Flix im Kurzinterview :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992! http://www.micky-maus.de/
28.07.2015, 19:42 Uhr
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geschrieben von Maqz am Dienstag, 16. Oktober 2007 (11544 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Flix stripped


Flix Der deutsche Erfolgszeichner Felix -Flix- Görmann (Held, Heldentage, Verflixt, Who the fuck is Faust?) ließ und lässt seine Fans fast täglich online mit seinem Comic-Tagebuch an seinen innersten Gedanken teilhaben. Wir haben mal kurz nachgefragt...

ComicRadioShow: Auch auf Deiner Website kann man (fast) täglich einen kurzen Cartoon/Comicstrip genießen. Dabei konnten Deine treuen Fans ziemlich tief in Deine persönliche Seelenwelt eintauchen. Hat die Tatsache, dass viele (nicht nur Freunde und Bekannte) Deine Schwächen und Lebenskrisen so genau kennen, Dir im Alltag geschadet?
Flix
Flix: Geschadet? Nein. Im Gegenteil. Es hat den Effekt, dass fernere Freunde, die nicht in der Nachbarschaft wohnen und die ich nicht so oft sehe, was von mir mitkriegen. Und grade WENN es mir nicht gut geht, melden sie sich und bieten Support.

CRS: Immer wenn Du auf Deine aktuelle Comic-Blog-Startseite auf "+1 tag" klickt springst Du zurück in eine Zeit, in der Du noch nicht alleine gewohnt hast. Gruselt es Dich vor Diesem Teil Deines Comic-Tagebuchs?
Flix
Flix: Nein. Es war doch Teil meines Lebens. Und kein Schlechter.

CRS: Was treibt Dich derzeit um/an?

Flix: Im Moment mache ich gar nicht so viel. Ich schreibe ich grade eine kleine Weihnachtsgeschichte mit dem Arbeitstitel „Weihnachten fällt aus!“, zeichne die regelmäßigen Reihen für den Berliner Tagespiegel („Da war mal was…“) und die Saarbrücker Zeitung („Verflixt!“), mache meine Tagebuch und erledige ein paar kleinere Jobs. Daneben habe ich Yoga für mich entdeckt, was mich total angefixt hat, sodass ich mich 4 bis 5 Mal die Woche auf die Matte stelle.

CRS: Allein im November bist Du (nach Deiner spanischen Wanderreise) in Kiel, Hamburg, Bielefeld, Koblenz, Darmstadt, München und Nürnberg anzutreffen. Kann es sein, dass Du etwas rastlos durch die Welt streifst?
Flix
Flix: Rastlos vielleicht nicht. Aber durch die Welt streifen stimmt schon. Ich versuche grade einen gesunden Wechsel zwischen Schreibtisch und „da draußen“ zu finden. Zu viel drinsitzen ist ja auf Dauer auch nicht gut. Und auf unsere Lesetour „MÄDCHEN MONSTER MISSGESCHICKE“, die ich zusammen mit Ralph Ruthe und Christian Moser im November mache, freue ich mich schon sehr. Das wird richtig Rock’n’Roll. Wir haben einen Bus, sind 8 Tage unterwegs und machen jeden Abend in einer anderen Stadt unsere Live-Lese-Show. Das ist ein bisschen Robbie Williams, ohne singen können zu müssen.

CRS: In Deinem Gästebuch überschlagen Sich die Fans täglich mit ihrem Lob über Deine Geschichten /Cartoons /Bücher /Dich. Noch Balsam für die Seele oder schon Routine?

Flix: Balsam.

CRS: Mit Blick auf Deine Publikationen fällt das Thema zwischenmenschliche Beziehungen zwischen den Geschlechtern ziemlich auf. Ist "WIR!: Pärchen-Planer 2008" der Höhepunkt dieses Schaffens-Trends?
Flix
Flix: Ich weiss nicht, ob das der Höhepunkt ist. Aber es ist ein Kalender, der zu meinen Comics und Cartoons passt. Ich beschäftige mich viel mit Beziehungen. In meiner Arbeit, aber auch sonst in meinem Leben. Ich finde das auch ein wahnsinnig spannendes Thema. Weil es SO viele Facetten hat. Es ist natürlich klar, dass dieses Mann-Frau-Ding grade im Humorbereich ziemlich abgenudelt ist, Mario Barth ist da das beste Beispiel für. Aber meine Sichtweise mit rein zu bringen, aufzuzeichnen und zu zeigen, das reizt mich trotzdem. Diesbezüglich mag ich allerdings das Format der langen Bildgeschichte lieber als die des Cartoons, da ich in einem Comic doch ein ganzes Stück differenzierter erzählen kann. Der Cartoon fordert das Klischee. Wogegen prinzipiell nicht zu sagen ist. Klischees sind praktisch. Aber ein Klischeecartoon ist wie ein Soufleé. Es ist ziemlich schwierig ihn gut zuzubereiten und beim kleinsten Fehler fällt er in sich zusammen, sprich, er wird schnell platt.

