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X-Men - No.43 :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
23.04.2019, 00:04 Uhr
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geschrieben von BettinaJoda am Montag, 29. Oktober 2001 (2857 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Die Wüste und das Weltall



CoverEins vorweg:

Sollte jemand vorhaben, jetzt erst mit den X-Men anzufangen, vielleicht im Zuge des gerade startenden Filmes, kann ich nur eines raten:



Nimm nicht dieses Heft!



Nimm Dir vielleicht die "Age of Apocalypse" vor (Heft 2 bis 10), oder von mir aus auch den Dreiteiler Band 29-31 oder aber Heft 19, aber auf keinen Fall dieses Heft!

In der Originalankündigung von Marvel in Amerika hiess es "Die schockierende Herkunft von Maggot". Hm, was daran schockierend sein soll, frage ich mich ernsthaft. Maggot kommt also aus Südafrika (na toll, hat jemand daran gezweifelt, dass er Afrikaner ist?), seine beiden Würmer fressen für ihn (da er selbst nie isst und die Würmer dauernd aus ihm heraus oder in ihn hineinkriechen, ist das wohl auch keine Überraschung) und Magneto hat ihm einst das Leben gerettet (wow, hätten wir ja echt nicht vermutet nach den Vorfällen in der Antarktis). Für diejenigen, die neu sind, kann ich das ganze auch ohne Anspielungen rüberbringen: Maggots Lebensgeschichte ist vielleicht tragisch, aber leider so dermaßen mit dem "erhobenen Zeigefinger" erzählt, dass es höchstens "schockierend langweilig" ist.
 


Maggot als Das einzig Nette an dieser Story sind die Anfangssequenzen, in denen Marrow untersucht wird und Samuel Guthrie, der Farmjunge aus Kentucky, dazukommt als sich die nun mal weibliche Marrow noch nicht angezogen hat... Oh, und Storm erhält endlich ihr Paket aus Afrika - darin: eine Tonfigur, die auf magische Weise zu ihr spricht und sie auffordert, in ihre Heimatland zurück zu kehren. Denn "nur sie kann Anansi bezwingen"...und damit fängt dann endlich mal eine gute Geschichte an (im nächsten Heft)




Die zweite Geschichte ist eigentlich noch schlechter: Deathbird, die wir ja aus der Geschichte mit den Phalanx kennen (auch X-Men 29-31), trudelt noch immer mit Bishop durchs All. Nachdem Bishop jetzt bemerkt hat, dass er keineswegs gelähmt, sondern lediglich von der Kriegerin unter Drogen gesetzt wurde, ist er jetzt wieder fit wie eh und je (und sieht dank Bachalos Zeichnungen aus, als habe er dafür jede Menge Anabolika eingeschmissen) und mit Deathbird zusammen auf einem dubiosen Planeten gelandet.
 


Maggot (zusammen mit Magneto) zwei Seiten weiter - wieder dunkel! Also auch ein Farbwandler, der Gute?Dort machen sie Bekanntschaft mit einer seltsamen Kriegerrasse namens "Chnitt", die auch prompt zu feuern beginnt. Dann taucht ein Mann namens Karel auf, hilft ihnen und nachdem sie sich in Marvel-Manier zu einem Raumportal "vorgeballert" haben, schafft es Karel als einziger hindurch.
 


Denn (wie könnte es anders sein?) der gute Bishop muss noch schnell das Mutterschiff der "Chnitt" in die Luft jagen und sitzt jetzt (schon wieder, gähn!) mit Deathbird fest, die trotz allem
Geplapper wie "ich glaube an ein Überleben des Stärkeren" (Mann, wie viele sagen das eigentlich bei Marvel?) und "ich werde nicht auf Dich warten" trotzdem gewartet hat. Und da das Ganze in "Team X 2000" endet, werden wir es wohl genauso wenig zu sehen bekommen wie die Ermorderung von Graydon Creed...
 


