Ivo Kircheis & Mamei : Rocket Blues :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
23.10.2017, 17:23 Uhr
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geschrieben von Maqz am Mittwoch, 10. November 2010 (3323 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Elvis in the Sky with Diamonds


Rocket Blues Interview Sie ist seit Juni in der Luft: die Blues Rakete. (Oder war's der Rocket Blues?) Gestartet ist sie in Dresden, gesteuert und gezeichnet wird sie von Kapitän Kircheis und seiner Nummer Eins Mamei. Wir haben die Beiden mal zum Gespräch gebeten, was es mit diesem blauen Raumschiff (oder doch die schnelle Liedform?) so auf sich hat.


CRS: Hallo Jungs! Der Werbeslogan für Euer letztes Comicwerk heisst "Ein intergalaktisches Abenteuer-Funny-SciFi-Road-Movie in Comicform, wobei mit Road hauptsächlich die Milchstrasse gemeint ist." Doch was steckt wirklich hinter "Rocket Blues"?

Ivo: Dahinter steckt immer ein kluger Kopf. Hahaha, sorry, falscher Spruch, das war ja eine andere Kampagne! Was steckt also hinter "Rocket Blues"... hm, wo soll man da anfangen? Ich denke, hinter RB stecken in erster Linie anderthalb Jahre Arbeit, das ist immerhin die dreifache Zeit, die wir für unser Vorgängeralbum "Dave Grigger" gebraucht haben. Die "Rocket"-Handlung ist ja gespickt mit popkulturellen Anspielungen und Zitaten, daher war wirklich sehr viel Recherche nötig. In dem Buch steckt mehr Wahres, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
mamei: wie sagt professor walnuss immer: "nichts ist wie es scheint." da möchten wir uns vorbehaltlos anschließen.

Rocket Blues Interview

CRS: Auf mich wirkt die Story sehr komplex. Es gibt ja diverse Handlungsstränge... Gab es so etwas wie eine Schlüsselidee?

mamei: es gab nicht EINE schlüsselidee, sondern viele, die sich allerdings erst im laufe der arbeit zu einem großen ganzen verschmolzen haben. wir haben zwischenzeitlich an einzelnen story-bausteinen gewerkelt, von denen wir anfangs noch nicht wussten, was sie miteinander zu tun haben...
Ivo: Nun, es gab aber schon SchlüsselERLEBNISSE, wie beispielsweise Mameis Entdeckung, dass das bis heute vermutlich einzige extraterrestrische Signal, das je auf der Erde empfangen wurde, das berühmte WOW-Signal nur wenige Stunden vor dem Moment aufgefangen wurde, als der größte Rock'n'Roller aller Zeiten in Memphis/Tennessee vom Klo gerutscht und (sein Körper) tot aufgefunden worden war. Wir sind der Sache dann auf den Grund gegangen und haben noch eine Reihe weiterer bizarrer Zusammenhänge aufgedeckt.

CRS: Seid ihr Verschwörungstheoretiker?

Ivo: Verschwörungstheoretiker kann man das nun nicht gerade nennen. Aber einige Dinge haben uns im Verlaufe der Arbeit an RB tatsächlich nachdenklich gemacht. Die Sache mit den Kornkreisen klären wir ja im Buch, aber da wäre zum Beispiel auch noch die Geschichte mit Hitlers U-Boot oder den Bäumen an unserem (ehemals) schönen Elbufer in Dresden-Pieschen...

Rocket Blues Interview

CRS: Hitlers U-Boot?

