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geschrieben von StefanS am Sonntag, 04. Mai 2014 (1531 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Fängt die Stimmung der Comics gut als Videospiel ein


The Amazing Spider-Man 2 VideospielIm Herbst erschien „Batman: Arkham Origins“, im Frühjahr erscheint zum Kinostart von „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ das passende Spidey-Spiel. Das passt von der Stimmung der Spiele prima zusammen: das düstere Batman-Spiel und das fröhliche Spidey-Game. Aber dann ist da auch diese Ahnung: vor Weihnachten erscheinen die Bestseller und Mitte des Jahres die eher schwachen Spiele. Der erste Eindruck: Ähnlichkeiten zu den Batman-Spielen sind auffällig, aber einiges ist dann doch ganz anders.

Es gibt einen neuen Kinofilm, an dessen Erfolg hängen wir uns mal dran und werfen eben noch schnell ein, unter großem Zeitdruck programmiertes, Spiel auf den Markt. Die Liste solcher Spiele ist lang: E.T. aus den Anfangstagen der Games, Robocop und Batman aus den 1990er und so weiter. Manche Filme, wie Christopher Nolans Batman, haben indirekt eine Videospiel-Begleitung, die brillanten Arkham-Spiele, hier wurden beide Medien eigenständig genutzt und alles passt perfekt zusammen, ohne das es bemüht wirken würde.

Wer für einen Mega-Blockbuster wie „Marvel's The Avengers“ die Chance verschläft ein Spiel zu schreiben erntet dafür Spott im Netz: https://www.youtube.com/watch?v=KVajBbn1kwc

The Amazing Spider-Man 2 Videospiel

Keine direkte Filmumsetzung

So wie die „Arkham“-Spiele keine direkte Umsetzung der Filmhandlung sind so ist es auch bei „The Amazing Spider-Man 2“. Anders als beim Film fehlt hier ja auch der Zusatz „Rise of Electro“. Ähnlich wie in „GTA 4“ oder „Lego Marvel Super-Heroes“ bietet das Spiel eine „Open World“, also eine relativ frei begehbare Spielewelt, von New York, genauer von Manhattan. Dabei wirkt die Stadt mit den wechselnden Tageszeiten und Wettereinwirkungen und den Autos und Passanten viel mehr wie eine lebendige Stadt und nicht so entvölkert wie in „Arkham City“. Anders als bei den „GTA“-Spielen sind die Handlungsmöglichkeiten stark begrenzt, Spidey kann nicht einfach Passanten schlagen oder in Autos einsteigen – und das würde ja auch gar nicht zu ihm oder zur Altersfreigabe ab 12 Jahren passen. Dafür kann er sich frei durch die Stadt bewegen: laufend, gehend und am interessantesten natürlich, bei dieser Figur: an Wänden hochkrabelnd und netzschwingend!

Anleitung nicht nötig, das Tutorial und Tipps im Spiel helfen weiter

Das Spiel beginnt mit der Wahl eines von drei Schwierigkeitsgraden. Anschließend gehen wir als Peter Parker durch die Häuserschluchten von New York. Ein Mann stürmt aus einem Geschäft, der Ladeninhaber bittet uns, ihm zu helfen, den Täter zu verfolgen. Wir lehnen ab. Eine Straßenecke weiter finden wir dann unseren Onkel Ben, den der flüchtige Ladendieb umgebracht hat. Vorkenntnisse von der beiden neuen Spidey-Filme oder der Comics sind also nicht notwendig, um der Handlung des Spiels zu folgen. Wir erleben Spideys-Geschichte von Anfang an. Es geht um Waffenlieferungen, um einen Konflikt mit Russland und dann tauchen da der Kingpin, Oscorp, der Schocker, Kraven und immer mehr bekannte Figuren aus dem Marvel-Universum auf.

