Kindgerechter Krieg der Sterne
[1] Das Imperium ist gefallen, doch imperiale Kriegsherren sind weiterhin über die Galaxis verstreut. Während die junge Neue Republik darum kämpft, die Errungenschaften der Rebellion zu verteidigen, rekrutiert sie den legendären Kopfgeldjäger Din Djarin alias Mandalorian (Pedro Pascal) und seinen jungen Schützling Grogu. Regisseur Jon Favreau bringt mit dem Film das Duo zum ersten Mal auf die große Leinwand und auf ihre neue Mission. ;‚The Mandalorian and Grogu‘ soll in der Zeit zwischen ‚Die Rückkehr der Jedi-Ritter‘ und dessen Fortsetzungen spielen, aber, soviel sei gesagt, davon merkt man in der Geschichte nichts. Es ist ein Abenteuer in der Galaxis (mit wenig Galaxis) mit vielen optischen Reminiszenzen an die bekannten Star Wars Filme.
Jon Favreau (der auch das Drehbuch geschrieben hat) beschreibt den Film als eigenständiges Abenteuer, das darauf ausgelegt ist, neue Zuschauer anzusprechen und gleichzeitig langjährige Fans zu begeistern. Der Film wird den Fans der Serie (zu denen ich nicht gehöre) sicherlich gefallen, aber es ist eher eine Aneinanderreihung von Episoden. Er ist leider kein Neuanfang für eine epische Star Wars Trilogie, für das Star Wars-Universum ohne Bedeutung und wird langjährige Fans sicherlich nicht begeistern. Leider erinnert auch musikalisch wenig an die Star Wars Filme. Die Musik von Ludwig Göransson kommt nicht im Ansatz an die großartigen Kompositionen von John Williams heran. Ob der Film also ein "richtiger" Star Wars Film ist, wird mit Sicherheit sehr unterschiedlich aufgefasst. Als eine Episode im Weltall ist der Film nicht langweilig und ok – er ist aber nicht mehr (und nicht weniger) und wird der Magie von Star Wars nicht gerecht.
Aber es sei positiv zu vermerken, dass nach 2019 endlich wieder ein Film aus dem Star Wars Universum auf der großen Leinwand zu sehen ist.
Es bleibt aber die Frage, warum Disney „Mandalorian and Grogu“ auf die große Leinwand bringt. Der Film ist gut gemacht, das kann man von Disney erwarten, aber letztendlich eben "nur" ein Weltraum-Abenteuer und ist damit leider erneut ein Beleg, dass egal, was von Disney weitergeführt wird, dieses kindlicher, naiver und damit auch uninteressanter wird. Die zeigt sich bei Star Wars wie bei Marvel. (Hier darf man gespannt sein, wie innovativ „Avengers. Doomsday“ - ab 16.12.2026 im Kino - werden wird.)
Es bleibt zu hoffen, dass Disney die Kreativität und den Mut aufbringt, wieder einmalige Kinoerlebnisse zu schaffen, egal, ob mit Pixar, Marvel, Lucas Film oder unter dem eigenen Walt Disney Label.
Abschließend noch ein kleiner Hinweis zum Ensemble:
Da der Mandalorian Wert darauf legt, dass niemand sein Gesicht sieht, hat er grundsätzlich seinen Helm auf. Daher können sich Fans von Pedro Pascal den Film eigentlich schenken, insbesondere in der synchronisierten Fassung, da das Gesicht von Pedro Pascal im Film nur kurz zu sehen, er im Original aber wenigsten zu hören ist. Leider hat auch Signourey Weaver keine herausragende Rolle und sie bleibt ohne nachhaltige Wirkung. Aber letzteres gilt für den ganzen Film und so wird leider einige an Potential verschenkt.
„The Mandalorian and Grogu“ ist ab 20.05 im Kino
132 Min FSK 12
[2]
(c)opyright der Abbildungen, mit freundlicher Genehmigung: © 2025 Disney und seine verbundenen Unternehmen.
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