Interview mit Andreas Eikenroth :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
21.07.2018, 07:53 Uhr
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geschrieben von Maqz am Donnerstag, 20. September 2007 (6223 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Gießener Comic-Künstler


Andreas Eikenroth Andreas Eikenroth (alias AE) ist aktueller Preisträger des Golden Spacken 2007. Aber wie bei vielen Comiczeichnern, lässt sich auch Andreas (www.parole-ae.de) nicht nur über seine Ehrungen und Preise definieren.
Neben der Theatermalerei und der Musik (Leadsänger bei I.H.Ska) zeichnet AE Comics in Gießen.

ComicRadioShow: Andreas, wie kommt man ausgerechnet in Gießen dazu Comics zu zeichnen?

AE: in metropolen wie gießen kommt man vermutlich genauso dazu, wie beispielsweise in der berliner provinz...
in der 7ten klasse bin ich mal sitzen geblieben;
aus dieser zeit stammen auch meine ersten comic-seiten...
vielleicht gibt es da einen kausalen zusammenhang.

CRS: Wie beschreibst Du selbst Deinen Stil Comics zu zeichnen?

AE: hmmm...kann man independent stil nennen ?
ich denke,es ist einfach die summe von einflüssen verschiedener zeichner, maler, bands und regiesseuren, die alle im lauf der zeit bewusst oder unbewusst irgendwelche spuren hinterlassen haben, sowohl gestalterisch als auch inhaltlich.
Andreas Eikenroth
CRS: Wie haben Deine Freunde und die ersten Leser auf Deine Comics reagiert? Hast Du eventuell Deine Zeichenstil daraufhin verändert/angepasst?

AE: ich denke, anfänglich sind die meisten zeichner von ihren ersten "lieblingen" beeinflusst, aber die emanzipation von don martin oder wem auch immer -ein großteil aller zeichner, die ich kenne, war interessanterweise in der jugendzeit von irgendeinem MADzeichner beeinflusst-stellt sich mit den jahren von alleine ein.

CRS: Hast Du den ein oder anderen Lieblingscomiczeichner?

AE: da ich bedauerlicherweise überhaupt keinen draht
zu science-fiction, phantasy,manga, superhelden, western,ect. habe, ist die auswahl wohl überschaubar; deutschsprachig mag ich (außer natürlich meinen geliebten pony-x-press freunden) nicolas mahler,
den schauen phil, ralf könig und die rührige independent-szene.
international daniel clowes, lewis trondheims „approximate continuum comics“ und „herr hase“, „monsieur jean „von dupuy-berberian und larcenets „der alltägliche Kampf“-also alles zwischen schrägem humor und echtem drama…
Andreas Eikenroth
CRS: Wirkt sich Deine Tätigkeit als Sänger auf die Geschichten in Deinen Comics aus? Oder singst Du Deine Geschichten auf der Bühne?

AE: gelegentlich fließt bestimmt schon mal die eine oder andere schote in die comics ein,die entweder selbsterlebt oder irgendwo aufeschnappt wurde, aber ansonsten ist die schnittstelle zwischen liedtexten und comics eher gering.

CRS: Auf zwei Comicfesten in München (2005 & 2007) hast Du Dein in diesem Jahr veröffentlichten grafische Novelle "Tage wie Blei" multimedial aufbereitet und präsentiert. Was hat es mit der Geschichte auf sich?
Andreas Eikenroth
AE: die grundgerüst der geschichte ist eine melange aus mehreren kurzgeschichten aus dem buch "ohne amok" von paul hess.
ich hab' daraus eine neue story gewoben und pauls sprache etwas "gassentauglicher" gemacht.
paul, der seine sachen auch öfters auf lesungen unters volk bringt, hat dann die erste version des comics als dia-slight-show bearbeitet und den text gesprochen.
danach hab ich das ganze nochmal von vorne neu gezeichnet und getextet, weil ich wollte,
daß die printversion ganz eigenständig zur slight-show steht, und auch wenn das nochmal über ein jahr arbeit war, bin ich ganz froh ,es gemacht zu haben.

CRS: Kann man eigentlich die Multimedia-Präsentation, (oder ist es ein bebildertes Hörbuch ?) auch bei Dir mit dem Comic bestellen?

AE: warum eigentlich nicht, wer den comic bei www.parole-ae.de bestellt und die slight-show auch haben möchte, soll es einfach dazu schreiben.
nach erstaunlich schnell vergangenen drei jahren
hab' ich es endlich geschafft, meine seite mal wieder
-was kann man egentlich statt "updaten" sagen?-
erneuern zu lassen und dort hats jetzt auch einen shop, in dem sich das ordern lässt.

CRS: Was steckt hinter dem Label Pony-X-Press und wie bist Du daran beteiligt?
Andreas Eikenroth
AE: aaaalso
lang und episch gesagt; es gab mal ein comic-kostenlos-magazin namens "the kainsmal" ,welches in gießen erschien und daß u.a. ich mit herausbrachte.
nach etlichen jahren und leider nur 7 ausgaben zog mitherausgeber ollo nach köln und gründete dort das "cosmix"nach ähnlichem schema.
dort stießen frank "spong" plein und sarah burrini dazu
und da ich im "cosmix" auch das ein -oder andere comic hatte ,kam man sich näher.
in gießen derweil ging ans de bruin ans werk,
einen "kainsmal" nachfolger, nämlich "blümchens schacht" auf die beine zu stellen, wodurch wir uns wiederum kennen lernten.
auf salons und messen in erlangen, münchen berlin und hamburg tat man sich dann zusammen, da es offenbar wurde, daß die chemie bei uns stimmt und man gemeinsam mehr spaß und motivation hat...
Andreas Eikenroth
ja, so muß es ungefähr gewesen sein und dieses jahr erschien zum münchner salon unser erstes ,gemeinsames heft "rodeo", der plan ist, jährlich zu den salons einen sampler 'rauszubringen.
sozusagen die ABBA der independentcomics...
www.pony-x-press.de

CRS: Ist nach "Tage wie Blei" jetzt erst einmal die "Luft raus", oder geht die Arbeit (Ausstellungen, Präsentationen ect.) jetzt erst richtig los?
Andreas Eikenroth

AE: in gießen gabs eine releaseparty mit ausstellung und film zum comic bei den "kulturzeugen" und demnächst wird es eine pony-x-press gruppenausstellung geben, aber ansonsten blog ich am ehesten meine präsenz im internet.

CRS: Was sind Deine Pläne für die nächste Zeit? Wo wird man Dich und Deine Kunst erleben können?

AE: am ehesten musikalisch und in hessen im oktober auf tour mit I.H.Ska und Sally Brown, falls jemand ein ohr für skapolkapunk-musik hat, die termine stehn bei www.ihska.de

CRS: In letzter Zeit ist die ein oder andere erfolgreiche Comic-Biografie von bekannten Sängern erschienen. Planst Du auch diesem Trend zu folgen?

AE: nö, ich stehe eher so auf die kleinen alltagsgeschichten, daß nächste album beschäftigt sich mit dem scheitern der kneipen-kultur-boheme, mit versoffenen literaten ,unverstandenen poeten und rhytmusbefreiten kellerkombos.

CRS: Was sind Deine weiteren Projekte (z.B: für Erlangen 2008)?
Andreas Eikenroth

AE: in erlangen auf jeden fall mit den ponys im schwarzen ritter versoffene, unverstandene, rhytmusbefreite abende verbringen...

CRS: Andreas Eikenroth vielen Dank für das Gespräch!
 
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