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geschrieben von M.Behringer am Sonntag, 12. Februar 2012 (2417 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Verstricktes Noir-Rätsel



Wer einmal auf dem Friedhof liegt…Léo Malet war ein französischer Journalist, Schriftsteller und Surrealist. Er wurde vor allem bekannt durch seine Noir-Krimis, die sich um den Anti-Helden Nestor Burma drehten. Jacques Tardi hat bereits Vorlagen von Malet umgesetzt. In jüngster Vergangenheit hat außerdem der Pariser Emmanuel Moynot Werke von Malet für den Comic adaptiert. Bei schreiber&leser noir erschienen bereits die Nestor Burma-Comicumsetzungen 'Bilder bluten nicht' und 'Die lange Nacht von Saint Germain des Prés'. Nun reiht sich eine dritte Adaption in diese Reihe ein: 'Wer einmal auf dem Friedhof liegt...' enthält wie die anderen beiden Burma-Comics ebenso Figuren nach Tardi. Demnach ein Muss für alle Fans von komplexen Krimis?

Nestor Burma gerät in einen verhängnisvollen und verstrickten Fall im 17. Arondissement. Gleich früh morgens stolpert der Privatdetektiv über die erste (und nicht letzte) Leiche. Mit der Hilfe eines Journalisten und seines Angestellten versucht Burma der Polizei immer einen Schritt voraus zu bleiben. Mit Pfeife und Spürsinn geht er auf Spurensuche und trifft dabei unter anderem auf einen Filmstar, deren freizügige Doppelgängerin und eine gealterte Kokotte.

Wer einmal auf dem Friedhof liegt…

Malets Geschichte ist im typischen Noir-Stil erzählt: der schwer zu täuschende Protagonist erzählt die Geschichte nüchtern und mit einem trockenen Humor aus dem Off. Doch dominant sind die oft schlagfertigen Dialoge, die den Leser in die weit verzweigten Verwicklungen einzuweihen versuchen. Doch es erfordert bisweilen schon höchste Konzentration, um den Überblick zu bewahren, und die Handlung ist außerdem allein auf den Anti-Helden und dessen Fortschritt im Fall fokussiert. Nebenfiguren werden nicht weiter beleuchtet.

Moynot adaptiert die Krimivorlage gekonnt und orientiert sich bei seinen Zeichnungen stark an Tardis charakteristischem reduzierten Strich. Diese Hommage gelingt ihm zwar recht gut, aber ganz kommt er dann doch nicht an den Altmeister heran. Vielleicht hätte er besser in seinem eigenen Stil zeichnen sollen wie in 'Tod eines Blauwals' (schreiber&leser). Trotzdem merkt man, dass sich der Zeichner in Paris auskennt: vor allem die häufig gezeichneten Häuserfassaden wirken sehr authentisch. Die blassen Farben von L’Yérathel erzeugen die passende Stimmung zur Noir-Story: oft dominiert das Licht der Abenddämmerung und die Farbtöne sind meist gedeckt.


Wer einmal auf dem Friedhof liegt…

'Wer einmal auf dem Friedhof liegt…' ist insgesamt ein überdurchschnittlicher Genrecomic. Zwar kommt Moynot nicht an sein Vorbild Tardi heran, aber Fans von Krimi-Rätseln kommen dennoch auf ihre Kosten. In grafischer Hinsicht kann Moynot wie bereits erwähnt mehr. Im Anhang enthält das Buch als Bonusmaterial einen redaktionellen Text über das 17. Arrondissement, also dem Stadtteil, in dem Roman und Comic spielen. Der Leser erfährt darin Interessantes zum lokal-historischen Hintergrund. Außerdem enthalten: eine Karte mit Wegweiser um den nötigen Überblick zu bewahren.


Wer einmal auf dem Friedhof liegt…
Von Léo Malet und Moynot
Hardcover, 72 Seiten
schreiber&leser 2012


Am Besten kauft man sich das Band beim Comichändler seines Vertrauens
...jedoch...
Wer einmal auf dem Friedhof liegt… kann man auch gerne hier kaufen.


(c) der Abb.: Schreiber & Leser Verlag + Autoren
 
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