Independent: Das Selbstexperiment
Lesenswerter Psychokrimi Der junge Wissenschaftler Frank Karrer hat einen Wirkstoff entwickelt, der das Gefühl der Eifersucht unterdrücken soll. Denn dieses Gefühl macht sich breit zwischen ihm und seinem Freund aus Jugendtagen, dem Comiczeichner Peter Röller. Letzterer hat einen Comic gezeichnet, der auf geniale Weise das Bewusstsein erklärt. Doch Franks Wirkstoff wirkt in der Praxis deutlich anders als in der Theorie erwartet, und so übersteht nicht alles, was zu Anfang noch als objektive Wirklichkeit erscheint, im Verlauf der Handlung den Realitätscheck. Als Röllers Atelier durch eine Gasexplosion zerstört wird, versucht Kommissar Drechsler, das Geschehene zu rekonstruieren. Der Deutschschweizer Gnehm hat seine Story brillant konstruiert: Immer wieder wechselt er die Erzählperspektive, springt dabei zurück in der Zeit und lässt das soeben Gelesene in völlig anderem Licht erscheinen. Zu guter Letzt muss man den Comic nochmal von vorne lesen, um alle scheinbaren und wirklichen Ereignisse richtig einordnen zu können.
Die Geschichte wurde in Zusammenarbeit mit dem „Collegium Helveticum“ entwickelt, was für eine gewisse wissenschaftliche Authentizität sorgen soll. Frank Karrer wird gar als vermisster Institutsmitarbeiter ausgegeben und auf der Website des Instituts mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse aufgeführt. Als besonderes Gimmick verbirgt sich unter dem Schutzumschlag ein fingiertes Cover: das des Comics im Comic, „Geist“ von Peter Röller, komplett mit fiktiver Kurzbiographie und ausgedachten Pressestimmen. Doch auch ohne all das wäre „Das Selbstexperiment“ ein lesenswerter Psychokrimi.
Das Selbstexperiment von Matthias Gnehm, Hardcover mit Schutzumschlag, 336 Seiten, Edition Moderne, 25 Euro Das Selbstexperiment kann man gerne hier kaufen. Pressestimmen: In "Das Selbstexperiment" (Edition Moderne) verarbeitet der Zürcher Comic-Autor Matthias Gnehm, wissenschaftlich beraten von Professoren des Collegium Helveticum, hochkomplexe Fragen rund um unser Bewusstsein zu einem über 300 Seiten langen, im wahrsten Sinn des Wortes bewusstseinserweiternden Thriller von hoher Rasanz und Intelligenz. Neue Zürcher Zeitung, Christian Gasser
Doppelte Böden finden sich bei Matthias Gnehm in Hülle und Fülle. Ist es möglich unser Bewusstsein in einen spannenden Comic zu packen? Es ist. Gnehm, ansonsten für malerische Panels bekannt, führt mit seinem 336seitigen, schwarzweiss gezeichneten Buch "Das Selbstexperiment" das Medium in abenteuerliche und progressive Sphären. St. Galler Tagblatt, Hans Keller Making Of:
(c) der Abb. Gnehm und Edition Moderne Quelle Pressestimmen: Edition Moderne |
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Als Röllers Atelier durch eine Gasexplosion zerstört wird, versucht Kommissar Drechsler, das Geschehene zu rekonstruieren. Der Deutschschweizer Gnehm hat seine Story brillant konstruiert: Immer wieder wechselt er die Erzählperspektive, springt dabei zurück in der Zeit und lässt das soeben Gelesene in völlig anderem Licht erscheinen. Zu guter Letzt muss man den Comic nochmal von vorne lesen, um alle scheinbaren und wirklichen Ereignisse richtig einordnen zu können.










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