EROTISCHE COMICS Band 2 :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
17.01.2018, 00:12 Uhr
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geschrieben von tigerrider am Sonntag, 24. April 2011 (15038 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Runde Sachen (nicht nur) zu Ostern!



Erotische Comics 2 Das weite Feld der Erotik... Jede Sparte der Kunst beschäftigt sich mit ihr, so bildet auch die Neunte Kunst keine Ausnahme. Der vorliegende Band will eine Übersicht über das Beste aus den letzten fünf Jahrzehnten verschaffen und ist, ohne zu viel vorweg zu nehmen, ein Hammer! Und um den ganz ungeduldigen Leser schon mal einzustimmen: „Erotische Comics Band 2“ hat nicht nur das von mir Erwartete übertroffen, nein, mich auch mit vielen verblüffenden, interessanten und auch einigen lustigen Details beeindruckt.

Zunächst einmal eine „Entwarnung“ für den besorgten Interessenten. Wer sich über den Titel informiert, dem wird auffallen, das der Autor Tim Pilcher US-Amerikaner ist. Für gewöhnlich ist nun aber das, was uns Europäern von der anderen Seite des grossen Teichs geboten wird, mehr die „kastrierte“ Varante der Erotik, will sagen: Es sind zwar Riesenbusen, aber keine Nippel o.ä. zu sehen. Der vorliegende Band nun nimmt aber GAR KEIN BLATT vor den Mund (bzw. andere Teile).
Daraus resultiert aber auch die „Warnung“, das der Band aus den gleichen Gründen nur für eine erwachsene Leserschaft geeignet ist. Dazu ein Zitat aus der Einleitung des Autors: „Ein Wort der Vorsicht sei noch geäussert: Dieser Band ist nichts für schwache Nerven, denn er enthält mehr als eindeutiges Material, das bei weniger Fortgeschrittenen einen Schock auslösen kann. (…) Dies hier ist Hardcore.“ (EROTISCHE COMICS Band 2, Seite 11)

Erotische Comics 2

Kapitel 1: Porno in den USA

Nach einem interessanten Einblick in die Historie des „Comics Code“ in den USA, seinem Ursprung und den Gründen für seinen Niedergang wendet sich der Autor den amerikanischen Grössen unter den Zeichnern zu. Neben den klassisch anmutenden Zeichnungen Bettie-Page-Zeichnungen im Stil der 50er Jahre von Dave Stevens aus den 1980ern, begeistert u.a. Frank Cho mit erotischen Zeichnungen, wie man sie von ihm normalerweise nicht zu sehen bekommt. Die begleitenden Texte offenbaren viel Interessantes: So war die (auch in Deutschland veröffentlichte) Serie „Shanna“ von ihm viel nackter realisiert worden, doch wurde Cho vom Verlag gezwungen, sie nachträglich zu entschärfen, die Figur in Dessous zu hüllen und Brustwarzen zu bedecken.
Die Zeitschrift „Heavy Metal“, die sich im verwendeten Material grossteils beim französischen Vorbild „Metal Hurlant“ bediente, war ab den 70ern in den USA sehr erfolgreich, und machte so erstmals viele der europäischen Zeichner von erotischen Comics dem amerikanischen Publikum bekannt. Grössen wie Enki Bilal, Jean Giraud, Philippe Druillet, Milo Manara, Philippe Caza, Stefano Tamburini und Tanino Liberatore wurde ein neuer Leserkreis erschlossen. Doch auch andere Publikationen, wie „Cherry“, „Omaha“ oder „Melody“, die sich schon in ihrer Ausrichtung nur an Erwachsene richteten liefen sehr erfolgreich. Die jeweiligen Beispiele sind im Band neben den Texten sehr eindrucksvoll mit teils ganzen Comicseiten oder Zeichnungen illustriert, so z.B: mit einer Doppelseite von Blas Gallego zu seinem Werk „Sex Throughout the Ages: The Middle Ages“. Unfassbar. Wer so etwas noch nicht kannte, murmelt wahrscheinlich nur noch angesichts der prallen und bunten Mischung aus Sex, Witz und Karrikatur: Unfassbar...
Howard Chaykins's „Black Kiss“ und Gilbert Hernandez' „Birdland" schlagen die Brücke zu den aktuelleren Veröffentlichungen. Die Stile werden von Retro bis Experimentell immer vielfältiger, die Inhalte teils immer extremer. Als Beispiel sei die (auch in Deutschland veröffentlichte) Superheldensatire „The Pro“ von Garth Ennis erwähnt. Die in diesem Abschnitt vorgestellten Comics sind zwar wahrscheinlich nicht mehr jedermans Sache, zum einen sind jedoch die Hintergrundinfos manchmal recht interessant, oder aber man blättert zum nächsten Thema.


