Rezension Jim Curious – Reise in die Tiefen des Ozeans :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
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geschrieben von StefanS am Sonntag, 08. Dezember 2013 (2386 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Phantasie bedarf keiner Worte, aber braucht es 3D?


Jim CuriousJim Curious. Die deutsche Übersetzung dieses englischen Titels für das französische Buch wäre: Jim Neugierig. (Oder auch: Jim Sonderbar – was ebenfalls passen würde). Aber warum übersetzen und warum immer Wörter? Um aus dem Song von Depeche Mode Enjoy the silence zu zitieren: „Words are very unnecessary“. Bei Avant erschien 2013 mit Flut! eine Graphic Novel, die sich ganz auf die Bilder verlässt. Reprodukts Neuerscheinung ist da ganz ähnlich, aber noch dazu in 3D. Ein Tauchercomic in 3D – taugt der was?


20 Euro. Dafür gibt es zwei 3D-Brillen – nicht diese neumodischen Dinger fürs Kino oder den Fernseher, sondern diese alten, mit je einer roten fürs linken und einer blauen Folie fürs rechte Auge. Mit 52 Seiten ein sehr dünnes, aber hochwertig aufgemachtes Buch. Die zwei Brillen lassen sich wohl so verstehen: bitte lest dieses Buch gemeinsam, etwa mit euren Kindern! Wobei lesen das falsche Wort ist, da es keine Texte gibt, gilt es zu betrachten. Was aber wohl auch der Tatsache geschuldet ist, dass Text in 3D Unwohlsein verursachen könnte, wie Picard im Interview verriet.

Jim Curious verlässt (s)ein Haus und taucht in seinem bulligen Taucheranzug hinab ins Meer. Er schwimmt an Fischen vorbei und entdeckt so einiges. Am Ende wartet kein Happy End, sondern ein beinahe philosophisches Ende – der Kreislauf beginnt wieder von vorn.

Jim Curious

Ist das nun lediglich eine technische Demonstration von Comics in 3D? Ist das ein Kindercomic? Hätte es nicht lieber 2D sein dürfen? Tatsächlich bin ich von der 3D-Schwemme im Kino etwas ernüchtert und würde mir Filme wie zum Beispiel Thor – The Dark Kingdom (2013) gerne in 2D ansehen, aber oft bieten die Kinos gar keine Auswahlmöglichkeit mehr an. Das fühlt sich etwas so an, als würde einem mit 3D etwas aufgeschwatzt, was man eigentlich gar nicht möchte, beziehungsweise auf das sicher einige gerne verzichten würden. Bei „Jim Curious“ ist der Abnutzungseffekt noch nicht so groß, da es schon etwas anderes ist ein richtiges Buch in Händen zu halten. Das ist nicht hektisch und wirkt nicht überladen wie ein reißerischer Kinofilm. Der Comic ist originell und auch faszinierend. Allerdings gilt das auch für Daytripper oder Der Kartograph, um nur mal zwei Comics, in 2D, aus 2013 zu nennen.

Matthias Picard gelingt es sehr schön uns in die Welt der kindlichen Wahrnehmung hineinzuversetzen. Da wird neugierig entdeckt und gestaunt und da ist niemand, der etwas erklären würde. Wir begeben uns allein auf Spurensuche und lassen unserer Phantasie freien Lauf. Das ist eine wirklich berührende und schöne Erfahrung! Kein liebloses 3D als reine Geldschneiderei und Verkaufsmasche wie bei so manchem (3D-)Film, sondern erkennbar mit Freude und Liebe zum Detail erstellt dieser Comic, der für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist.

Jim Curious

Weitere Informationen zu diesem Comic finden sich übrigens im Comicgate-Interview, das ich mit Matthias Picard geführt habe.

Wertung: 78 %


Jim Curious – Reise in die Tiefen des Ozeans
Zeichnungen: Matthias Picard
Originalausgabe: Jim Curious - Voyage au cœur de l'océan (2012)
52 Seiten, Hardcover, s/w in 3D
Extras: zwei 3D-Brillen
2013 Reprodukt, 20 €
ISBN 978-3-943143-45-4



Am Besten kauft man sich das Comic beim Comichändler seines Vertrauens
...jedoch...
Jim Curious – Reise in die Tiefen des Ozeans kann man auch gerne hier kaufen
Jim Curious

(c) der Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Reprodukt Verlag und Autoren
 
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