Ivo: Genau. Ich sagte zu Mamei, wir brauchen sowas wie einen Oberschurken, einen Hauptbösen oder so. Warum nehmen wir nicht einfach Hitler, der ist böse, geradezu oberböse und außerdem ziemlich en vogue. Seine Leiche ist ja auch nie zweifelsfrei identifiziert worden... Mamei war einverstanden. Mir war das nun allerdings etwas zu naheliegend, dass er genau wie der Ober-Rock'n'Roller in einem Raumschiff im All herumschwirrt, da fiel mein Blick im Militärhistorischen Museum in Dresden auf so ein altes U-Boot und ich dachte mir, das wär doch perfekt. Hitler ist gar nicht tot, sondern mit einem U-Boot ins All abgehauen. Damit das nicht ganz unglaubhaft wirkt [lacht], brauchte ich natürlich noch ein paar mehr Hintergrundinformationen... Bei meinen Recherchen stieß ich glücklicherweise im Internet auf U-396, ein deutsches U-Boot, das im April 1945 auf ungeklärte Weise nordwestlich von England verschollen ist. Tja, und deshalb trägt "Eisenbarts" U-Boot in unserem Comic die Nummer U-396. Beim Zeichnen merkte ich dann zufällig, dass die Quersumme von 396 genau der Zahl entspricht, die von der rechten Szene gern als Code für Hitlers Initialen "AH" verwendet wird, und ein paar Wochen später las ich im Spiegel einen Artikel über Hitlers Ableben, in dem dargelegt wird, dass das F.B.I. bis Mitte der 50er Jahre Hinweise verfolgte, nach denen der Führer mit einem U-Boot(!) in Richtung Grönland(!) abgetaucht sei. Tja, die waren schon nahe dran. Bei uns passt nun endlich alles.

CRS: Verrückt. Und die Geschichte mit den Bäumen?

mamei: ja, das war auch verrückt. genau zu der stunde, in der ivo das allerletzte panel des albums zeichnete, ein panorama des pieschner elbufers mit herrlichen alten bäumen im hintergrund, klingelte sein telefon im atelier und er erfuhr, dass genau in dem moment diese vierzig gesunden alten bäume mit motorsägen gefällt wurden, damit dort eine flutschutz-betonmauer hin kann. später kam raus, dass nur für 12 bäume eine fällgenehmigung vorlag, aber jetzt sind die bäume weg und in unserem comic sind sie ein letztes mal zu sehen...

Rocket Blues Interview

CRS: Wie muss man sich denn eure Zusammenarbeit beim Entwurf der Geschichte vorstellen? Wie lief das genau ab?

mamei: also, wir haben uns jeden mittwoch abend im atelier getroffen, ein paar flaschen entkorkt und uns gegenüber gesetzt. dann hat jeder seine ideen und rechercheergebnisse der letzten woche dargelegt und wir haben geprüft, was sich davon für "rocket blues" verwenden lässt. zwischendurch haben wir immer mal wieder einen schluck getrunken.
Ivo: Mamei hat sich dann einen Bleistift geschnappt und in schnellen, treffenden Scribbles unsere Ideen festgehalten. Das war sehr wichtig, weil wir uns an unsere Gespräche am nächsten Tag manchmal nicht mehr erinnern konnten. Das Scribble war dann der Beweis, dass wir uns tatsächlich getroffen hatten und konnte mir als Anhaltspunkt für den eigentlichen Entwurf der Seiten dienen.

CRS: Ich hatte den Eindruck, nach dem Lesen eures Comics bleiben eine Reihe Fragen offen. Hängt das vielleicht auch mit diesen euren Erinnerungslücken zusammen?

Ivo: Neinnein, ganz und gar nicht. Wie war nochmal die Frage? Ach so... nee. Das ist Absicht. "Rocket Blues" ist auf mehrere Bände angelegt. Wir haben eine Menge Ideen noch gar nicht verwendet bzw. absichtlich vorenthalten. Band 1 soll lediglich erstmal einen unterhaltsamen Einstieg in die Welt des Mister Rocket bieten. Im richtigen Leben werden ja auch nicht alle Fragen an einem Tag beantwortet.
mamei: darum nennen wir es ja road-movie in comicform. es ist keine geschichte mit anfang, höhepunkt und ende, sondern wir erzählen einen kleinen ausschnitt aus einem größeren gesamtzusammenhang. der weg ist hier das ziel. der leser soll am ende tatsächlich noch fragen haben, damit er sich später auch band 2 bis band 25 kauft.

