man mag es kaum zugeben- sich bewundernd vor der Größe des Autors gedanklich verbeugt. Begeben auch sie sich auf die Suche nach ihrem persönlichen Lieblingsgag in diesem Band, denn egal, ob sie sich in einer der Zielgruppen wiedererkannt haben, oder nicht: Wenn sie Humor besitzen, werden sie bei diesem Band um mindestens ein Grinsen nicht herum kommen.
Martin Perscheid: Ich würde Sie ja anzeigen...
Lappan Verlag GmbH
erschienen
142 farbige Seiten im Format 20,5 cm x 24 cm (SC)
ISBN: 978-3-8303-3354-8
9,95 € (D)
10,30 € (A)
Am Besten kauft man sich das Comic beim Comichändler seines Vertrauens
...jedoch...
Perscheid: Ich würde Sie ja anzeigen, aber ich seh' nix! kann man auch hier bestellen
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©opyright der Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Lappan Verlag GmbH 2014
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