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Toy Story 5

Rezensionen / Film & TV
geschrieben von Anfue am 24.07.2026, 00:00 Uhr

Erneut ein großartiger Film der Reihe


Toy Story 5 [1] 1995 kam der erste „Toy Story“ Film in die Kinos. Viele der Kinder, die damals begeistert waren, sind mittlerweile selbst Eltern und können jetzt die neuen Abenteuer gemeinsam mit ihren Kindern sehen.
Vor sieben Jahren war „A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“ der letzte Film, der in Deutschland aber nicht so erfolgreich wie seine Vorgänger lief.
Dieses dürfte mit dem fünften Film der Reihe anders werden. Der Macher von „Findet Nemo“ Andrew Stanton wurde als Erfolgsgarant von Pixar nach 10 Jahren („Findet Dorie“ 2016) wieder mit der Inszenierung betraut. Und es lohnt sich, wie die ersten Reaktionen zeigen.
Der Film beginnt ungewöhnlich mit Buzz Lightyear am Strand. Bald sieht er, dass er mit vielen anderen „Buzz Lightyear“ auf einer Insel abgestürzt ist. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg Richtung Polarstern zum Star Command. Später treffen Sie auf den uns bekannten „Buzz Lightyear, der seine angebetete Cowgirl Jessie unterstützt, die ein Problem mit ihrem Menschen „Bonnie“ hat, die einfach keine Freunde findet. Dieses Problem muss gelöst werden, aber dabei kommt ihnen das Tablet „Lilypad“ dazwischen, das Bonnie von ihren Eltern bekommt, um so neue Freundschaften zu finden. Als altes klassisches Spielzeug scheint man keine Chance mehr zu haben, aber gemeinsam stellen sie sich der Herausforderung und bekommen neben den vielen „Buzz Lightyear“ auch Unterstützung von Woody, der zur Hilfe eilt und damit auch die alte Freundschaft und auch Konkurrenz mit Buzz wiederbelebt.

Eine besondere Rolle in der Geschichte nehmen alte ausgemusterte digitale Vorläufermodelle ein, die für Jessie überraschend so ganz anders sind, als von ihr vermutet. Als Verbündete wird dann gemeinsam versucht, eine Lösung zu finden.

Toy Story 5

Toy Story war schon in den letzten Filmen eher ruhig und teilweise melancholisch, da die Veränderungen in der Zeit und dem Leben ihre Auswirkungen auf das (Spiele-)Verhalten der Menschen und damit die Spielzeuge haben. Im neuen Film hält die Digitalisierung und deren Auswirkungen Einzug in die Spielwelt. Die Stimmung setzt dabei wie auch bei den früheren Filmen weniger auf Action und Chaos, als auf eine durchdachte Geschichte und damit ist Toy Story auch ein großes Vergnügen für Erwachsene, so dass der Film von der ganzen Familie geguckt und genossen werden kann.
Die alten Filme bilden dabei die Basis und den Hintergrund. Nun ist Jessie, das Cowgirl, die zentrale Hauptfigur, aber Buzz, Woody und viele alte Weggefährten tauchen auf. Inhaltlich gibt es viele Verweise auf aktuelle Fragen im Umgang mit Social Media und digitaler Sucht, aber auch diese Themen werden durchdacht angesprochen. Im Mittelpunkt steht aber der Wunsch, dass es Bonnie gut geht und damit hat der Film eine emotionale Tiefe, die lange nachhallt.
„Toy Story 5“ ist ein rundum gelungener Kinofilm für die Sommerferien. Er macht Spaß, aber spricht auch vieles an, über das man sich auch danach noch mit seinen Kindern austauschen kann.

Toy Story 5

Abschließend noch ein Wort zum Animationsstil: Der erste Film galt mit seiner Tricktechnik als bahnbrechende Computeranimation. Diese ist nach wie vor Bestandteil des Films, aber man hat sich daran gewöhnt. Und wie sagte schon damals der Regisseur John Lasseter: „So flashy neue Technologie auch sein mag, sie fasziniert höchstens drei Minuten. Danach braucht es eine gute Story mit ausgefeilten Charakteren.“ Und Bestandteil von Toy Story 5 sind auch Spielsequenzen von Bonnie und diese fantasievollen Spielszenen werden nicht im üblichen Animationsstil gezeigt, sondern „in einem handgemachten Look, der so wirkt, als hätte ihn ein Kind beim Basteln selbst erschaffen. Melodramatisch, absurd und wunderbar plastisch“, wie der VFX-Supervisor Thomas Jordan erklärt.

Toy Story 5 [2]

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