CRS: Interessieren Dich eigentlich auch andere Comictagebücher/Cartoons z.B. die von Joscha Sauer, Spong, Ralph Ruthe oder Leo Leowald?
Flix
Flix: Ich lese die Sachen von Joscha, Ralph, Leo und Spong interessiert, gerne und regelmäßig. Wobei es ja von Spong kein regelmäßigen Strips oder Cartoons im Netz gibt, er viel mehr ein großartiger Langstrecken- bzw. Längerstrecken-Erzähler ist. Daneben schaue ich mir auch immer wieder die Strips vom Comictagebuch-Urvater James Kochalka an.

CRS: Neben den bigrafischen Geschichten sind auf dem Comicmarkt auch Musiker-Biografien sehr erfolgreich. Wenn Du so ein Künstlerportrait zeichnen würdest, wer wäre Dein Favorit?

Flix: Ohne lange zu überlegen: Farin Urlaub.
Flix
CRS: Wie haben sind eigentlich die Reaktionen auf "Da war mal was..." über die jetzt schon 11 Geschichten entwickelt? Gibt es z.B. Leserbriefe dazu von Seiten des Tagesspiegels?

Flix: Wenn es welche gibt, leitet der Tagesspiegel sie nicht weiter. Aber da ja unter jeder Folge dick und fett die Webadresse steht, schreiben Leute direkt an mich. Und die Meinungen über die Serie sind von Anfang an positiv.

CRS: In Zeiten der erfolgreichen Comic-Verfilmungen haben doch sicherlich schon einige Filmemacher nach Deinen Geschichten für einen (Trick-)Film gefragt, oder?
Flix
Flix: Ehrlich gesagt, nein. Von meinem allerersten Comic, der vor knapp 10 Jahren bei Eichborn raus gekommen ist („Who the fuck ist Faust?“), wurden zwar die Filmrechte verkauft, aber mit der Produktion des Films ist nie begonnen worden. Die Produktionsfirma ist auch nicht mehr erreichbar und aus dritter Hand wurde mir berichtet, dass der Produzent jetzt sein Geld mit Pornofilmen verdient. Vom Titel her würde der Comic ja noch wunderbar in den Produktionsplan passen, aber ehrlich gesagt, ich kann mir Gina Wild nicht wirklich als Gretchen vorstellen…
Cover

CRS: Ist es eigentlich immer noch schwierig hierzulande als Comiczeichner seinen Lebensunterhalt zu verdienen? Was würdest Du ambitionierten Zeichner-Anfängern raten?

Flix: Ja, es ist immer noch schwierig. Und allen, die nicht ernsthafternsthaft Comics machen wollen, mit allen Schwierigkeiten die damit einhergehen, würde ich abraten Comiczeichner zu werden. Wichtig ist ein regelmäßiger Output. Als ambitionierter Zeichneranfänger würde ich mir heute als erstes eine Domain sichern, dann eine professionell aussehende, leicht zu bedienende Webseite basteln und am besten täglich, mindestens jedoch 3 mal die Woche neuen Kram online stellen. Nach und nach finden sich Leser und durch die tägliche Arbeit entwickelt sich der Zeichenstil und das erzähl- bzw. Humorverständnis ungemein. Dazu sollte man die Werke der „Godfather of Zeichnerei“ studieren und versuchen rauszukriegen, warum die so gut sind. Und versuchen, dem nachzueifern. Und nach zwei, drei Jahren hat man genug guten Kram, um sich ernsthaft und mit Erfolgschancen bei einem Verlag vorzustellen und einen Bestseller zu landen. Wie Joscha Sauer.
Flix
CRS: Kann man in der nächsten Zeit wieder eine größere Comic-Geschichte von Dir erwarten, oder geht's bei Dir mehr in die (lohnendere?) Richtung Cartoon

Flix: Als nächstes wird ein Cartoonbuch mit dem Titel „Verliebt!“ erscheinen. Dann ist eine Printausgabe von „Da war mal was…“ geplant. Es soll einen WIR!-Kalender auch für das Jahr 2009 geben. Die kleine Weihnachtsgeschichte, die ich grade schreibe, wird vielleicht auch eines Tages das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Man könnte eventuell einen zweiten „heldentage“-Band machen. Und ich hab eine ganz vage Idee für eine längere Geschichte. Aber das ist ein noch gänzlich ungelegtes Ei.

CRS: Hast Du Dir überlegt neue Projekte einmal ganz ander zu zeichnen, den Stil zu wechseln, neue Welten zu erforschen, neue Zivilisationen, wo nie ein Flix zuvor gewesen ist?

Flix: Ich „überlege“ mir keinen neuen Stil. Wozu auch? Ich bin mit meinem Stil ganz zufrieden und wenn ich die Arbeiten der letzten Jahre nebeneinander lege sehe ich ziemlich deutlich, wie sich der Stil verändert.
Flix
Und so entwickelt er sich von ganz alleine zu neuen Welten, in denen noch kein Flix je gewesen ist…

CRS: Vielen Dank für das Gespräch!

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