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geschrieben von stephan am Dienstag, 04. Juli 2000 (3261 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Dschungel-Abenteuer


CoverSeit ein paar Monaten gibt es einen neuen kleinen Verlag in der deutschen Comic-Landschaft, der versucht (wie auch ein paar andere "Kleine") in die Lücke zu stossen, die Ehapa und Carlsen gelassen haben, als sie die franko-belgischen Comics in ihrem Programm gegen die erfolgsversprechenderen Mangas ausgetauscht haben. Phoenix heißt der Verlag und mittlerweile hat er schon 9 Alben in seinem Programm: Neben neuen Serien wie Melusine oder Spoon & White gibt es aber auch Fortsetzungen von Cubitus und Jackie Kottwitz.

Eine der neuen Reihen heißt "Die Missionen des Odilon Verjus". Darin geht es um einen schon etwas älteren, aber sehr findigen Missionar, der zum Ende der 20er Jahre in den Dschungeln Südostasiens zu Hause ist. Er lebt seit Jahren bei einem Eingeborenenvolk auf Papua/Neuguinea bis es einen anderen Geistlichen, das ehemalige und nun bekehrte Flieger-As Laurent de Boismenu, zu ihm verschlägt, der ihm zukünftig assistieren soll (zumindest denkt er das).

BeispielIm Laufe der Geschichte stürzt dann ein Flugzeug ab, man trifft eine ziemlich überdrehte Forscherin, die unbedingt am großen Papisj-Ritual teilnehmen will (natürlich nur aus wissenschaftlicher Neugier), zwei US-Gangster (die sehen den Blues-Brothers erstaunlich ähnlich), die auf der Suche sind nach dem verschollenen Neffen des Millionärs Rockefeller und natürlich jede Menge Eingeborene in den verschiedensten Rollen.

Yann und Verron zeigen mit "Die Missionen des Odilon Verjus", dass es sich immer noch lohnt, sich mit dem franko-belgischen Comic zu beschäftigen. Die Story ist originell und interessant und die Zeichnungen von guter Qualität. Außerdem gibt es jede Menge Humor, der zum Teil auch außerhalb der Panels stattfindet. Soll heißen: Die Figuren "sprechen" des öfteren fremde Sprachen wie französisch, Latein oder die regionale Landessprache und die Übersetzungen der Texte unterhalb des entsprechende Panels sind fast immer ziemlich originell und gelungen. Und manchmal werden klar verständliche Aussagen auch schon mal rückübersetzt ins lateinische.

BeispielAußerdem ist Odilon Verjus ein unkonventioneller Sympathieträger, dem man gerne bei seinen Entdeckungen folgt. Und da es in Frankreich schon mehr als dieses Album gibt und weitere angekündigt sind, wird man vermutlich noch des öfteren die Möglichkeit haben mit Verjus und seinem Partner de Boismenu auf Abenteuerfahrt zu gehen. Schöne Sache, das.

Da die beiden Geistlichen am Ende des Bandes den Dschungel verlassen, wird es zukünftig also andere Schauplätze geben; den Titeln der schon in Frankreich erschienen Bände kann man entnehmen, dass die beiden ganz schön rum kommen werden. Für Abwechslung scheint gesorgt.

Und noch eine Bemerkung zum Schluss: Das Album erscheint in einer kleinen Auflage als Hardcover zu einem Preis von 24.80 DM und einer limitierten Luxus-Ausgabe für 49.80 DM. Wieso ist es nicht möglich solche guten Alben durch eine billigere Softcover-Ausgabe einem größeren Publikum zugänglich zu machen? Oder spricht man mit solchen Produkten ganz bewusst nur die etwas ältere Comic-Leser-Generation an, die sich so etwas leisten kann? (svl)
Auf diese Rezension erhielten wir folgende Antwort des Verlegers Michael Hug, die wir (mit seinem Einverständnis) euch nicht vorenthalten wollen:

Beispiel"Vielen Dank für die tolle Rezi für Odilon Verjus. Die Frage zum Schluss von Stephan kann man nur so beantworten: Erstens wollte ich die tolle Aufmachung des Originals übernehmen, was bei einem Softcover nur mit Einschränkungen machbar gewesen wäre. Bei einer Teilauflage in Hardcover wie bei Eckart Schott hätte ich den Hardcover-Band unverhältnismässig teurer verkaufen müssen, was ich auch nicht wollte.

Zweitens finde ich 24.80 DM nicht sonderlich teuer. Was sind denn die 49.80 DM für den letzten Schuiten in Softcover (sauteuer?).

Drittens verkaufe ich garantiert kein Stück mehr, wenn ich mit dem Preis runtergehe und eine "Volksausgabe" in Softcover mache und die Auflage verdoppele. Tatsache ist, dass ich nur eine absolute Minderheit von höchstens 1000 - 2000 Leuten anspreche. Das ist leider, leider die krasse Wahrheit. Wie sollte ich auch ein grösseres Publikum erreichen. In den Comic-Laden geht nun mal nur der Hardcore-Fan und an den kann ich verkaufen. Ich würde liebend gerne überall verkaufen (Buchhandel, Bahnhof, Kiosk usw.), aber das ist für eine One-Man-Show nicht zu machen (auch nicht finanziell). Die "kleine" Auflage ist für den deutschen Comic-Markt noch zu gross und ich kann froh sein, wenn ich zwei Drittel davon verkauft habe und meine Kosten wieder drin sind.

Mit anderen Worten:
Bei Carlsen oder Ehapa (die diesen Band nie gemacht hätten), hätte man für Softcover auf schlechterem Papier mindestens 19,80 DM bezahlt, auch wenn diese Verlage in Auflagen von mindestens 5000 kalkulieren. Und in Relation hierzu finde ich die 24,80 DM angemessen.
Viele Grüsse
Michael"

Die Missionen des Odilon Verjus - Bd.1: Papua
Zeichnungen: Laurent Verron
Text: Yann
48 Seiten, Hardcover
Phoenix, 24.80 DM
Juni 2000

 
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