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geschrieben von Maqz am Freitag, 29. Oktober 2004 (4639 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht

Ein Star nicht nur am iranischen Comic-Himmel


Marjane Satrapi in MünchenMarjane Satrapi, Foto: Andrea Naica-Loebell

Ich erzähle einfach, was ich erlebt habe
Im Ox, der kleinen Bühne im Münchner Schlachthof, war Marjane Satrapi zu Gast. In Frankreich ist sie ein Star am Comic-Himmel, ihr autobiografischer Comic „Persepolis“ landete mit 200 000 verkauften Exemplaren auf den Bestsellerlisten.
Marjane Satrapi ist eine Frau mit erstaunlicher Vitalität. Gerade von einer Lesereise durch die USA zurück und unterwegs zur Frankfurter Buchmesse, wo sie den Preis „Comic des Jahres 2004“ bekommt, stellte sich die in Frankreich lebende persische Comic-Zeichnerin dem Münchner Publikum vor.

Mit lebhafter Gestik und Mimik erklärte sie im Gespräch mit dem Wiener Comic-Experten Gregor Weiß, dass es ihr mit „Persepolis“ darum ging, das in Europa herrschende negative und einseitige Bild des Iran zu korrigieren: „Ich bin keine Historikerin oder Soziologin, und ich sage nicht, das ist die Geschichte des Iran. Ich erzähle einfach, was ich erlebt habe.“
Marjane Satrapi in München
Den Vorurteilen setzt sie viele kleine kommentierte Bilder entgegen, die im Ox an die Wand projiziert und von der Schauspielerin Susanne Brantl auf Deutsch gelesen wurden. Satrapi erzählt ihr eigenes Lebens mit ausdrucksstarken, holzschnittartigen Zeichnungen. In den ersten beiden Bänden ihres Comics, die bei Edition Moderne auf Deutsch erschienen sind, berichtet sie über ihre Kleinkinderjahre in der Regierungszeit des Schahs, die Revolution und ihre Schulzeit in der islamischen Republik. Glaubwürdig schildert sie die grausame Zeitgeschichte des Iran aus der unmittelbaren, naiven Perspektive eines Mädchens.
Als geliebtes Einzelkind einer liberalen, vermögenden Familie ist sie überzeugt, dass die Zukunft ihr ungeahnte Möglichkeiten bietet. Als kleines Kind will sie Prophetin werden. Eine Idee, die ihr der Gottesstaat des Mullahs gründlich austreibt. Der Alltag verändert sich rasant. Das neue Regime greift mit roher Gewalt durch. Der schon unter dem Schah inhaftierte Onkel wird als Spion hingerichtet. In der Schule werden Jungen und Mädchen getrennt, das Kopftuch wird zur Pflicht. Dann kommt der lange, blutige Krieg gegen den Irak.
Marjane Satrapi in München
„Persepolis“ schildert die iranische Realität humorvoll, direkt und ohne Larmoyanz in dynamischen Schwarzweißzeichnungen. Marjane Satrapi ist die erste Comic-Zeichnerin aus dem Orient, die im Westen Erfolg hat. Sie sieht sich selbst als beiden Kulturen zugehörig, eine gelungene iranisch-französische Symbiose.

Andrea Naica-Loebell

Marjane Satrapi, "Persepolis", 164 Seiten, Edition Moderne (www.editionmoderne.de), Euro 22.-


Als nächster Comiczeichner wird am 7. November der Wiener Nicolas Mahler im Ox gastieren. Programm der „Fundstücke“ im Ox: www.ox-muenchen.de



 
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