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Ernest & Rebecca 3 : Insekten-OpaErnest & Rebecca ist ein Comic für Kinder. Aber ist er ein Comic nur für Kinder? Mitnichten! Ein erfreulich vielschichtiges Werk hat TOKYOPOP da im Programm und auch die erwachsenen Comicfans sollten sich nicht von der Lektüre abhalten lassen...

Ich komm mir manchmal vor, wie ein Perlentaucher: Mein neuestes Fundstück, dass ich beim TOKYOPOP-Verlag für mich entdeckt hab ist die Serie „Ernest & Rebecca“. Ok, ich geb's zu, das übrige Programm des Verlags hat nicht wirklich viel im Angebot, das mich interessiert, ausgenommen natürlich die fantastische Serie YOTSUBA&!. Ich bin aber wahrscheinlich auch nicht die Zielgruppe. Doch da sind wir gleich beim Thema: Zielgruppe. Auf dem Rückumschlag von „Ernest & Rebecca 3 : Insekten-Opa“ findet man die Hinweise „Comedy“ und „10+“. Na, da pass ich doch rein!

Doch nun zum Inhalt: Die sechseinhalb-jährige Rebecca und ihre grosse Schwester Coralie haben in den beiden ersten Bänden der Serie die Trennung der Eltern miterleben müssen. Das besondere der oft kränklichen Rebecca ist, dass sie sich einen imaginären Freund erschafft, die Riesen-Mikrobe Ernest, mit dem sie reden und spielen kann und der ihr in der schwierigen Zeit vor allem eins ist: Ein guter Freund. Sie Sache mit dem „imaginären“ bekommt dann im dritten Band eine weitere Nuance, denn offenbar kann ihr Opa die Mikrobe Ernest auch sehen und kennt ihn sogar von früher.
Ernest & Rebecca 3 : Insekten-Opa
Die Ferien, die die beiden Schwestern bei Opa und Oma auf dem Land verbringen, beginnen nicht ohne Startschwierigkeiten: Rebecca findet alles furchtbar: Das Bett knarzt, die Luft riecht komisch, alles ist fremd und überhaupt will sie zu ihrem Papa... Coralie findet auch alles furchtbar, allerdings aus anderen Gründen: Die zuvor in Band 2 begonnen zarten Bande zu einem Jungen werden auf eine harte Probe gestellt, liegt der Hof der Grosseltern doch in einem grosszügig bemessenen Funkloch, sodass ihre Versuche, per smartphone den Kontakt zu pflegen, scheitern.

Ernest & Rebecca 3 : Insekten-Opa

Doch es wird besser. Rebecca unternimmt viele Ausflüge mit ihrem Opa, der gerne mal zwischendurch ein Glas Rotwein oder ein Stück Knoblauchwurst einwirft, und entdeckt die Faszination, die die Natur ausüben kann. Zum Schluss erfährt man dann auch endlich, warum der Opa „Insekten-Opa“ genannt wird... ;-)
Beim Lesen habe ich mich übrigens an einen meiner Lieblings-Comics erinnert gefühlt, der ähnlich schön diese besondere Stimmung und Wirkung eines Sommers auf dem Land auf Kinder eingefangen hat: Frank Pe's und Bom's Jonas Valentin bzw. Broussaille in „Die Hüter des Lichts“ von CARLSEN veröffentlicht. Ein anderer Stil, klar, aber trotzdem eine ebenso schöne Erfahrung als Leser.

Beim Thema „Stil“ angekommen möchte ich nun auf die Autoren eingehen, beide sind keine Neulinge. Szenarist ist Guillaume Bianco, der Franzose hat bereits einige Serien veröffentlicht, z.B. als Szenarist und Zeichner in Person „WILL“ und ist nun mit „Ernest & Rebecca“ bei Le Lombard unter Vertrag.
Der italienische Zeichner Antonello Dalena dürfte hierzulande schon vielen unter die Augen gekommen sein: Nach Micky Maus- und Donald Duck-Projekten für Disney in Italien hat er an der feinen Serie „Monster Allergy“ sowie an Episoden von W.i.t.c.h. mitgearbeitet.

Ernest & Rebecca 3 : Insekten-Opa

Das Besondere:
Was „Ernest & Rebecca“ nun aber aus der grossen Anzahl amüsanter Serien heraushebt, ist folgendes: Die kränkliche Rebecca (und mit ihr die Leser) lernen von der Mikrobe Ernest eine Menge über Krankheiten, und wie Immunsystem und -abwehr funktionieren. Selbst wenn nicht alle Feinheiten von den jüngeren Lesern verstanden oder behalten werden, so wird mindestens ein Grundgerüst vermittelt, das finde ich in der Art, wie es in dem Comic geschieht, sehr gelungen. Es wirkt nicht aufgesetzt oder oberlehrerhaft.

Ein weiterer Hauptbestandteil der Geschichte, nämlich die Trennung der Eltern, wird auch bemerkenswert vermittelt. Tatsache ist: Es gibt viele Familien, in denen aus ähnlichen Ursachen ähnliches geschieht. Ich will nun auf keinen Fall behaupten, der Comic sei eine Lösung für solche Probleme, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es Kindern helfen könnte, bestimmte Zusammenhänge zu verstehen, oder aber sie aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Hinzu kommt, dass es ja nicht nur die von der Trennung der Eltern direkt betroffenen Kinder sind, nein, es sind auch die Freunde, die Schulkameraden, die sich womöglich nicht trauen, zu fragen. Und durch die Lektüre von „Ernest & Rebecca“ könnten sicher die einen oder anderen Fragezeichen, die vielleicht sonst ungelöst blieben, beseitigt werden.

Ernest & Rebecca 3 : Insekten-Opa

Die Verarbeitung der schön in der Hand liegenden kleinen Hardcover ist tadellos und macht auch mehrfaches Lesen mit (getestet mit 1 Erwachsenen und 2 Kindern).
In Frankreich ist bereits Band 4 erschienen.

Fazit:
Eine tolle Serie. Kann ohne Bedenken an Kinder verschenkt werden (10+) oder zum eigenen Genuss erworben werden.
Neben lustiger, teils trauriger Handlung erwarten den Leser schöne Momente in ländlicher, französischer Atmosphäre.(js)


Ernest & Rebecca 3 : Insekten-Opa
TOKYOPOP
erschienen
HC, 48 Seiten
im Format 17,4 x 24,5 cm
9,95 € (D)


Am Besten kauft man sich das Band beim Comichändler seines Vertrauens
...jedoch...
Ernest & Rebecca 3 : Insekten-Opa kann man auch gerne hier kaufen.

Ernest & Rebecca 3 : Insekten-Opa

(c)Abbildungen: 2010, 2011, 2012 TOKYOPOP GmbH

Veröffentlichung der Abbildungen mit freundlicher Genehmigung des Verlages
 
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