CRS: Apropos "kauft", "Rocket Blues" ist ja heuer pünktlich zum Comicsalon in Erlangen fertig geworden. Wie kam's denn bei euren Fans an? Hat sich das Teil gut verkauft? Wurde es von einer gewissen Organisation lobend erwähnt?

Rocket Blues Interview

mamei: auf der einen seite hat es sich super verkauft, trotz unseres miesen standplatzes auf dem salon, auf der anderen seite war es für preise natürlich noch zu früh, da es ja eben erst erschien. aber unsere zauberkugel aus böhmischem glas hat uns orakelt, wer in den nächsten jahren icom und max und moritz-preise einheimsen wird. was das nächste jahr angeht, meinte diese, es werde "schwarze babies in münchen" regnen, und wir rätseln noch was damit gemeint ist.
Ivo: Für unsere Verhältnisse hat sich "Rocket Blues" tatsächlich rasant verkauft, am Rande freute mich aber auch, dass begeisterte italienische Sammler Originalseiten gekauft haben. Hätten wir mit BEATCOMIX allerdings nicht tatsächlich so einen abgrundtief schlechten Standplatz an der rückwärtigen Stirnseite einer Standreihe in der dunklen und undankbaren Halle C des Salons gehabt, hätten wir vermutlich doppelt soviel verkaufen können. Ich werde das dem Salon bei Gelegenheit auch noch einmal deutlich machen, dass wir es als grobe Ungerechtigkeit empfinden, dass wir als kleiner ambitionierter Autorenverlag in die hinterste Ecke neben Stände von Institutionen und Organisationen abgeschoben werden, wo das Kaufpublikum sowieso schon gelangweilt abdreht, und dennoch die gleichen Quadratmeterpreise wie die Verlage in den Toplagen der Haupthalle bezahlen müssen.

CRS: Auf Youtube gibt es ja zu Rocket Blues einige Filme. Was ist da genau zu sehen?

mamei: zu sehen ist ivo, wie er bleistiftseiten tuscht. nicht dass hier jemand denkt, das wäre zeitraffer, nein der teufelskerl ist tatsächlich so flink.

CRS: Und warum habt ihr diese Art der Präsentation gewählt?

Rocket Blues Interview

Ivo: Nun, erstmal einfach wegen der Tatsache, dass meine Kamera solch eine geniale Zeitraff.... äh, sorry, hab mich versprochen, VIDEOfunktion hat. Und weil bei Youtube Abermillionen von Nutzern unsere Videoclips anschauen wollen. Etwa 250 von denen haben das ja mittlerweile auch schon getan.
mamei: wir wollten zeigen, mit welchem elan wir, insbesondere ivo bei rocket blues, bei der sache sind. es fängt mit einem kleinen scribble beim ideenschwatz im atelier bei einer zünftigen gallone watzke-pils an und hört genau nach diesem tusche-video auf. das ist doch intergalaktisch.

Rocket Blues Interview

CRS: Nun ist Euer Comic auf einem doch sehr ungewöhnlichen Papier gedruckt worden. Leicht, aber trotzdem mit Volumen. Was habt Ihr Euch um Gottes Willen dabei nur gedacht?

mamei: wieso? gefällt dir das etwa nicht? dann solltest du, bevor du blätterst, erst einmal dran riechen. wir haben extra etwas dope in die tinte mischen lassen, damit jeder einen raumkoller beim lesen bekommt. das volumen spielt nur eine rolle, wenn du deinen verstärker lauter machst.
Ivo: So ungewöhnlich finde ich das Papier nicht. Es passt außerdem wunderbar zum Underground-Appeal der Zeichnungen. Und erst der Geruch...