Es gibt Innenlevels, als erstes ist das der Turm von Oscorp und es gibt die freie begehbare Stadt. Das Schwingen ist knifflig zu erlernen, vermittelt aber sehr gut das Spidey-Gefühl. Das sind dann auch die tollsten Momenten des Spiels: die Stadt erkunden, auf Hochhäuser zu krabbeln, die Aussicht zu genießen – davon träumt wohl jeder Fan der Comics! Höhenangst kommt hier allerdings nicht recht auf, da bieten Spiele wie „GTA 5“ schon eine noch realer wirkende Welt.

Ähnlichkeiten zwischen Bats und Spidey

Die Kämpfe mit den kleinen Schurken und den Endgegnern steuern sich bei Spidey schon sehr ähnlich wie in den Batman-Spielen. Statt Detektiv- Modus hat Spidey seinen Spinnensinn, der ihm Gefahren ganz ähnlich zeigt wie Batman wichtige Details. Es gibt in beiden Spielen die Möglichkeit Gegner lautlos auszuschalten, die Option sich an Häusern schnell durch die Umgebung zu hechten. Der Übergang von Spiel- und Zwischensequenzen ist sehr ähnlich, er geht fließend ineinander über, wenn auch bei Batman geschmeidiger und die Lokalisation / Synchronisation gelingt dort besser. Der Surround-Sound wird gut genutzt. Die Grafik in der Stadt ruckelt nicht und sieht so gut aus wie es der PS3 eben möglich ist. Lediglich an einigen Stellen, im Comic-Shop etwa, traten hässliche Ruckler auf.

The Amazing Spider-Man 2 Videospiel

Batman hat keine Superkräfte und damit ist es auch leichter ihn als Videospiel gut in Szene zu setzen. Bei Spidey ist der Reiz durch die Skyline zu schwingen sehr wichtig, technisch aber auch schwieriger umzusetzen. Beim Kampf mit dem Shocker fühlte es sich dann schon so an, als wenn wir Spidey steuern, das geht also völlig in Ordnung.

Bei beiden Spielen können weitere Fähigkeiten mit Upgrades verbessert werden, da wird dann etwa das Netz leistungsfähiger. Welche Kraft als nächstes gesteigert werden soll, bestimmen wir selbst, Voraussetzung dafür sind genügend gesammelte Punkte.

Der Spieler kann im Menü eine Karte der Stadt ansehen, Wegpunkte markieren, Nachrichten lesen und als Entsprechung für die Bathöhle gibt es hier zweierlei: das Haus von Tante May, in dem wir Kostüme wechseln können und einen Comic-Laden.

Faszination Comic-Hefte

300 Comic-Seiten sind in der Stadt versteckt. Wenn wir die einsammeln, werden nach und nach Comics freigeschaltet, die wir im Comic-Laden ansehen können. 14 Stück werden es am Ende sein, so viele Fächer sind jedenfalls an der entsprechenden Stelle im Shop zu sehen. Los geht es mit den 23 Seiten von „The Spectacular Spider-Man (2003) # 27: Onkel Ben und der junge Peter Parker“. Die Seiten lassen sich groß zoomen und beim Umblättern ist das Geräusch von raschelndem Papier zu hören. Dieser Comic-Laden ist neben dem Netzschwingen durch New York der zweite Grund um dieses Spiel mit einem beseelten Dauergrinsen zu genießen – ach ist das schön! Ganz wirklich und nicht ironisch gemeint. Ebenfalls im Shop ist ein Regal mit Actionfiguren, die im Laufe der Handlung freigeschaltet werden. Die Figuren können gedreht werden – wie von Batman bekannt. Eine davon zeigt den Spidey-Erfinder, Autor Stan Lee. Der hat nicht nur einen Gastauftritt zu Beginn des Spiels, sondern leitet auch den Laden „Comic-Stan(d)“ - das „d“ ist Teil des beleuchteten Namenschilds des Shops, bei dem die Birne defekt ist – eines von vielen liebenswerten Details im Spiel. Neben Postern (ebenfalls freischaltbar) finden sich im Laden noch Comic-Hefte, die aber leider nur Deko sind und ein Spielautomat. Leider kann man darauf nicht alte Videospiele, wie in den 1980er und 90er Jahren daddeln, sondern gelangt damit zu einer Kampfübung, ganz ähnlich wie in „Arkham Origins“ in der Bathöhle.

