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Justice League of America 1 (The New 52) :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!
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geschrieben von StefanS am
Freitag, 02. Mai 2014
(1093 Aufrufe)
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Amerika war früher irgendwie ansprechender
Strahlende, perfekte Helden haben ausgedient. Wem soll man noch vertrauen, wo sind die Vorbilder? In Zeiten, also der Ära nach Alan Moores Watchmen sind Antihelden längst die neuen Identifikationsfiguren. Wenn also eh alles egal und das Gute und Edle nicht mehr beliebt ist, lockern wir halt die Aufnahmerichtlinien für die Justice League of America. Das neue Team stellt sich vor...
Das Cover von US-Heft 2 zitiert ein extrem symbolträchtiges Bild der USA: angelehnt an das Aufrichten der Flagge auf Iwo Jima (wunderbar hierzu die beiden Filme von Clint Eastwood: The flags of our fathers und Letters from Iwo Jima). Bereits nach wenigen Seiten wird uns ein Schaubild gezeigt, auf dem erläutert wird, wer zur neuen JLA gehört und wessen Gegenstück er sein soll, was etwas an eine Mannschaftsaufstellung beim Fußball erinnert (zumindest stelle ich mir das als Fußball-Laie so vor): statt Ronaldo deckt Schweinsteiger (oder so, wie gesagt, ich habe keine Ahnung von Fußball) heißt es hier wie folgt:
Statt Batman gibt es Catwoman
Statt Superman ist Martian Manhunter dabei
Statt Aquaman darf Hawkman mitspielen
Und so weiter. Das alles wird dann noch bunter, denn wir erfahren im Nachwort, dass es schon bald zum Crossover / Duell / Megaevent / Supergedöns zwischen Justice League, Justice League of America und Justice League Dark kommen wird, genannt Trinty War. Ich bemühe mich um etwas Objektivität, unterdrücke das Gähnen, äh die Vorfreude auf dieses Knaller-Super-Spitzen-Event, aber es tut mir leid, mich erinnert das an den Versuch der Duff-Brauerei neue Konsumenten anzulocken, mit den Sorten Duff Light, Duff Dunkel und Düff – das Bier für Europäer.
Zeichnerisch ist der Comic durchaus ansprechend. Außer Catwoman interessiert mich persönlich nur eben keine der Figuren. Die Strahlkraft von Superman und Batman, ja selbst die von Green Lantern und Aquaman fehlen. Hier erleben blasse Figuren an den Haaren herbeigezogene Abenteuer, die nichts mit meinem Leben zu tun haben und mir völlig Wurst sind. Diese Figuren sollen die Botschafter der USA sein? Dann doch lieber eine JLA mit Hellboy, Rorschach, Eminem und Deadpool – das wäre origineller und sicher unterhaltsamer. Und die kämpfen dann mit oder gegen Edward Snowden – je nachdem was die Mehrheit der Zielgruppe von ihm hält, nach Aufmerksamkeit gierender Landesverräter oder mutiger Kämpfer für den Datenschutz. Oder für Freunde der Zwischentöne irgendeine Abstufung – ehrlich gesagt: das sind interessantere Themen als die Geschichten in diesen beiden ersten Heften der neuen JLA.
Ich würde sagen, angelehnt an Men in Black, wir benutzen jetzt das Blitzdings und vergessen dieses Kapitel ganz schnell. Ich habe niemals für ein Beerdigungsinstitut / eine Gerechtigkeitsliga gearbeitet.
Wertung: 30 %
Das Neue DC-Universum:
Justice League of America 1
Ursprünglich erschienen in Heftform
Enthält: Justice League of America # 1-3
Text: Geoff Johns
Zeichnungen: David Finch
Farben: Sonia Oback mit Jeromy Cox
Lettering: Walproject
Übersetzung: Christian Heiß
84 Seiten, Softcover, farbig
Extras: Cover-Galerie, Vor- und Nachwort von Christian Heiß
2013 DC Comics / Panini Comics, 5,99 €
Am Besten kauft man sich das Comic beim Comichändler seines Vertrauens
...jedoch...
Justice League of America 1 (The New 52) kann man auch hier bestellen
Variant - Justice League of America 1 (The New 52) kann man hier bestellen
(c) der Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: DC Comics / Panini Comics 2013
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