Die beiden Stories strotzen nur so vor Unlogik:




  • Warum ist Maggot eigentlich blau? (auf Seite 3 unterhält er sich mit Wolverine und hat
    dunkle Haut, als Junge ist er mal blau, mal wieder nicht, am Ende ist er wieder blau) Was
    denn nun, frage ich mich? Wenn seine Haut bei Ausbruch der Mutation blau wurde, wieso ist er
    nur ab und an blau?

  • Erst schreit er rum, "diese Hunde sind mir egal", dann wiederum macht er Magneto zum Vorwurf,
    er hätte seinen Vater zwar gerettet, aber nicht die Soldaten

  • Ebenfalls ungeklärt ist die Frage, warum "Hanna und Hannah", Maggots Würmer, in
    letzter Zeit selbsttätig agierten. Oder tun sie das immer?

    Anbei bemerkt: Wer diese beiden Namen verbrochen hat, gehört einen Tag lang
    mit ihnen eingesperrt...im Original heißen sie "Eanie und Meanie", was von
    dem Abzählreim "Eanie, Meanie, Mani, Mo..." kommt, sowas wie bei uns "Eene, Meene,
    Muh. Folglich wäre das durchaus möglich gewesen, sie im Deutschen "Eene und Meene"
    zu nennen, um den Witz zu erhalten.



Gleiches gilt für die zweite Geschichte:


  • Immer wieder betont Bishop, dass er nicht töten will, weil es gegen "alles ist, was
    gelernt hat". Selbst während der Zeit des absoluten Völkermordes in
    der "Zeit der Apokalypse" konnte er sich nicht dazu durchringen, Apokalypse zu töten,
    um möglicherweise die ganze Welt zu retten. Hier im Weltall hat er scheinbar wenig
    Skrupel, die "Chnitt" zu killen, um diese Schmuggler auf dem Planeten zu retten. Dabei ist
    die Erde seine Heimat, dieser Planet nicht.

  • Erst sehen wir, wie Deathbird Bishop zu ihrem Heimatplaneten holen will, um dort mit ihm zu
    herrschen oder ihn als Sklaven zu halten, dann aber wartet sie wieder am Portal auf
    ihn (Jaja, ich weiß, die Liebe, die Liebe...aber noch all dem "Überleben
    des Stärksten"-Denken ist das doch mehr als unwahrscheinlich)


Da wird selbst Arnie neidischAlles in allem ist diese Geschichte einer "Amour fou" zwischen Deathbird und Bishop in etwa so interessant wie die letzte Bärbel-Schäfer-Talkshow, der Handlungsfaden ist so dünn, dass man ihn mit der Lupe suchen muss und die ewigen Selbstbestätigungen nach Art von "Ich bin ein Krieger..." ermüden.


Interessant ist höchstens, dass Scott und Jean wieder von Kanada aufbrechen wollen und Jean nach einem Aufschrei ("Betsy!") ins Koma fällt. Den Grund dafür erfahren wir, wenn im nächsten Heft der PSI-Krieg beginnt.
 


Aber als alter Marvel-Fan finde ich natürlich auch was Positives an dem Heft. Ja, genau...ähem, was war es denn nun? Ach ja, das Film-Cover und das Film-Poster dabei! Super! Insofern sage ich mir einfach: "5.95 DM für ein Filmposter sind okay!" (bj)



X-Men - Heft No.43: Engel der Wüste - Odyssee im Weltall

enthält: US-X-Men No.76 und US-Uncanny X-Men No.358)

Zeichnungen: Mat Brome und Chris Bachalo

Texte: Joe Kelly und Steve Seagle

Tusche: Sean Parsons, Aaron Sowd (Gast-Tuscher) und Tim Townsend

53 Seiten, Heft

Marvel Deutschland, 5.95 DM, 48.- ÖS, 6.- SFR

September 2000

 
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