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geschrieben von M.Hüster am Dienstag, 14. Juni 2005 (7132 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Klassischer Comic



SchillerSchiller als Comicfigur? In dieser etwas anderen Form nähert sich jetzt der Comic-Autor Horus dem berühmten Dichter. In seiner Comic-Novelle „Schiller!“ thematisiert er allerdings weniger das literarische Werk des Dramatikers Johann Christoph Friedrich Schiller. In dem Comic-Album tritt vielmehr Schiller als Künstler in den Vordergrund.

„Schiller!“ entstand anlässlich des Schiller-Jahres 2005, denn der Todestag Schillers jährt sich am 9. Mai zum 200. Mal. Der Comic ist eine Kooperation zwischen dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und der Ehapa Comic Collection. Das Werk wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert und erscheint auch als Sonderausgabe für die Abonnenten des „Marbacher Magazins“.

Dargestellt werden in „Schiller!“ der innere Konflikt des jungen „Räuber“-Dichters und seine Zerrissenheit. Er fühlt sich zerrieben zwischen dem Gehorsam gegenüber seinem langjährigen Mentor Carl Eugen, Herzog von Württemberg, und der Sehnsucht, sich als Künstler frei entfalten zu können.
Schiller
Horus beschreibt in seinem Werk nicht das ganze Leben des Dichters, sondern eine besonders wichtige Phase: Es sind die Monate zwischen September und November 1782, die für Schiller eine entscheidenden Einschnitt in sein Leben bedeuten. Schiller steht zu dieser Zeit als Regimentsmedikus in Diensten des Herzogs Carl Eugen von Württemberg.

Als Schiller von Carl Eugen unter Androhung von Festungshaft Schreibverbot erhält, flieht er nach Mannheim. Nur zu anziehend ist die dortige Schaubühne, wo Schiller die Premiere seiner „Räuber“ feiern durfte, aber nur, weil er sich heimlich aus dem Regiment entfernte.
Am Tag der Flucht erinnert sich Schiller an bedeutende Situationen seines Lebens: Die Militärakademie Carl Eugens, seine erste Reise nach Mannheim, die Kerkerhaft wegen unerlaubten Entfernens von der Truppe, der Tod des Freundes August von Hoven, der lebensmüde Mitschüler Grammont, die Begegnung mit Schubart, der Drang zu schreiben, die Sehnsucht nach Freiheit und die Welt der Künste.

Horus, ein Kenner von Schillers Werken, vereint in seiner Hommage an den großen Dichterfürsten geschickt Kunst und Literaturgeschichte. Der Autor hat für sein Werk umfangreiche Recherchen betrieben. So bereiste er historische Schauplätze und befasste sich mit diversen Biografien und Briefen von und an Schiller.
Es gelingt Horus sehr gut, den Menschen Schiller und dessen Ängste, Zerrissenheit und Sehnsüchte darzustellen. Horus kann mit seinem Schiller-Comic als Zeichner und Szenarist absolut überzeugen. „Schiller!“ ist damit in jeder Hinsicht eines der bedeutendsten deutschen Comic-Werke.
Das Album ist für mich absolut preisverdächtig. Es sollte mich doch sehr wundern, wenn Horus 2006 auf dem Comic Salon in Erlangen mit „Schiller!“ nicht zu den Preisträgern zählt.
Zusätzlich zu dem Albumformat würde ich mir eine Auflage im neuen handlichen Comic-Buch-Format wünschen.
Schiller
„Schiller!“ enthält neben dem Comic einen Artikel über Schiller und seine Inszenierungen von Jan Bürger, Frank Druffner und Martin Schalhorn, sowie Schillers Lebenslauf als Zeittafel.
Schließen möchte ich diese Comic-Vorstellung mit einem Zitat des Autors Horus, in dem er sich zu seinem Comic-Werk äußert: „Ich will keinen Comic für Schiller-Experten machen, ich will auch kein Schiller für Anfänger machen, sondern ich wollte eine Geschichte machen, die einfach autark für sich stehen kann.“

© Egmont vgs und HORUS

Schiller!
Text und Zeichnungen: Horus
HC, farbig, 56 Seiten
Ehapa Comic Collection, 12,-- Euro

"Schiller!" kannst Du hier
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