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19.01.2018, 06:29 Uhr
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geschrieben von Micha am Montag, 20. Juli 2009 (4064 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Bei Regen lesen!


Das Ende der Welt Ist dies der Weltuntergang? Es regnet unaufhörlich, die Tropfen fallen wie die Tränen eines Kindes, das von seiner Mutter nicht getröstet werden kann. Das gilt auch für die Hauptfigur, eine 20-jährige Frau, denn die hat ihre Mutter nie gekannt. Seit Beginn des sintflutartigen Regens hat sich eine lähmende Melancholie über sie gelegt. Als ihr Vater einen Herzinfarkt erleidet, kehrt sie zurück ins Elternhaus, um seinen Kater zu versorgen. Da taucht eine geheimnisvolle alte Frau auf, und es wird wirklich mysteriös. Warum weiß sie so viel über die junge Frau und das nahende Weltende? Warum kann sie sich mit dem Kater unterhalten, und was weiß der über das „verbotene“ Zimmer im Obergeschoss? Wem gehört diese körperlose Stimme, mit der sich die junge Frau scheinbar selbstverständlich unterhält, die aber außer ihr niemand hört? Was hat das alles mit jenem 20 Jahre zurückliegenden Verkehrsunglück zu tun, mit dem dieser Comic beginnt?

Das Ende der Welt
Der Texter Wazem versteht es meisterlich, den Leser neugierig zu machen und fesselt ihn mit seiner vagen Erzählweise, die nur mit Andeutungen arbeitet. Der Leser muss das Gesamtbild aus diesen Andeutungen selbst zusammensetzen und erschließen, wer die einzelnen Figuren eigentlich sind. Wazem entführt Leser wie Hauptfigur durch eine verborgene Pforte in eine mystische Geschichte, die einer traumartigen Logik folgt.

Ebenso traumartig sind die Zeichnungen des Zeichners Tirabosco, dessen verwaschene Bilder in Grauabstufungen und mattblau mit der Stimmung der Story in Symbiose einhergehen. So schön hat seit Will Eisner keiner mehr den Regen im Comic dargestellt! Den verwaschenen Effekt erreicht Tirabosco, indem er sich der sehr seltenen Zeichentechnik der „Monotypie“ bedient. Dabei wird auf einem Blatt spiegelverkehrt vorgezeichnet und das Blatt dann auf eine mit Druckfarbe eingewalzte Glas- oder Acrylplatte gelegt. Nun wird wiederum spiegelverkehrt reingezeichnet (und auch spiegelverkehrt gelettert, falls kein Computerlettering verwendet wird), wobei die Rückseite des Blattes die Druckfarbe von der Platte aufnimmt und hier nun das Bild richtig herum erscheint. Zur Reinzeichnung können praktisch alle Zeichengeräte verwendet werden, Bunstift, Kreide, Kugelschreiber, Fingerkuppe, Daumennagel (nur der Pinsel fällt wohl raus), deren jeweilige Charakteristiken dann auf dem fertigen Bild erscheinen. Nur den mattblauen Farbton hat Tirabosco dann später am Computer hinzugefügt.

Das Ende der Welt

Ich freue mich schon auf den nächsten verregneten Sonntagnachmittag, um den Comic dann in der richtigen Stimmung bei einer Tasse Tee zu lesen. Die beiden Genfer Wazem und Tirabosco haben mit „Das Ende der Welt“ einen in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Comic vorgelegt, bei dessen Verständnis es hilft zu wissen, dass das französische Wort für Tod ein weibliches ist: la mort.


Das Ende der Welt
von Tirabosco und Wazem
120 Seiten, Broschiert
avant-verlag, 17,95 Euro


Das Ende der Welt kannst Du gerne hier kaufen.

Das Ende der Welt





Der Avant Verlag schreibt zu den Künstlern von Das Ende der Welt: Pierre Wazem/Tom Tirabosco


Pierre Wazem

Das Ende der Welt

Pierre Wazem wurde am 16. Juli 1970 in Genf geboren. Seit seinen Anfängen vor nun annähernd 15 Jahren bewegt er sich in den unterschiedlichsten Bereichen und brilliert als Illustrator ebenso wie als Comic-Zeichner und Szenarist. Dabei beeindruckt er nicht nur durch sein Vielseitigkeit sondern auch durch seine Produktivität.

1997 erschien Wazems erstes Buch, «Livre Vert Vietnâm», das Skizzenbuch einer Reise, im kleinen Verlag Editions Papiers Gras. Ein Jahr später bereits veröffentlichte der Grossverlag Les Humanoïdes Associés «Le Chant des pavots» (Szenario: Penel), die melancholische Ballade um zwei junge Jazz-Fans, deren Begegnung mit ihrem Idol Joe Big nicht ganz so idyllisch ausfällt wie erhofft. 1999 folgte mit «Bretagne» der erste Comic-Roman, den Wazem selber schrieb und in kräftigen, Licht und Schatten stimmig kontrastierenden Schwarzweisszeichnungen umsetzte, die an Meister wie José Muñoz gemahnten. Für dieses Album erhielt er den Rodolphe-Töpffer-Preis der Stadt Genf.

Mittlerweile liegen über ein Dutzend Alben in französischer Sprache von ihm vor!

Sein Bekanntheitsgrad stieg in Frankreich vor allem durch die Fortsetzung der Serie "Die Wüstenskorpione", einer Kreation des 1995 verstorbenen Hugo Pratt. Sowohl die Zeichnungen als auch die Geschichte stammen von Pierre Wazem. Ein Wagnis das er mit Bravour meisterte.

Für dieses Album wurde er mit dem Internationalen Preis der Stadt Genf im Jahr 2005 geehrt.


Tom Tirabosco

Tom Tiraosco wurde 1966 in Rom geboren; er lebt seit 1970 in der Schweiz. Neben zahlreichen Illustrationen für die Presse arbeitet er vor allem als Kinderbuch- und Comicautor.

Das Ende der Welt

In der Folge veröffentlichte Tirabosco zahlreiche Comics für Kinder wie “Le Dessert” (La Joie de Lire, 2003) und für Erwachsene, zuletzt “L’oeil de la forêt” (2003) und “Monroe” (mit Wazem, 2005) bei Casterman. Er verfasste und illustrierte darüber hinaus diverse Kinderbücher. Seine Comicbeiträge finden sich in Magazinen und Anthologien wie Drozophile, STRAPAZIN und Comix 2000 und seine llustrationen in L’Hébdo, Tribune de Genève und Libération.

Im Jahre 2009 gewinnen Pierre Wazem und Tom Tirabosco für ihr Album "Das Ende der Welt", den '"Prix œcuménique de la bande dessinée" welcher während des Festivals in Angoulême überreicht wurde.

Das Ende der Welt

Beide zählen zu einer neuen Generation von Westschweizer Comicautoren (wie auch Frederik Peeters) die seit Jahren durch ihre engagierten Arbeiten auf sich aufmerksam machen. Inzwischen gibt es zahlreiche bei unterschiedlichen französischen Verlagen, wie z. B. Dargaud, Humanoides oder Casterman Alben.

(c) der Abb.: Autoren und Avant Verlag

Quelle Zeichnerinfo: Avant
 
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