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geschrieben von jochen am Freitag, 26. Dezember 2008 (3251 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

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Im Museum: Die Treppe zum Himmel Die Leser der Frankfurter Rundschau kennen den Comicstrip "Im Museum" von Sascha Hommer und Jan-Frederik Bandel schon seit längerem. Nun ist vor einer Weile bei Reprodukt ein Sammelband der bisherigen Erlebnisse des in einem Museum hängen gebliebenen Geschwisterpaares erschienen. In welche Richtung die in wunderbaren Zeichnungen wiedergegeben Geschehnissen gehen vermag der Klappentext vermitteln, dort wird der Verdacht geäußert, dass Im Museum der letzte Comic vor der dritten Moderne ist.

Ich musste dann auch erst einmal wikipedien was die zweite Moderne überhaupt ist. Genau das ist aber ein Teil des Konzepts dieses Comicstrips. So schreibt Hommer auf seinem Blog, dass sie die Geschichte bewusst so kryptisch wie möglich gestalten wollen. Das ist Ihnen auch gut gelungen. In der Frankfurter Rundschau ist der Strip, wenn ich das richtig verstehe, auf der Rätselseite, in einem solchem Umfeld kann so was in einer täglichen Dosis auch funktionieren. In geballter Ladung im Sammelband, wo man eben nicht nur einen Strip pro Tag liest sondern mehrere pro Sitzung, ist das schon zweifelhafter.
Im Museum: Die Treppe zum Himmel
Vordergründig handelt der Strip von einem Geschwisterpaar, ein altkluger Junge nebst pubertierender Schwester, die nicht mehr rechtzeitig aus dem Museum kommen konnten und vom vorschriftsbesessenen Museumswärter eingesperrt werden. So streifen sie durch die verwinkelten und immer rätselhafter scheinenden Ausstellungsräume und geraten irgendwie in tropische Wälder, auf Oster- und Wolkeninseln oder in bunte Computerspielwelten. Dabei treffen sie historische Persönlichkeit und merkwürdige andere Geschöpfe. Ein etwas volles Museum ohne richtigen Fokus anscheinend.

Und um noch einmal von Hommers Blog zu zitieren, sehr oft sind die "Witze" nur verständlich wenn man eine Referenz aus der Literatur oder Popkultur erkennt, oder aber im Internet nach versteckten Bedeutungen sucht. Wobei sie aber auch gerne Rote Heringe benutzen. Ein solcher Ansatz muss nicht jedem gefallen.
Im Museum: Die Treppe zum Himmel
Die Zeichnungen von Hommer sind letztlich durchweg gelungen. Die Figuren haben die notwendige einfach wieder zuerkennende Struktur, aber erlauben genügend Spielerei mit ihrer Gestaltung um damit auch graphisch von ihrer Persönlichkeit zu erzählen. Die Hintergründe sind öfters schön verspielt, mit Dingen zum entdecken und Sachen zum erfreuen.

Leider wird zu selten die Möglichkeit genutzt die Zeichnungen wirken zu lassen, manche Strips sind ziemlich vom Text überladen. Wenn man als Leser mal etwas drauf achtet fallen einem einige Strips auf die ohne die letzte Sprechblase eigentlich besser wirken, weil es zu dem Punkt eigentlich klar ist was dort jetzt stehen muss. Die Auslassung mancher Offensichtlichkeiten und letzten Bemerkungen und vielleicht etwas weniger verbuddelte Anspielungen würden die Textlastigkeit der Strips entschlacken und ein angemesseneres Zusammenspiel zwischen Text und Bild schaffen.

Etwas irritierend ist das Lettering, was ja eher ein schlechtes Zeichen ist. Man gewöhnt sich zwar dran, aber die Abstände zwischen Buchstaben sind doch eigentlich eher etwas zu groß ?
Im Museum: Die Treppe zum Himmel
Im Ganzen kann ich mir des Eindrucks nicht erwehren, dass "Im Museum" so etwas wie xkcd für geisteswissenschaftliche Nerds ist, sich im Gegensatz zu dem Strip aber dessen nicht in dieser Form bewusst zu sein. Im weiteren Unterschied dazu halt noch in Farbe.

Und mit wunderbaren Zeichnungen.

Zur Leseprobe.


Im Museum: Die Treppe zum Himmel
Zeichner: Sascha Hommer, Autor: Jan-Frederik Bandel
144 Seiten, Klappenbroschur
Reprodukt Verlag, 18,00 Euro



Im Museum: Die Treppe zum Himmel kannst Du gerne hier kaufen
 
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