CRS: Welche Zeichnung hat Dir eigentlich am meisten Spaß gemacht? (und warum?).

mamei: beim scribbeln eindeutig die mister "rocket denkt nach"-seite sowie die seite mit der fischkarte.
Ivo: Ich hatte viel Spaß bei Mister Rockets Ankunft auf Orionopolis, bei der Paternosterseite, bei der Konkreisszene im Singularius-System und bei allen Szenen mit der Dicken Berta. Bei letzteren hatte ich den "Flow" und bin nahe dran an meiner Idealvorstellung einer lebendigen Comicseite. Und sehr lustig finde ich sie auch noch!

CRS: Schon einmal überlegt, den ganzen Comic als Film (z.B. Stop-Motion-Animation oder mit Realen Schauspielern) zu inszenieren?

mamei: (lacht) keine üble idee. aber terry gilliam hat noch nicht angerufen. bestimmt würden mir bruce campbell als mister rocket und mein alter kumpel zack (volker michalowski, d. red.) als laszlo ganz gut passen, aber ich hab grad deren nummern verlegt...
Ivo: Johnny Depp als Laszlo wäre aber auch nicht schlecht... und Ottfried Fischer als Dicke Berta.

CRS: Warum nicht? Macht doch gerade jeder!

mamei: wenn wir alt und fett im lehnstuhl liegen, vielleicht, was sagst du ivo?
Ivo: Fett werde ich ja nicht, weil ich regelmäßig joggen gehe. Aber nö, Film interessiert mich nicht, da wuseln mir zuviele Leute rum und wollen mitreden.

Rocket Blues Interview

CRS: Welcher Konkurrenz-Comic vermasselt Dir gerade so richtig die Tour?

Ivo: Hm, welche Tour? Ich verstehe die Frage nicht ganz.
mamei: konkurr-was? es gibt noch andere comiczeichner? machen die nicht alle graphic-novels?

CRS: Wird's eigentlich einen zweiten Teil geben? Und wie könnte er heissen?

mamei: die idee ist da, der titel auch.
Ivo: Wie oben schon erwähnt, Teil zwei muss es geben, denn es sind noch Fragen offen.

CRS: Gibt es eigentlich bei Euch eine Art Rangliste der Comicalben im Verlag. Welcher Titel ist denn da wo zu finden?

mamei: dave grigger liegt da momentan in führung, aber rocket ist ihm dicht auf den fersen! und die paralleluniversen verkaufen sich beständig gut. wir können nicht meckern.
Ivo: Ich nehme an, Mamei meint das Verkaufsranking? Auf der Beliebtheitsskala liegt bei mir immer das letztveröffentlichte Werk auf Platz eins, also im Moment "Rocket Blues".

CRS: Habt ihr noch vor die 2. Auflage von Rocket Blues (SAKRILEG!) zu kolorieren?

Rocket Blues Interview

mamei: wenn sich ein wahnsinniger oder eine wahnsinnige dafür erwärmen können, dann immer her mit den testcolorationen.
die besten kommen eine runde weiter. es locken erwähnung im impressum und ausbeutung ohne ende!
Ivo: Aus Zeit- und Kostengründen denken wir über Farbe für Mister Rocket im Moment nicht ernsthaft nach.

CRS: Kann man auch signierte Ausgaben bei Euch bestellen?

mamei: jederzeit. außer am heiligen sabbat.
Ivo: Das kann man nicht nur, das SOLL man sogar.

CRS: Gibt es etwas, was Ihr Euch von den Rocket Blues Lesern wünscht?

mamei: wenn sie uns die treue hielten und zu fans mutierten, hätte ich nix dagegen.
Ivo: Ich wünsche mir, dass sie das Buch fleissig weiterempfehlen und guten Freunden schenken.

CRS: Sonst noch Fragen?

mamei: heute schon ein fischbrötchen gegessen?
Ivo: Wie fandest du eigentlich "Rocket Blues", Markus?

CRS: Äääh ja also, um es direkt zu sagen: An Deinem Stand in Erlangen! Um es indirekt zu umschreiben: Echt Gut! Und insgesamt danke ich für das Gespräch!

mamei: danke, gleichfalls!

