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geschrieben von tigerrider am Mittwoch, 07. September 2011 (2480 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Peter + Alexander heisst nun Jommeke


Jommeke 1: Der SchildkrötenschatzJommeke ist in Deutschland angekommen! Seit Anfang September sind die ersten beiden Titel des neuen stainlessArt- ComicVerlages erhältlich. Dieser zweite Versuch, die Serie im deutschsprachigen Raum zu verlegen (nach immerhin 34 Bänden „Peter + Alexander“ in den 1970ern) orientiert sich dabei deutlich näher am Original. Die Hauptakteure heissen nun, so wie im flämischen Herkunftsland, neben Jommeke: Filiberke (früher Alexander), Annemieke und Rozemieke, Professor Gobelijn und Anatool. Der Wiedererkennungseffekt ist aber so gross, dass auch die Alt-fans von früher keine Anpassungsschwierigkeiten haben dürften.

Jommeke 1: Der SchildkrötenschatzJommeke wurde erfunden von Jef Nys (1927-2009), die ersten Geschichten mit Jommeke erschienen 1955, das erste Album „Die Jagd auf einen Fussball“ 1959. Ganz schön lange her, könnte man sagen. Bei der nun gestarteten Neuauflage wählt der stainlessArt- Verlag allerdings eine eigene Veröffentlichungsreihenfolge. Man hat zwar nicht mit der Nummer 1, aber doch bewusst mit einigen älteren Titeln begonnen. Ein Verlagsvertreter von stainlessArt dazu im Comicforum (Zitat: www.comicforum.de): „Hätten wir ein neueres Album genommen, hätten wir womöglich die Traditionalisten enttäuscht. Messen wir der Auswahl der Startalben keine allzu große Bedeutung bei und betrachten sie als das, was sie sind: Der Start einer langen Serie.“
Jommeke 1: Der Schildkrötenschatz
Der vorliegende Band 1: „Der Schildkrötenschatz“ stammt von 1961, und das merkt man der Geschichte auch an. Die Frage ist nun, ob das stört? In Zeiten, in denen retro von den einen als „Out“ von den anderen schon wieder als „In“ bezeichnet wird, offenbar schwer zu beurteilen. Ich finde es nicht schlimm, viel mehr hat mich der sehr klamaukhafte Anfang der Geschichte getroffen. „Der Schildkrötenschatz“ beginnt nämlich recht harmlos mit einer Aufräumaktion Jommekes auf dem elterlichen Dachboden, in deren Verlauf er viele Sachen einfach aus dem Fenster wirft. Ein Eselskopf bleibt auf dem Kopf seines Vaters, der im Garten sass, stecken. Die Mutter lacht sich schief, zumindest solange, bis ihr das Kopfteil einer Ritterrüstung auf den Kopf fällt. Niemand wird glücklicherweise verletzt, aber offenbar war es die Absicht des Autors gewesen, zugunsten kindlicher Belustigung Realitätsbezug zu opfern. Denn das darf man an keiner Stelle vergessen: „Jommeke“ ist ausdrücklich für Kinder gemacht und über manche Zusammenhänge wurde einfach hinweggesehen. Zum Glück wird das in neueren Geschichten der Reihe besser, wir werden sehen.
Jommeke 1: Der Schildkrötenschatz
Die bereits erwähnte Dachbodenaktion fördert u.a. auch ein in einer Schildkröte verstecktes Testament eines Seeräubers zutage. Ein riesiger Goldschatz kann geborgen werden und soll zugunsten Bedürftiger verwendet werden. Jommeke zögert nicht lange und begibt sich mit seinen Freunden auf grosse Abenteurerfahrt ans andere Ende der Welt, mit von der Partie ist allerdings auch sein böser Gegenspieler Anatool.
An dieser Stelle sei der Verlag auf seiner Webseite: www.jommeke.de zitiert: “... So sind die gewaltfreien Abenteuer leicht zu verstehen. Mit viel Humor schenken sie Kindern Selbstvertrauen.... An einer Stelle im vorliegenden Band jedenfalls bedroht Jommeke mit einer Stichwaffe Anatool, der ihnen den Schatz wieder abnehmen will und sagt dazu: “Noch ein Schritt und ich stech dich in deinen dicken Bauch, dass er platzt wie ein Ballon!“ Das gab mir zu denken, und wird mich verlassen, mit meinen Kindern über diese Stelle zu reden, bevor ich sie den Comic lesen lasse. A propos lesen lassen:
Jommeke 1: Der Schildkrötenschatz
Antolin.de:
Interessant finde ich auch, dass die Kinder, die es möchten, mit Jommeke über das Portal antolin.de Punkte sammeln können. Das funktioniert so, dass, wenn das Kind von der Schule oder KlassenlehrerIn angemeldet wurde, in Wissensfragen zum Inhalt von gelesenen Büchern Punkte gesammelt, und zum Schuljahresende vom Lehrer in Form von „Urkunden“ ausgedruckt werden können.
Wie viele andere Ideen, die Kinder zum lesen anregen sollen, finde ich auch diese gelungen.

Verarbeitung:
Die Softcover sind sehr gut verarbeitet, die Farben wirken ein wenig matt, doch passen sie so gut zum Stil, der Text ist gut lesbar.

Fazit:
Dem Käufer bietet sich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Eine vielleicht etwas altbackene Abenteuergeschichte im Genre Findet-den-Piratenschatz zum günstigen Preis von 6,95 €.
(js)


In ein paar Tagen folgt an dieser Stelle die Rezension zu Band 2: Das Jampuddinggespenst, mit einem GEWINNSPIEL!


Jommeke 1: Der Schildkrötenschatz
Verlag: stainlessArt GmbH, Aachen
erschienen
48 farbige Seiten im Format 21 cm x 29,8 cm (SC)
ISBN: 978-3-9814646-0-3
6,95 € (D)


Jommeke 1: Der Schildkrötenschatz

© Abbildungen: stainlessArt GmbH, Aachen 2011
© 2011 Ballon Media nv, Belgium
 
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