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Neil Young's Greendale :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
21.04.2024, 03:55 Uhr
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geschrieben von StefanS am Montag, 26. November 2012 (2492 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht
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Alaska retten und Neil Youngs Leben in Kalifornien verstehen



Neil Young's GreendaleNeil Young ist, laut einem Bonmot aus Die Simpsons, ein Musiker aus den 60er Jahren. Anders als viele andere Künstler tingelt er allerdings nicht mit grässlichen Nostalgie-Shows durch die Lande und verharrt in der Vergangenheit, sondern schuf ständig Neues. 2012 erschienen gleich zwei neue Alben von Neil Young & Crazy Horse, sowie seine Autobiographie. Zu seinen ungewöhnlichsten Alben gehört Greendale, eine Art Amerikanischer Roman in musikalischer Form. Diese Musik erschien zuerst akustisch, danach von Crazy Horse begleitet als Rock-Oper mit E-Gitarren, dann als Bühnenshow, gefolgt von einem Film und 2010 auch als Comic.

Greendale ist ein kleiner Ort in Kalifornien. Dort lebt die Familie Green. Die jüngere Generation trägt Namen wie Sea Green, Luna Green oder eben Sun Green, die wichtigste Figur in dieser Geschichte, die um 2003 entstand, als der Krieg im Irak und Afghanistan und die drohende Erschließung Alaskas als Ölquelle das Land spaltete und an die 1960er und 1970er Jahre erinnerte, in der Vietnam-Krieg und Nixon die Bevölkerung ebenfalls zutiefst verunsicherte und zu spalten drohte. Es ist also eine sehr politische Geschichte, voller Symbolik, die etwa in der Namensgebung der Figuren wenig raffiniert wirkt. Ein naiver Blick auf "einfache Menschen", die sich zur Wehr setzen: gegen schwachsinnige Medien, Kriegstreiberei und hemmungslose Gier.
Neil Young's Greendale
Wer von diesem Comic so etwas ähnliches wie Godspeed, die Comic-Biographie von Kurt Cobain erwartet, liegt nicht gänzlich falsch, denn es finden sich Elemente aus Neil Youngs Leben in dieser etwas schrulligen Geschichte wieder: er lebt in Kalifornien, er hat eine Tochter, er ist Künstler und er hat eine Vorliebe für klassische US-Autos und macht aus seinem spirituellen Umgang mit der Natur keinen Hehl. Damit hören die Parallelen vielleicht schon auf, der Rest ist Fiktion. Einige Charaktere erinnern, auch zeichnerisch, an die Comic-Umsetzung von Stephen Kings The Stand - die Hauptfigur etwa (die in the Stand offensichtlich Stephen King ähnelt und in Greendale Neil Young), weitere Gemeinsamkeit: der Teufel tritt auf. In Greendale ist er allerdings, anders als in The Stand, kaum gruselig, sondern eher ein gewitzter Geschäftsmann, der Menschen dazu verführt schlechte Entscheidungen zu fällen.
Comic-Kenner werden außerdem bei manchen Bildern an Swamp Thing und Sweet Tooth erinnert, allerdings lediglich optisch, nicht unbedingt inhaltlich.
Neil Young's Greendale
Den Zeichnern wurde anscheinend nicht übermäßig viel Freiraum eingeräumt: eine Schafsherde verdeutlicht die Führungsqualitäten von Sun Green, so etwas hatte Neil Young in seiner Musik nicht vorgegeben, das meiste andere allerdings schon. Wer die bisherigen Interpretationen der Geschichte kennt, wird kaum auf Neues treffen. Wem Greendale allerdings noch nicht vertraut ist, bekommt durch diesen Comic nicht unbedingt einen repräsentativen Eindruck von Neil Youngs Schaffen. Seine stärksten Songs sind anders als das was sich in Greendale findet. So ist es vor allem ein Comic für Neil-Young-Komplettisten und weniger für Leser, die durch den Comic an das musikalische Werk Youngs herangeführt werden dürften. Die Story ist einfach zu verschroben und dürfte trotz jugendlicher Heldin eher ältere Hippies ansprechen - der hervorragende Konzertfilm Deja vu sei dazu empfohlen!


Neil Young's Greendale
Autor: Neil Young, Umsetzung als Comic: Joshua Dysart, Cliff Chiang & Dave Stewart,
Vorwort von Neil Young,
160 Seiten, Hardcover, Farbe,
Vertigo / DC Comics 2010


Am Besten kauft man sich das Band beim Comichändler seines Vertrauens
...jedoch...
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Wertung: 72 %


(c) der Abb. mit freundlicher Genehmigung Vetigo/DC und Autoren

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