Kapitel 2: Schwule und lesbische Comics

Auch dieses Thema dürfte nicht für alle Leser interessant sein. Neben einer Vorstellung der Entwicklung seit den 70ern werden Autoren wie z.B. Howard Cruse, Jerry Mills aber auch der hierzulande wahrscheinlich eher bekannte Ralf König mit Beispielseiten und Informationen zu ihren künstlerischen Werdegängen besprochen. Auch lesbische Zeichnerinnen, wie z.B. Roberta Gregory und Alison Bechdel werden vorgestellt.

Erotische Comics 2

Kapitel 3: Erotik in Europa

Stars unter den Zeichnern wie z.B. Milo Manara, Vittorio Giardino oder Paolo Serpieri werden auf jeweils mehreren Seiten mit vielen Beispielen aus ihren Werken vorgestellt. Auch hier runden viele Informationen z.B. rund um das Thema „Zensur“ den umfassenden Eindruck, den man vom jeweiligen Künstler gewinnen kann, ab.
Wer sich mit dem Genre bisher nicht so intensiv befasst hat, wird anschliessend mit nicht minder interessanten Künstlern bekannt gemacht: Francisco Lopez, Ignacio Noe und Giovanna Casotto, um nur einige zu nennen. Letztere hat nicht nur das ansprechende Titelbild geschaffen, sie weiss auch noch mit folgender Besonderheit zu faszinieren:
Die begabte Autorin und Zeichnerin ist zudem eine bildschöne Frau und zeichnete sich selbst als Hauptfigur in höchst erotischen Erzählungen.(...) (Zitat EROTISCHE COMICS Band 2, Seite 123) Vielleicht ist dieser Umstand auch mit dafür verantwortlich, dass bei Signierterminen regelmässig sehr viele Fans bei ihr anstehen. Für diese dürfte der vorliegende Band aufgrund der Hintergrundinformation zu ihrer vita und den zahlreichen Abbildungen daher ebenfalls recht interessant sein.

Nach einer Vorstellung vieler europäischer Comiczeitschriften zum Thema Erotik, sowie „Firkin the cat“ endet dieser Abschnitt mit einer Vorstellung von Alan Moores „Lost Girls“.


Kapitel 4: Titten und Tentakeln: Der japanische Blick

Die Geschichte der erotischen Comics in Japan ist geprägt von einem Durcheinander. Zum einen für die Nicht-Japaner aufgrund der teils sehr speziellen und verwirrenden Genre-Bezeichnungen, zum anderen wegen der verschiedenen Gesetzlichen Verbote und Rücknahmen. Der vorliegende Band greift so gut wie alle Aspekte, wie Zensur, Gesetze, Hentai, Lolicon, Shonen-Ai, Yaoi, Tentakelsex, Futanari und Bakunyu sowie auch der Schattenseiten auf. Die Informationen werden sachlich, aber nicht langweilig präsentiert. Besonders interessant fand ich einen längeren Abschnitt über den Tentakelsex, der mit einer Darstellung aus dem Jahre 1814 illustriert ist.

Erotische Comics 2

Kapitel 5: Erotikcomics online

Wie für viele Bereiche der Medien schon seit Jahren angekündigt, scheint sich auch ein Grossteil der erotischen Comics in den kommenden Jahren in das Medium Internet zu verlagern. Bzw. noch mehr. Es gibt nämlich schon sehr viele Künstler, die am eigenen Computer arbeiten und direkt ins Internet publizieren, z.B. auf dem eigenen web-space oder in Portalen. In diesem abschliessenden Kapitel werden so auch einige web-links zu sehr erfolgreichen erotischen Online-Comics präsentiert. Manche auf Englisch, viele kostenlos und ohne Aufwand direkt im Browser zu lesen. Und, soviel sei verraten: Teilweise sehr, sehr lustig. Ich hatte ja keine Ahnung, was es da alles gibt...

Die Übersetzung aus dem Englischen von Ursula Fethke ist gelungen, und trübt an keiner Stelle den Enthusiasmus des Lesers.


Fazit:

Der hochwertig produzierte Band lohnt sich. KAUFEMPFEHLUNG für den (auch nur neugierig) an dem Genre interessierten Erwachsenen. Für Fans sowieso! (js)

Erotische Comics 2

EROTISCHE COMICS Band 2
Knesebeck Verlag
erschienen
HC im Format 25,5 x 25,5 cm
192 Seiten
ISBN 9783868733136
19,95 € (D)
43,50 SFR (CH)


(c)Abbildungen: 2011 Knesebeck Verlag
Veröffentlichung der Abbildungen mit freundlicher Genehmigung des Verlages


EROTISCHE COMICS Band 2 kann man auch hier kaufen

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