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geschrieben von AndreasDierks am Dienstag, 28. März 2000 (4265 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Difools Erben


CoverEr schuf viele epische Sci-Fi-Erzählungen für Film und Comics der Extraklasse mit Zeichnern der Extraklasse: Alexandro Jodorowsky. Mit Jean Giraud schuf er eine Filmadaption des Romans "Dune-Der Wüstenplanet", sowie die herausragende Saga um John Difool. Für Arno schrieb er das Szenario zu "Alef-Thau", mit Bess machte er "Der weiße Lama", "Die Meta-Barone" mit Gimenez, Lust und Glaube (mit Moebius), Mondgesicht (Boucq), Die Saga von Alandor (Caldeo) und auch "Die Techno-Väter" (mit Janjetov und Beltran). Zusammen mit Frédéric Beltran schuf er nun Megalex, eine weitere phantastische Zukunfts-Serie.

Beeindruckend in den Bildern, gnadenlos spannend in der Geschichte. Wieder einmal erzählt Jodorowsky von der perfekt durchorganisierten und herzlosen Welt, in der eine "Anomalie" das ganze übermächtige System in Frage stellt. Der gigantische Stadtplanet (ähnlich Scotch Arlestons Szenario im "Die Meisterkartographen") hat nur ein Gesetz: Nichts existiert außerhalb der Norm. Menschliche Vermehrung steht unter Strafe, pflanzliche Vegetation wird ausgerottet. Der Wert eines Menschen wird durch seine Funktion im System bestimmt. Aber es regt sich Widerstand...

Wer sich jetzt an Star Wars oder ein anderes (Weltraum-)Märchen erinnert fühlt, liegt richtig. Aber die einfachen Geschichten sind meist die, die funktionieren. Jodorowsky schafft es mit Hilfe Beltrans den Leser zu fesseln und für den Stoff zu begeistern, wenn auch wieder einiges an Blut fließt und andere Unartigkeiten geschehen, die schwache Gemüter eventuell schockieren könnten. Fans der oben beschriebenen Fantasy-Werke solten auch Megalex nicht verpassen!

Ein kleiner Wehrmutstropfen ist der Preis! Hier wäre Hardcover angemessener gewesen. Ich weiß, die Kosten fressen die Verlage auf, aber Megalex wäre auch als Niedrigpreis-Heftchenserie gelaufen (Siehe HK von Splitter) (mg)

Und noch eine zweite Meinung zu Megalex:

Etwa zwölf Jahre ist es her, dass bei Carlsen der erste computergezeichnete Comic erschien: "Das Robotimperium" von Michael Götze. Mühsam holte damals der Zeichner aus seinem Atari ST die nötige Rechenleistung, um eine Science Fiction-Erzählung in Schwarzweiß aufs Druckerpapier zu bringen. Dank zunehmenden Rechnerfähigkeiten zeichnete Michael Götze 1990 und 1992 zwei weitere Alben, die sogar in Farbe das Licht der Welt erblickten, aber immer noch die charakteristischen Merkmale einer recht geringen Auflösung zeigten. Danach wechselte Götze zurück zu herkömmlichen Zeichentechniken.

Vor Michael Götze hatten zu Beginn der 80er-Jahre die beiden Autoren Benno Gills und Mike Saenz den Comic "Shatter" komplett am Computer erzeugt (vgl. Katalog zu Erlangen 1996). Worum es dabei inhaltlich ging und wie das aussah, ist mir leider nicht bekannt.

BeispielAuch die 1997 bei Carlsen erschienenen beiden Alben der Serie "XCT" von Timo Würz und Niki Kopp wurden *teilweise* mit einem Rechner (PC, 98 MB RAM) erstellt, indem Timo Würz die Vorzeichnungen mit einem DIN A4-Scanner in den Computer holte, um sie mit diesem weiterzubearbeiten (vgl. RRAAH! No.39). Diese gemischte Arbeitsweise nutzt Würz offenbar auch im jüngst erschienenen Comic zum Spiel "Drakan", Fantasy-Stoff, in der die heldenhafte Rynn in der Gunst der Computerspieler einer gewissen Lara Croft den Rang ablaufen will.

Timo Würz experimentiert in dieser Comicserie mit Unschärfe und anderen (vermutlich elektronischen) Wischeffekten, die eine besondere Art Kampf-Schaucomic entstehen lassen.

Aber nun, 1999, etliche Gigabytes und Megahertz weiter, kam bei Carlsen "Megalex" von Alexandro Jodorowsky und Frédéric (Fred) Beltran heraus, von letzterem *vollständig* am Rechner (einem Mac) gezeichnet. Farbverläufe wie auf einer Ballonhaut, Licht und Schatten, realistisch anmutende Maschinen, das schafft eine dichte Atmosphäre wie im Film. Störend dabei und lächerlich wirken
lediglich die enormen Brüste, auf die sich Beltran fixiert zu haben scheint.

"Megalex" handelt von einer Welt, die durch die Königinmutter Marea, die Prinzessin Kavatah und der Mumie des Königs Yod beherrscht wird. Inmitten einer reibungslosen Maschinerie von Befehl und Gehorsam werden Anomalien sofort ausgelöscht. Dennoch gelingt es einem ungewöhnlich großen Clone aus dem Gebärmutterraum zu entkommen, in dem sonst schon Kameraden vernichtet werden, die die falsche Augenfarbe haben.

So beginnt eine typische Jodorowsky-Story, die den grausamen Umgang mit Soldatenclones beschreibt, die nur 400 Tage zu leben haben. Mit dem Erscheinen der Fortsetzung der Geschichte ist erst im nächsten Winter zu rechnen, weil offenbar auch das Comiczeichnen mit Computern seine Zeit braucht. :-) (ad)

Megalex - Bd.1: Die Anomalie
Text: Alexandro Jodorowsky
Zeichnungen: Fred Beltran
45 Seiten, Softcover
Carlsen Verlag, 19.90 DM
Dezember 1999


Weiterführende Links:
Die Meta-Barone Bd.4
Die Techno-Väter Bd.1
Alexandro Jodorowsky
 
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