Sprechblase #218 - Preview #2 :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
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geschrieben von Maqz am Freitag, 09. Juli 2010 (2588 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

TV-Klassiker: HIGH CHAPARRAL


Autor: Gerhard Förster
Die Sprechblase 218 HIGH CHAPARRAL ist die Geschichte der Cannons, die sich 1863 im unwirtlichen Arizona niederlassen, angeführt vom eisernen Patriarchen „Big“ John Cannon (Leif Erikson). Sie nennen ihre Ranch „High Chaparral“ (benannt nach einem dürren, jedoch immergrünen Gestrüpp aus der Kakteenwüste von Arizona) und versuchen eine Viehzucht aufbauen. Eingekeilt zwischen dem Großrancher Sebastian Montoya, der „Big“ John an Härte allemal schlägt und eine Schar nicht immer vertrauenserweckender Mexikaner beschäftigt, und den erbosten Apachen unter Cochise, die erbittert gegen die weißen Eindringlinge kämpfen, haben die Cannons keinen leichten Stand.

Nachdem John einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen muss, heiratet er Montoyas Tochter Victoria (Linda Cristal), einzig und allein aus dem Grund, weil eine überlebenswichtige Partnerschaft zwischen den beiden Ranchern sonst nicht zustande gekommen wäre. Victoria und ihr Bruder Manolito (Henry Darrow) übersiedeln in der Folge zu den Cannons. Victoria hat es schwer, sich ihren Platz an Johns Seite zu erobern. Des weiteren kämpft Johns tapferer, aber hochsensibler Sohn Billy Blue (Mark Slade) um die Anerkennung seines Vaters und der Ranchbewohner. Johns Bruder Buck (B-Movie-Star Cameron Mitchell) ist ebenfalls eine starke Figur der Serie. Der lockere Buck („Ich komme und gehe, wann ich will.“) ist zwar trinkfreudig und für jeden Spaß zu haben, zeigt aber auch Verantwortungsgefühl und ist weise gegenüber seinem sturschädeligen Bruder. Gemeinsam mit dem mit allen Wassern gewaschenen Manolito – einem ungewöhnlichen und einprägsamen Charakter – untergräbt er mitunter Johns Autorität – z.B. wenn sich die beiden zum Saufen nach Tucson verdrücken. In HIGH CHAPARRAL geht es auch um den mit vielen Kämpfen verbundenen Versuch einer Koexistenz zwischen drei unterschiedlichen Volksgruppen – Weiße, Indianer und Mexikaner – die schon der karge Boden zwingt, auf ihre eigenen Interessen zu achten. „Big“ John ist der richtige Mann für dieses Leben, doch seine Unerbittlichkeit wird u.a. durch die Menschlichkeit eines Billy Blue in Frage gestellt – und umgekehrt! Es gibt nur selten „lehrreiche Patentlösungen“ in der Art, wie sie für Serien wie BONANZA typisch sind.

In HIGH CHAPARRAL floßen David Dortorts Erfahrungen aus BONANZA ein. Wohl im Einfluss des Italo- und US-Spätwesterns ist die Serie härter als BONANZA und die Scherze derber. Die Ranchszenen sind realistischer (die Ponderosa existierte praktisch nur im Studio, was man ihr auch deutlich ansah) und die Existenz der Cannons ist wesentlich bedrohter als die der Cartwrights, die über ein riesiges Gebiet herrschten. Gemeinsam ist den beiden Reihen, dass man von Rindern und dem Cowboyalltag reichlich wenig zu sehen bekommt, was sicherlich an den Kosten lag. HIGH CHAPARRAL wurde an originalgetreuen Schauplätzen in Arizona gedreht (Erickson: „Dort herrschen für gewöhnlich 48° in der Sonne, Schatten gibt´s keinen.“) und es floss fundiertes Sachwissen ein (die Ranch wurde z.B. den Adobe-Bauten aus der Zeit um 1870 nachempfunden). Die Sprechblase 218 In keiner Serie kamen mehr Mexikaner zum Einsatz als hier und die Apachen wurden von tatsächlichen Indianern dargestellt. Einer von Dortorts größten Coups war, dass es ihm gelang, in der Rolle des Cochise den betagten Enkel des Häuptlings, Nino Cochise, zu engagieren. Dieser soll auch dafür gesorgt haben, dass die echte Apachensprache benutzt wurde. Und wie sieht´s mit der political correctness aus? Na ja, den weniger angesehenen Frauen wird oft ziemlich rüde gezeigt, wo´s lang geht. Andererseits wird die ehrenwerte Victoria Cannon ins Schlafzimmer gescheucht, wenn der Feind angreift. Und was die Mexikaner betrifft, so sind sie ziemlich klischeehaft dargestellt. Letztlich ist es eben doch eine 60er Jahre-Serie. Aber was soll´s... Im Übrigen bezweifle ich, dass die Reihe soviel Saft und Kraft hätte, wenn Dortort ständig die political correctness im Kopf gehabt hätte. – Heute ist HIGH CHAPARRAL mit seinem Realismus sicher attraktiver als BONANZA, doch in den alten Tagen war die Serie vermutlich ein Risikoprojekt, das David Dortort aus Leidenschaft einging.

Den ganzen Artikel findet Ihr in der neuen Sprechblase 218

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(c) der Abb.: Sprechblase und Autoren
 
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