Am schönsten ist es wohl für Spidey-Fans

Nein, so gut wie die „Arkham“-Spiele ist Spidey leider nicht. Und solche Highlights wie „GTA 5“, „Far Cry 3“ oder „The Last of us“ bieten erheblich mehr Langzeitmotivation, Abwechslung und faszinieren deutlich mehr. Die Quicktime-Events, bei denen wir schnell die eingeblendete Taste drücken müssen, etwa wenn wir auf einem fahrenden Auto herum tänzeln, werden bereits beim zweiten Mal langweilig – aber sie passen eben auch gut zur Stimmung der Figur, es fühlt sich an wie in einem Spidey-Film selbst mit dabei zu sein. Sehr lästig: Personen aus brennenden Häusern retten – auch hier liegt „GTA 5“ wieder deutlich vorn. Die coolen Sprüche wiederholt unser Held etwas zu oft, aber sonst wurde doch sehr vieles richtig gemacht. Fotos von Tatorten machen, den Ruf steigern, durch Heldentaten. Die Story ist ansprechend und die Zwischensequenzen sehen toll aus, am besten, wenn niemand spricht. Unverständlich ist, warum das Spiel, wenn eine Sequenz geladen ist, nicht automatisch weitergeht, stattdessen muss erst die „Start“-Taste gedrückt werden.

Verglichen mit dem sehr, sehr schlechten Spiel zum Film „Iron Man 2“ ist „The Amazing Spider-Man 2“ höchst beeindruckend. Und auch wenn Batman noch immer die besseren Spiele bietet macht Spidey hier eine wirklich gute Figur. Freibad, Biergarten und dieses Spiel – das bringt gute Laune, ist unterhaltsamer und dichter am Comic-Original als der erste Kinofilm mit Andrew Garfield.

Wertung: 80 %

PS:
auf 69 % reduzieren. Begründung: Nach einem Drittel der Spielzeit kippte die Begeisterung. Black Cat wird besieht indem stumpf immer wieder auf die gleiche Taste gehämmert wird, das ist nicht fordernd, macht keinen Spaß. Der Kampf gegen Kraven und sehr vieles andere am Spiel wirkt wie von Batman abgeguckt und schlecht umgesetzt. Wie das Schleichlevel in der U-Bahn und der Kampf gegen Kingpin gespielt werden müssen ist mühsam herauszufinden, Batman verdeutlicht viel besser, was zu tun ist. In “GTA 5” können Level übersprungen werden, in “Uncharted 3” lassen sich nützliche Tipps einblenden – das ist für Gelegenheitsspieler äußerst angenehm. Und an Wenigspieler richtet sich dieser Spidey doch wohl vor allem, denn für Vielspieler ist es dann doch voller Makel und sehr monoton.

The Amazing Spider-Man 2
Erhältlich für: PlayStation 4, PlayStation 3, Xbox One, Xbox 360,, Nintendo Wii U, Nintendo 3DS und Windows PC,
Getestet auf: Playstation 3
Erscheinungstermin: 2. Mai 2014
The Amazing Spider-Man 2 Videospiel
USK: ab 12 Jahren
Sprache: Deutsch
Bildschirmtexte: Deutsch
Anleitung: Deutsch
Grafik: 720p
Sound: Dolby Digital 5.1, dts 5.1
1 Spieler
Dualshock 3 Vibrationsfunktion
Kein Wendecover

Trailer zum Spiel: http://youtu.be/CgsrKLBPYKI


Am Besten kauft man sich das Comic beim Comichändler seines Vertrauens
...jedoch...
The Amazing Spiderman 2 kann man auch hier bestellen


(c) der Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: 1997-2014 Sony Computer Entertainment Inc. / 2014 Activision Publishing, Inc.
 
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