Rocket Blues Interview




MEHR INFOS ZU „Rocket Blues - Matjes oder Bismarck“ von Ivo Kircheis & Mamei / Beatcomix - Ein intergalaktisches Abenteuer-SciFi-Rock’n’Roll-Road-Movie in Comicform (wobei mit Road hauptsächlich die Milchstraße gemeint ist).


„Rocket Blues“ von Ivo Kircheis & Mamei,
60 Seiten, s/w, Softcover,
BEATCOMIX im Holzhof-Verlag,12 EUR,
Dresden, 2010


ISBN: 978-3-939509-88-2

Die Handlung: Der Erdling Laszlo Lommatzsch, der bei einem Verkehrsunfall aus seinem Raum-Zeit-Kontinuum katapultiert wird, erwacht einige Lichtjahre später auf der „Libelle“, einem Raumschiff, auf dem sich ein bunter Haufen seltsamer Gestalten tummelt. Eigentümer und Kapitän dieses wunderlichen Flugkörpers ist Mister Rocket, ein dicklicher Misanthrop in eigenartigem Outfit, der gern singt und zu Gefühlsausbrüchen neigt. Die Fäden an Bord scheint allerdings Doktor Zakopone zu ziehen, ein Mediziner fragwürdiger Qualifikation vom Planeten Reptun, der besessen ist von der Suche nach dem Typ Fischbrötchen, das einst zuhause seiner angebeteten Ludmilla vor die Füße gefallen war.
Auch Laszlo hatte im Moment seines Unfalls in ein Fischbrötchen beißen wollen und so verwundert es nicht, dass diesem Schnellkost-Klassiker im Fortgang der Geschichte weitere Aufmerksamkeit zuteil wird.
Nachdem Rocket und Laszlo von Zakopone über ihre gemeinsame irdische Herkunft aufgeklärt wurden, entwickelt sich so etwas wie eine zarte Freundschaft zwischen dem mürrischen Hausherr und seinem begriffsstutzigen Gast. Während der Leser die beiden auf einem Rundgang durch die „Libelle“ begleitet, lernt er nicht nur etwas über reptunische Kochkunst, die Entstehung der Kornkreise oder das Toiletten-Beam-Prinzip, sondern auch über Rockets Vergangenheit als irdischer Rock’n’Roll-Star* und
den Zusammenhang zwischen seinem Verschwinden am 16.08.1977 und dem vermutlich einzigen extraterrestrischen Signal, das je auf der Erde empfangen wurde, dem berühmten Wow-Signal**.
Nachdem der Leser auch noch den Angriff einer bösen U-Boot-Macht miterlebt, wird er schließlich erfahren, ob und wie Laszlo zur Erde zurückkommen kann und was besagtes Fischbrötchen damit zu tun
hat...


Hilfreiche Links:

* http://de.wikipedia.org/wiki/Elvis_Presley
** http://de.wikipedia.org/wiki/Wow-Signal

Die Autoren:
Ivo Kircheis (*1966) und Mamei (*1970) arbeiten in Dresden in einem gemeinsamen Atelier als Comiczeichner. Als „Comicbrigade Dresden“ gründeten sie 2008 ihr Autorenverlagslabel BEATCOMIX, unter dem sie seitdem mehrere Comicalben veröffentlicht haben. Als Zeichner versuchen
sie etwas zu erschaffen, das in Deutschland gerade wenig "en vogue" ist: nämlich Comics, die auf humorvolle Fiktion statt auf autobiografische, historische oder sonstige Tristesse setzen. Bereits zwei BEATCOMIX-Alben erhielten Lobende Erwähnungen beim deutschen ICOM Independent Comicpreis: „Paralleluniversum 1: Urknall“ (2009) und „Dave Grigger“ (2010).

Noch mehr Links:
www.rocketblues.de
www.beatcomix.de
www.ivokircheis.com
www.mamei.com
 
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