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geschrieben von Maqz am Mittwoch, 20. Januar 2010 (6058 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Comic hässlicher als Film, aber besser!


The Surrogates Ob es nun etwas an I Robot, Terminator oder Die Insel erinnert, oder auch nicht), so ist doch die Graphic Novel (= der Comic) eines der bemerkenswerten Werke der Neunten Kunst der letzten Zeit. Und das nicht nur, weil es eine Verfilmung davon gibt. Autor Robert Venditti schuf zusammen mit Zeichner Brett Weldele eine intensive Geschichte in düsteren Bildern, die (k)eine Utopische Zukunft beschreibt. Dabei ist der Comic im Vergleich zum superduper aufgehübschten Bruce-Willis-Blockbuster nicht so gefällig anzuschauen, jedoch um einvielfaches inhalts- und facettenreicher und darum sehens- und lesenswerter, als die bewegte Variante.

Aber warum mühsehlig lesen, was einem so wuderbar und mit Starbesetzung vorgespielt wird? Ich persönlich kann Lesemuffel und Actionfilm-Fans in diesem Fall nur darauf hinweisen, dass laute und leere Hollywoodstreifen weniger zum Denken anregen, als Comics. In diesem Falle schafft es Surrogates ausserdem noch den Actionfactor, die Geschwindigkeit, letztendlich die Spannung durch den Film im Kopf auf einem beeindruckend hohen Level zu halten.

Zum Inhalt schreibt Cross Cult 2054. In einer nicht allzu fernen Zukunft hat das menschliche Miteinander vor der künstlich simulierten Welt der Computerwirklichkeit kapituliert. Neue Entwicklungen in der virtueller Realität und Robotik haben zu einer Revolution in der Verbraucher-Technologie geführt: Die Surrogaten, menschenähnliche Roboter, durch die ihre Besitzer mit der Außenwelt interagieren können, ohne jemals die Sicherheit der eigenen vier Wände verlassen zu müssen.



Es ist eine perfekte, alterslose Welt, in der Ressentiments, Tötungsdelikte und Gewaltverbrechen in einer synthetischen Stellvertreter-Gesellschaft aufgelöst worden sind. Eine perfekte Welt, in der das Leben erfahren und nicht gelebt wird, in der jeder sein kann, was er möchte, aber niemand er selbst ist.
Den Polizeibeamten Harvey Greer und Pete Ford obliegt die Aufgabe, über diese schöne, neue Welt zu wachen. Denn ein Technoterrorist, der den Menschen die digitalen Scheuklappen von den Augen nehmen möchte, macht sich daran, die Surrogat-Technologie zu zerstören.

Newcomer Robert Venditti hat zusammen mit dem amerikanischen Zeichenkünstler Brett Weldele eine außergewöhnliche Science Fiction-Graphic Novel über Technologiehörigkeit, Schönheitswahn und das Verschwinden der sozialen Identität im Zeitalter des zweiten, digitalen Lebens in der Tradition der fortschrittskritischen Futurologen Philip K. Dick und William Gibson geschaffen.


Ich konnte mich zuerst nicht an die wirklich sehr einfachen Strich-Männchen-Ausflüge Weldeles in eher trist monochromen bis erdigen Hintergrundfarben gewöhnen. Es war schlicht ärgerlich, bis ich merkte, dass die Geschichte, wie auch zum Beispiel bei From Hell gerade MIT diesen Bildern perfekt transportiert werden konnte. Für verwöhnte Ästheten ist der herbe Stil trotzdem erst einmal ein zäher Brocken, der verdaut werden muss, bis man ihn genießen kann! Warum ist das so? Es ist eben nicht nur die bionische Gesellschaft, die sich einer für sie zerstörerischen Gefahr gegenüber steht und der alte, zähe Bulle (Bruce Willis passt in die Rolle dann natürlich perfekt!) startet einen Rettungsversuch. Der Verteidiger dieser Welt hat Zweifel und ist mit einer Frau zusammen, die ihn nur noch als Surrogat sehen möchte, keinesfalls "in Echt". Eine Schöne Neue Welt, die in der letzten Konsequenz zum Alptaum wird und den Mensch bei Verlust der Technik völlig hilflos zurück lässt.



Insgesamt IST The Surrogates ein spanneender SciFi-Krimi mit einer guten Idee, die visuell möglicherweise gefälliger, aber dadurch nicht besser dargestellt hätte werden können. Kaufen und lesen!

The Surrogates
von Robert Venditti und Brett Weldele
208 Seiten US-Format, Hardcover,
Cross-Cult, 26,00 Euro


The Surrogates kannst Du gerne auch hier kaufen.

Den Prequel zu The Surrogates (im engl Original) kannst Du gerne hier kaufen.

LESEPROBE zu The Surrogates

(c) der Abb. Cross-Cult & Autoren






Infos zu Autor und Zeichner:

Robert Venditti
Der US-amerikanische Autor Robert VendittI ist ein kleines Glückskind. Denn unverschämtes Glück gehört neben Talent – von dem er unzweifelhaft jede Menge besitzt – auch zu einem solchen Werdegang: Nach seinem Master in Creative Writing an der Universität von Florida hat Venditti als Aushilfe in dem Comicverlag Top Shelf angefangen (LOST GIRLS, FROM HELL) – und zwar in der Briefesortierabteilung... Ein Fuß in der Tür, nutzt er seine Chance und verkauft Top Shelf ein Script für eine furiose Sci-Fi-Graphic-Novel - der Name: THE SURROGATES. Die technikkritische Dystopie hat in den USA für großes Aufsehen gesorgt und wird derzeit mit Bruce Willis in der Hauptrolle verfilmt. Vendittis Hiwi-Zeiten sind ein für alle Mal vorbei, der gefragte Autor werkelt momentan an einer Fortsetzung des SURROGATES-Stoffes, der 2009 erschienen soll.

Brett Weldele

Sein Einstieg in die Comicbranche fiel mit den Ausläufern des letzten Jahrtausends zusammen. Ein göttliches Zeichen? Wahrscheinlich nicht, aber geschadet hat es der Karriere des EISNER nominierten Zeichners Brett Weldele auch nicht. Sein markanter Zeichenstil, der an die Kraft früher Arbeiten eines Bill Sienkiewicz gemahnt, hat schon Comics der verschiedensten Genres illustriert, von Superhelden bis düsteren Thriller. Seine aufwendigste Arbeit war die grafische Inszenierung der Science Fiction-Serie THE SURROGATES aus der Feder des Autoren-Newcomers Robert Venditti, die 2010 mit Bruce Willis in der Hauptrolle als Touchstone-Film in die Kinos wird. Weldele war auch an den Comicumsetzungen der Film-Hits „Sieben“ und „The Southland Tales“ beteiligt. Weldele ist ein Musikfreak und komponiert in seiner wenigen freien Zeit schräge blues-tronica-Melodien auf seinem Mac.

Textquelle Autoreninfo Cross-Cult
 
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