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Das kleine Comic-Lexikon

Rezensionen / Understanding Comics
geschrieben von M.Hüster am 01.10.2005, 00:00 Uhr

Neuauflage von Marcel Feiges Comic-Lexikon


Das kleine Comic-LexikonFür die Erstauflage seines „Großen Comic-Lexikons“ hat Herausgeber Marcel Feige, zum Teil nicht unberechtigt, einige Kritik einstecken müssen. Selbstkritisch nimmt er zu dieser ersten Ausgabe seines Lexikons im Vorwort Stellung. Mit einem Augenzwinkern hat er daher den Titel seines neuaufgelegten erweiterten Bandes in „Das kleine Comic-Lexikon“ umbenannt.

Selbstverständlich nimmt er nach seinen Aussagen für sein Lexikon nicht in Anspruch, eine lückenlose Darstellung der Comic-Szene zu präsentieren, sondern ein Buch für den Normal-Bürger, „der sich kurz und bündig, vor allem aber zügig und übersichtlich über das nunmehr über 100 Jahre währende Comic-Geschehen informieren will.“ Und das ist ihm auch gelungen.

Die Neuauflage des Comic-Lexikons gewährt einen Einblick in die Geschichte der Comicstrips, angefangen bei »Dr. Syntax« von Thomas Rowlandson, dessen Abenteuer zu Beginn des 19. Jahrhunderts in England erschienen, über »Monsieur Jabon« (1833) von Rodolphe Töpfer, »Struwwelpeter« (1847) von Heinrich Hoffmann und »Max und Moritz« (1865) von Wilhelm Busch bis hin zu den »Katzenjammer Kids« (1897) von Rudolph Dirks.

Das Buch bietet eine Übersicht der bedeutendsten Comic-Künstler der Gegenwart, u.a. Scott Adams, Patrick McDonnell, Dik Browne, Charles M. Schulz, Reed Crandall, Steve Dillon, Hansrudi Wäscher, Rötger »Brösel« Feldmann, Naoko Takeuchi, John Byrne, Walter Moers, Hal Foster, Jim Davis, Ralf König, Richard Corben, Garth Ennis, Rumiko Takahasi, Alan Moore, Peyo, Carl Barks, Yukito Kishiro, Hergé, Morris, André Franquin, Don Rosa, Kosuke Fujishima, René Goscinny und Albert Uderzo sowie das Zeichenstudio Clamp.
Das kleine Comic-Lexikon
Das Comic-Lexikon gibt außerdem einen Überblick über berühmte Protagonisten der Comicstrips wie Hägar, Batman, Nick Knatterton, Charly Brown, Spiderman, Werner, Calvin & Hobbes, Hulk, Tim & Struppi, Clever & Smart, Silver Surver, Spirou & Fantasio, Das kleine Arschloch, Superman, Marsupilami, Die Schlümpfe, Lucky Luke, Percy Pickwick, Asterix und Obelix und auch japanischen Manga-Serien, z. B. Sailor Moon, Ranma 1/2, Magic Knight Rayearth und Oh! My Goddess wurden berücksichtigt.

Wenn man von einigen inhaltlichen Fehlern absieht, ist der Band durchaus dazu geeignet, sich einen Überblick über die Comic-Szene zu verschaffen. Wie auch vom Herausgeber angesprochen: Das Lexikon erfasst nicht lückenlos die gesamte Comic-Szene.

Marcel Feige, geboren 1971, lebt als Schriftsteller in Berlin. Seine Themenschwerpunkte sind Lifestyle, Szene, Musik & Film.

Das kleine Comic-Lexikon
Herausgeber: Marcel Feige
TB, s/w, 824 Seiten
Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, 16,90 Euro

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