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Philip Marlowe - Die kleine Schwester :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
20.08.2019, 16:13 Uhr
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geschrieben von stephan am Donnerstag, 13. April 2000 (3947 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Marlowe auf 130 Seiten


CoverKrimifans ist der Name Philip Marlowe ein Begriff. Erfunden hat den einsamen Privatdetektiv mit Prinzipien Raymond Chandler zu Beginn des zweiten Weltkrieges. Bis zu seinem Tod im Jahre 1959 erschienen rund zehn Bücher um den Schnüffler, der auch Held verschiedener Filme wurde.

Jetzt (d.h. eigentlich schon 1997) hat Michael Lark (Terminal City, Scene Of The Crime) sich eines Romans von Chandler angenommen und ihn als Comic umgesetzt.


Das Problem mit dieser Umsetzung ist für mich dasselbe, das auch die meisten Verfilmungen haben: Man kennt das Buch und hat gewisse Vorstellungen von den Figuren, von den Räumen und kennt sich im Universum der Darsteller so aus, das man Änderungen nur in seltenen Fälle erträgt. (Eine positive Ausnahme davon läuft gerade im Kino: "Gottes Werk & Teufels Beitrag" von John Irving). Außerdem muss eine Romanvorlage oft arg gestutzt werden, so dass wichtige Handlungselemente nicht mehr im Endprodukt vorkommen.


BeispielBei "Die kleine Schwester" ist es ähnlich. Während im Buch Marlowe ewig lange Monologe hält, die seine Motivation und seine Handlungen erklären, hat der Comic davon nicht mehr viel übrig lassen können; die Handlung ist dermaßen verstrickt, dass für lange Erklärungen kaum noch Platz blieb. Zwar ist der Comic immerhin knapp 130 Seiten lang, aber für eine befriedigende Lösung ist das viel zu wenig. So wird man mehr oder weniger durch die Story gehetzt und sitzt am Ende enttäuscht da. Und ich glaube, dass das auch für die gilt, die den Roman bisher nicht gelesen haben.


Die Zeichnungen dagegen passen sehr gut zum Thema und bringen die Stimmung, die in Marlowe-Romanen herrscht, hervorragend rüber. Alles ist in Schwarz/Weiß gehalten, es gibt viele Schatten, die die Atmosphäre ausgezeichnet ausdrücken. Positiv ist auch, dass man sich bei der Übersetzung an die Romanversion gehalten hat und nicht versucht hat, alles neu zu übersetzen.


Meine Empfehlung: Entweder das Buch aus dem Regal holen und noch mal lesen oder es sich kaufen, wenn man es nicht besitzt. Das Geld für den Comic sollte man lieber woanders anlegen. (svl)

Philip Marlowe - Die kleine Schwester

Zeichnungen: Michael Lark

Text: Raymond Chandler

136 Seiten, Softcover (ca. DIN A 5)

Carlsen Verlag, 29.90 DM

März 2000



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